Reaktionen der unterlegenen Münchner

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Dieser Artikel erschien auf Transfermarkt in seiner ersten Fassung um 17:29 Uhr und wurde anschließend mit Reaktionen des FC Bayern nach dem dritten Absatz aktualisiert.
Der FC Bayern München hat gegen den FC Augsburg eine ganz böse Überraschung erlebt. Beim Heim-Comeback von Nationalspieler Jamal Musiala kassierten die Münchner im Derby gegen widerspenstige Nachbarn aus Schwaben beim 1:2 (1:0) ihre erste Bundesliga-Niederlage seit dem 2:3 gegen den VfL Bochum am 8. März 2025.
Abwehrspieler Hiroki Ito bescherte den Bayern vor 75.000 Zuschauern in der ausverkauften Münchner Arena mit seinem Kopfball in der 23. Minute noch die Führung. In der Schlussphase drehten jedoch bei seinem Debüt Arthur Chaves (75.) und Han-Noah Massengo (81.) für tapfere Augsburger das Duell an der Isar. Michael Olise scheiterte in letzter Sekunde am Aluminium.
Die Fuggerstädter können einfach FC Bayern. Im April 2014 beendete der FC Augsburg einst die längste Ungeschlagen-Serie der Münchner nach 53 Bundesliga-Partien ohne Niederlage mit einem 1:0. Nun stoppte der FCA den FC Bayern nach 27 ungeschlagenen Ligaspielen bei dessen zweitlängster Serie. Nach Dreiern gegen Wolfsburg (8:1), Köln (3:1), Leipzig (5:1) und Saint-Gilloise (2:0) war es die erste Bayern-Niederlage in diesem Jahr.
Reaktionen des FC Bayern nach dem Patzer gegen Augsburg
Update 18:54 Uhr: „Wir haben es nicht so gut gemacht, wie wir es machen müssen. Da reichen ein paar Prozent in der Bundesliga“, meinte der Münchner Sportvorstand Max Eberl. „Da ist es egal, ob es der BVB oder FCA ist, egal wo in der Tabelle. Du musst jedes Spiel ans Limit gehen, wir müssen an unser Limit gehen, das haben wir heute nicht getan.“
Manuel Neuers Vertreter Jonas Urbig griff beim Ausgleich nach einer Ecke im Kopfballgetümmel am Fünfer unter dem Ball durch. Der 22 Jahre alte Torwart gab dabei eine unglückliche Figur ab. „Wenn du als Mannschaft ein Spiel verlierst, hängst du mit drin“, meinte Eberl. „Jonas weiß, dass er es da vielleicht besser machen kann. Das ist für mich nicht die Schuld von Jonas Urbig.“ Der Münchner Michael Olise scheiterte noch in letzter Sekunde mit einem Linksschuss am Aluminium.

Ein „bisschen der Hunger“ habe gefehlt, meinte der nach der Halbzeit eingewechselte Joshua Kimmich. „Wir waren nicht ganz so frisch. Wir haben über 90 Minuten nicht konstant ins Spiel gefunden, dann war Augsburg hinten heraus griffiger als wir.“ Wichtig werde die Reaktion der Mannschaft sein. Am Mittwoch gastieren die Münchner in der Champions League bei der PSV Eindhoven.
Mainz 05 dreht Spiel gegen VfL Wolfsburg bei Tietz‘ Tor-Debüt
Der 1. FSV Mainz 05 hat nach einem leidenschaftlichen Auftritt und dank Nadiem Amiri die direkten Abstiegsplätze der Bundesliga verlassen. Die lange unglücklich agierende Mannschaft von Trainer Urs Fischer besiegte den VfL Wolfsburg im Endspurt mit 3:1 (0:1). Den harmlosen Gästen reichte ein herausragender Keeper Kamil Grabara und ein frühes Führungstor durch Mohamed Amoura (3. Minute) nicht.
Vor 30.000 Zuschauern brachte die Einwechslung des zuletzt erkrankten Amiri die Wende: Phillip Tietz mit seinem ersten Treffer für die Rheinhessen (68.) und Stefan Bell (73.) drehten die Partie, ehe der Regisseur noch einen Strafstoß zum 3:1 verwandelte (83.). Die heimschwachen Rheinhessen hatten zunächst einen Elfmeter durch Tietz (22.) verschossen. Für Fischer war es in seiner sechsten Liga-Partie mit Mainz der zweite Sieg.

Eintracht Frankfurts Abwehr wackelt auch gegen TSG Hoffenheim
Die TSG Hoffenheim hat dem Frankfurter Interimsduo Dennis Schmitt und Alex Meier das Trainerdebüt in der Bundesliga kräftig verdorben. Trotz Führung unterlag die Eintracht den Kraichgauern 1:3 (1:0) und blieb damit auch im fünften Pflichtspiel des Jahres sieglos. Wie in den vorherigen vier Partien setzte es erneut drei Gegentore – und ein gellendes Pfeifkonzert nach Abpfiff.
Arnaud Kalimuendo (18. Minute) hatte die Frankfurter Hoffnungen auf den ersten Sieg 2026 zunächst mit seinem tollen Treffer zum 1:0 genährt, doch Max Moerstedt (52.), Ozan Kabak (60.) und Aurèle Amenda (65./Eigentor) drehten die Partie zugunsten der Gäste. Für die Hoffenheimer, die als Tabellendritter weiter voll auf Champions-League-Kurs sind, war es vor 58.500 Zuschauern der erste Sieg in Frankfurt seit fast zehn Jahren.

Bayer Leverkusen schlägt Werder Bremen dank Vázquez
Bayer Leverkusen hat nach einem missglückten Start den ersten Pflichtspielsieg im Jahr 2026 eingefahren. Nach drei Niederlagen in Folge setzte sich das Team von Trainer Kasper Hjulmand gegen das offensiv sehr harmlose Werder Bremen mit einem schmucklosen 1:0 (1:0) durch. Die Mannschaft von Horst Steffen blieb damit auch im achten Ligaspiel in Folge ohne Sieg und rutschte weiter in Richtung Tabellenkeller ab.
Vor 30.210 Zuschauern in der ausverkauften Leverkusener Arena erzielte Lucas Vázquez in der 37. Minute den entscheidenden Treffer. Mit nun 32 Punkten bleibt die Werkself in Schlagdistanz zu den Champions-League-Plätzen. Bereits am Mittwochabend steht Leverkusen gegen Villarreal aber zunächst vor der Aufgabe, den Einzug in die Playoffs der laufenden Königsklasse klarzumachen.
RB Leipzig siegt deutlich in Heidenheim
Mit drei Toren binnen acht Minuten hat RB Leipzig beim 1. FC Heidenheim die nächste Enttäuschung klar vermieden. Eine Woche nach dem 1:5 beim FC Bayern setzte sich RB auf der Ostalb dank einer Leistungssteigerung in der zweiten Hälfte mit 3:0 (0:0) durch.
Nach der torlosen ersten Hälfte entschieden Ridle Baku (62.), Antonio Nusa (68.) und David Raum (70.) mit einem schnellen Dreierpack die Partie. Damit beendete das Team von Trainer Ole Werner zum Auftakt einer Woche mit drei Spielen gegen Abstiegskandidaten nach zuvor drei sieglosen Spielen in der Fremde auch seine kleine Auswärts-Ergebniskrise.



