Madrilenen & PSG müssen in Playoffs

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Dank eines atemberaubenden Finishs samt Torwarttor sind Benfica Lissabon und Startrainer José Mourinho in die Playoffs der Champions League eingezogen. Die Portugiesen besiegten Real Madrid mit 4:2 (2:1). Keeper Anatoliy Trubin sorgte in der achten Minute der Nachspielzeit per Kopf für das entscheidende Tor. So zog Benfica am letzten Spieltag der Ligaphase doch noch an Olympique Marseille vorbei auf den 24. Platz. Dieser berechtigt zur Teilnahme an den Playoffs.
Im Estadio da Luz spielten sich nach dem Tor verrückte Szenen ab. Spieler und Betreuer fielen voller Ekstase über den Matchwinner Trubin her. Trainer Mourinho, der Benfica zu dieser Saison übernommen hatte, jubelte zunächst Arm in Arm mit einem Balljungen und brüllte dann etwas auf die Tribüne. In der hitzigen Schlussphase verlor Real mit Raúl Asencio und Rodrygo noch zwei Spieler mit Gelb-Roten Karten.
Dabei hatte es zuvor lange danach ausgesehen, als wüssten die Hausherren in der Schlussphase nicht, dass sie noch ein Tor benötigen. Erst spät in der Nachspielzeit schickte der Coach alle seine Spieler nach vorne – mit Happy End. Real nutzten zwei Tore von Superstar Kylian Mbappé (30./58.) nicht, die Spanier rutschten noch aus den Top-8 und müssen deshalb ebenfalls in die Playoffs. Vor dem Trubin-Tor hatten für Lissabon schon Andreas Schjelderup (36./54.) per Doppelpack und Vangelis Pavlidis (45.+5) mit einem Foulelfmeter getroffen.
Update 29. Januar, 9:09 Uhr: „Wir wussten, dass wir es schaffen können. Wir wussten, dass der große Kerl dazu fähig ist“, sagte Mourinho beim TV-Sender „CBS“ über seinen Keeper. Dabei hatte es noch wenige Momente vor dem Tor so ausgesehen, als wusste der Trainer gar nicht, dass noch ein vierter Treffer zum Weiterkommen fehlt. Der Portugiese beschrieb seinen Sinneswandel und die Anweisung, auch Trubin nach vorne zu schicken, so: „Als ich die letzten Wechsel gemacht habe, hieß es, wir sind durch, nur Absichern. Dann ein paar Sekunden später erfahre ich, wir brauchen noch eins. Aber da kann ich nicht mehr Wechseln. Wir haben den Lucky Punch bekommen mit dem Standard.“ Trubin sprach danach von „einem verrückten Moment. Ich bin es nicht gewohnt, zu treffen. Ich bin 24 Jahre alt und das war das erste Mal“. Auf „Instagram“ schrieb er in der Nacht: „Manchmal bringt uns der Fußball mehr, als wir jemals erwarten könnten. Sogar ein Tor zu schießen.“
Arsenal spielt perfekte Ligaphase in Champions League
Der FC Arsenal hat derweil eine perfekte Ligaphase gespielt. Gegen Kairat Almaty gewannen die Gunners mit 3:2 (3:1) und somit auch ihr achtes Spiel. Dabei glänzte DFB-Spieler Kai Havertz bei seinem Startelf-Comeback nach fünf Monaten Verletzungspause unter anderem mit einem Treffer und zwei Torvorlagen in der ersten Halbzeit.
Ebenfalls direkt ins Achtelfinale eingezogen ist der FC Barcelona. Das Team von Trainer Hansi Flick drehte die Partie gegen den FC Kopenhagen nach Halbzeit-Rückstand und gewann noch deutlich mit 4:1 (0:1). Titelverteidiger Paris Saint-Germain und Newcastle United rutschten am letzten Spieltag dagegen noch aus den ersten acht Plätzen und müssen in der Zwischenrunde um ein Achtelfinal-Ticket spielen.
Für die beiden war das 1:1 (1:1) im direkten Duell zu wenig für die direkte Qualifikation. Weltfußballer Ousmane Dembelé scheiterte früh im Spiel mit einem Elfmeter für Paris, kurz darauf traf Vitinha (8.) zur Führung der Gastgeber. Für Newcastle, bei denen die Nationalspieler Nick Woltemade und Malick Thiaw von Beginn an aufliefen, erzielte Joe Willock (45.+2) den Ausgleich.
Erster Treffer für Wirtz: Neapel scheitert in der Gruppenphase
Florian Wirtz erzielte beim 6:0 (2:0)-Erfolg des FC Liverpool gegen Qarabağ Ağdam sein erstes Champions-League-Tor für die Reds, die sich ebenfalls einen Platz unter den besten acht Teams sicherten. Mit sechs Siegen belegt Liverpool Rang drei hinter dem FC Arsenal und dem FC Bayern München.
Ausgeschieden ist dagegen unter anderem der italienische Meister SSC Neapel. Gegen den FC Chelsea unterlag das Team von Trainer Antonio Conte 2:3 (2:1). João Pedro besiegelte mit einem Doppelpack in der zweiten Halbzeit das Aus Neapels und schoss Chelsea noch unter die besten Acht. Die Playoffs erreichte dafür sensationell FK Bodø/Glimt, das bei Atlético Madrid mit 2:1 (1:1) gewann.




