Letzter BVB-Einsatz im Mai

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Dieser Artikel erschien erstmals am 16. Januar um 20:41 Uhr und wurde nun mit neuen Informationen aktualisiert (2. Absatz).
„Für ihn ist es schwierig dabei zu sein, es ist einfach so“, sagte BVB-Trainer Niko Kovac Anfang Dezember über die Situation von Flügelstürmer Julien Duranville in Dortmund. Der 19-Jährige sei gut, „aber die anderen sind besser“. So sprangen in der Hinrunde, auch verletzungsbedingt, lediglich zwei Einsätze in der Regionalliga-Mannschaft heraus. Besser laufen könnte es in der Schweiz. Dorthin soll es den Belgier ziehen.
Wie „Sky“ berichtet, wechselt Duranville zum FC Basel. Eine vollständige Einigung sei erzielt. Bei dem Deal handele es sich um eine Leihe bis Saisonende ohne Kaufoption. Auf diese Klausel sollen die Schweizer aber lange bestanden haben, weswegen nach einer anderen Lösung gesucht wurde. Diese sehe vor, dass Basel an einem zukünftigen Verkauf erheblich beteiligt werde. Duranville soll sich am Donnerstag auf den Weg zu seinem neuen Verein machen. Für den Linksaußen geht es darum, die geringe Chance auf einen WM-Einsatz mit Belgien nicht liegen zu lassen. Zwei Kurzeinsätze für die A-Mannschaft der Roten Teufel im September 2024 stehen bislang für ihn zu Buche.
Dass das in Dortmund schwerlich möglich sein wird, hatte der unglückliche Saisonverlauf für Duranville schon gezeigt. Nach Kovacs wenig erbaulichen Worten folgte dann Mitte Dezember auch noch eine Suspendierung des Teenagers zusammen mit Nachwuchskollege Cole Campbell. Dem Vernehmen nach war Duranville zu spät zum Training erschienen. Zudem soll er sich laut dem „Kicker“ auffallend lustlos in der Einheit verhalten haben, sodass Kovac die Konsequenzen gezogen habe. Der letzte Einsatz für die BVB-Profis für Duranville war Anfang Mai bei einem kurzen Auftritt gegen Kiel.
Campbell hat den BVB schon leihweise Richtung Hoffenheim verlassen. Für Duranville stehe nun der Wechsel nach Basel an. Die kolportierten Mitbewerber um den Jungprofi, FC Sevilla und Duranvilles Ex-Klub Anderlecht, verabschiedeten sich zwischenzeitlich aus dem Rennen. Auch Borussia Mönchengladbach und der SV Werder Bremen waren mit ihm in Verbindung gebracht worden.

Duranvilles Marktwert hat unter dem Saisonverlauf gelitten. Um eine Million Euro wurde die Taxierung im Dezember-Update reduziert auf noch 7,5 Mio. Euro. Es war die erste Abwertung in der Karriere Duranvilles, der im Mai 20 Jahre alt wird. Im Bundesliga-Ranking aller Spieler bis 19 Jahre reicht Duranvilles Marktwert aktuell zu Rang 13. In der Schweizer Liga wäre er dagegen fürs Erste der wertvollste Teenager.



