Union mit Comeback

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Der SC Freiburg hat vor heimischem Publikum zum Auftakt ins neue Jahr einen Rückstand gegen den Hamburger SV noch in einen Dreier umgemünzt und bleibt durch einen 2:1-Sieg gegen die Rothosen auch im vierten Pflichtspiel in Folge ungeschlagen. Schlusslicht Mainz 05 verspielte eine 2:0-Führung auswärts bei Union Berlin und musste sich am Ende mit einem Remis zufriedengeben. Der Vorletzte Heidenheim hielt den Vorsprung gegenüber den Rheinhessen durch ein 2:2-Unentschieden gegen den 1. FC Köln bei drei Punkten.
Der SC Freiburg hat sich dank Igor Matanovic erfolgreich aus der Winterpause zurückgemeldet. Die Breisgauer gewannen mit 2:1 (0:0) gegen den Hamburger SV, der weiter auf den ersten Auswärtssieg seit seiner Rückkehr in die Bundesliga wartet. Während die Breisgauer den Kontakt zum oberen Drittel halten, steckt der Aufsteiger im unteren Tabellenmittelfeld fest. Dabei gingen die Gäste in einer turbulenten zweiten Halbzeit durch Luka Vuskovic noch in Führung (48.). Doch beinahe im Gegenzug holte Lucas Höler einen Strafstoß heraus, den Vincenzo Grifo verwandelte. Die Szene hatte noch eine weitere Auswirkung: Daniel Elfadli sah für das Foul die Gelb-Rote Karte. Hamburg spielte fast eine Halbzeit in Unterzahl und kassierte spät das zweite Gegentor durch Matanovic (83.).
Schon in der Pressekonferenz vor dem Spiel hatte Trainer Merlin Polzin angedeutet, Winter-Neuzugang Damion Downs nur wenige Tage nach seiner Unterschrift beim HSV mit großer Wahrscheinlichkeit in den Kader zu berufen. Der HSV-Coach ging aber noch einen Schritt weiter und beorderte den 21-jährigen Angreifer in die Startelf. Das Spiel lief an Downs allerdings weitgehend vorbei. Zwar suchten ihn seine neuen Mitspieler immer wieder. Die Freiburger Abwehrspieler Philipp Lienhart und Matthias Ginter hatten den Stürmer jedoch gut im Griff.
Auch die ersten Chancen gehörten nicht den Gästen. Eine verunglückte Flanke von Lukas Kübler flog gefährlich nahe am rechten Torpfosten vorbei (7.) und nur wenig später traf der aufgerückte Außenverteidiger aus spitzem Winkel die Latte. Die Gastgeber machten weiter Betrieb, scheiterten in Person von Höler aber auch an fehlender Kaltschnäuzigkeit (19./23.). Die Hamburger überließen dem Sport-Club den Ball und konzentrierten sich überwiegend auf die Defensivarbeit. Und wenn sie mal den Weg nach vorn suchten, fanden Fábio Vieira und Jean-Luc Dompé mit ihren Hereingaben ihren Meister in Abwehrchef Ginter. Acht Minuten vor der Pause musste SC-Keeper Noah Atubolu erstmals eingreifen. Nach einem Patzer von Lienhart tauchte Downs vor dem Schlussmann auf, doch Atubolu war vor dem Stürmer am Ball.
Die Partie entwickelte sich mehr und mehr zu einem Geduldsspiel, in das der HSV immer besser hineinfand. Das Tempo nahm zu, die Möglichkeiten häuften sich. Allerdings behielt Atubolu bis zur Pause immer wieder die Oberhand. Unmittelbar nach dem Wiederbeginn hatte der 23-Jährige beim Kopfball von Vuskovic das Nachsehen. Die Hamburger Führung war jedoch nur von kurzer Dauer: Grifo verwandelte den fälligen Strafstoß, Elfadli flog vom Platz.
Bei immer stärker werdendem Schneefall erhöhten die Gastgeber in Überzahl den Druck – und belohnten sich durch Matanovic. Der 22-Jährige sorgte mit dem achten Freiburger Jokertor in dieser Saison für den umjubelten Lucky Punch, auf den der HSV trotz intensiver Bemühungen keine Antwort mehr fand.
Mainz-Remis bei Fischers Rückkehr zu Union
Trainer Urs Fischer hat bei seiner Rückkehr ins Stadion An der Alten Försterei den Aufwärtstrend mit dem FSV Mainz 05 fortgesetzt, den ersten Ligasieg mit seinem neuen Team aber verpasst. Die Rheinhessen trennten sich am 16. Spieltag von Fischers Ex-Klub 1. FC Union Berlin mit 2:2 (1:0). In der Tabelle bleiben die 05er unter Fischer (59) auf dem letzten Platz und warten nun seit zwölf Ligapartien auf einen Sieg. Der Rückstand auf den 1. FC Heidenheim auf Rang 17 beträgt weiter drei Punkte. Drei sind es nun auch auf den 1. FC St. Pauli auf dem Relegationsplatz.

Nadiem Amiri (30. Minute) und der ehemalige Unioner Benedict Hollerbach (69.) mit seinem ersten Mainzer Bundesliga-Tor erzielten vor 22.012 Zuschauer die Treffer für die Rheinhessen. Woo-yeong Jeong (77.) und Marin Ljubicic (86.) konnten für die Gastgeber mit ihren Toren in einer dramatischen Schlussphase aber die Niederlage noch abwenden.
Youngster El Mala rettet Köln Punkt in Heidenheim
Die Ergebniskrise des 1. FC Köln setzt sich auch im neuen Fußballjahr fort. Zum Auftakt nach der Winterpause kam der Aufsteiger nicht über ein 2:2 (1:2) beim stark abstiegsgefährdeten 1. FC Heidenheim hinaus und ist damit nun schon seit sieben Bundesliga-Spielen sieglos. Nach einem Pausen-Rückstand rettete immerhin das erst zur Halbzeit eingewechselte Toptalent Said El Mala den Kölnern das Remis (48. Minute). In der ersten Hälfte waren die Heidenheimer dank eines Traumtors von Marvin Pieringer (15.) und Julian Niehues (26.) zweimal in Führung gegangen. Eric Martel hatte das zwischenzeitliche 1:1 erzielt (18.).
Nach einer Flanke von Jan Schöppner traf Pieringer mit dem Rücken zum Tor – halb im Fallen, halb per Fallrückzieher. Selbst seine Teamkollegen hielten sich verblüfft die Hand vor den Mund. Diese sehenswerte Aktion war der Auftakt zu einer turbulenten Phase mit drei Toren in elf Minuten. Nach einem Kopfball-Aufsetzer von Verteidiger Martel war auch Heidenheims Torhüter Diant Ramaj geschlagen, der bei Kölner Chancen zuvor glänzend reagiert hatte. Doch die Truppe von Trainer Frank Schmidt ließ sich vom Ausgleich nicht beeindrucken. Niehues setzte nach einem Eckball und einem zunächst abwehrten Schuss erfolgreich nach. Ausgerechnet von Kölns Neuzugang Jahmai Simpson-Pusey sprang der Ball ins Tor. Der Defensivspieler gab wie Sturm-Talent Fynn Schenten, der am Samstag bei Transfermarkt seinen ersten Marktwert erhielt, sein Debüt.
Seit dem 2. November (4:1 gegen den Hamburger SV) sind die Kölner in der Bundesliga ohne Erfolg – und waren nach dem Seitenwechsel bemüht, diesen Negativtrend zu stoppen. El Mala brachte nicht nur wegen seines Treffers zum 2:2 Schwung ins Kölner Spiel. Nach seiner Einwechslung brauchte der Youngster nur zwei Minuten, um sich mit seinem Treffer aus der Distanz in den Fokus zu spielen. Anschließend verfehlte Jakub Kaminski nur knapp, Ragnar Ache scheiterte an FCH-Keeper Ramaj. Die Partie blieb bis zum Schluss spannend und hätte sich noch in beide Richtungen entwickeln können. Ramaj verhinderte in der Schlussphase vor 15.000 Zuschauern den Kölner Siegtreffer.



