Unter größten CL-Comebacks

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Sporting Lissabon hat das kleine Fußball-Wunder vollbracht und die sensationelle Champions-League-Reise von FK Bodø/Glimt beendet. Der portugiesische Double-Sieger erreichte dank eines famosen 5:0 (1:0, 3:0)-Heimerfolgs nach Verlängerung gegen den norwegischen Klub das Viertelfinale der Königsklasse. Im Achtelfinal-Hinspiel hatte Sporting mit 0:3 verloren.
Sporting steht damit zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte im Viertelfinale der Champions League, dort wartet der FC Arsenal als nächster Gegner. Trotz eines Rückstands von mindestens drei Toren nach dem Hinspiel die nächste Runde zu erreichen, war in der Champions League zuvor nur vier anderen Mannschaften geglückt: dem FC Liverpool (2019), der AS Rom (2018), dem FC Barcelona (2017) und Deportivo La Coruña (2004).
Die Gastgeber waren von Anfang an drückend überlegen, es dauerte aber bis zur 34. Minute, ehe Gonçalo Inácio per Kopfball nach einer Ecke das 1:0 besorgte. Pedro Gonçalves (61.) und Luis Suárez (78./Handelfmeter) trafen in der zweiten Hälfte für die Gastgeber und erzwangen damit eine Verlängerung. Dort erzielte Maxi Araújo nach zwei Minuten das 4:0, Rafael Nel (120.+1) sorgte in der Nachspielzeit für die endgültige Entscheidung.
Nach fünf Siegen nacheinander in der Königsklasse ging Bodø/Glimt erstmals seit dem sechsten Spieltag der Ligaphase nicht als Sieger vom Platz. Ein Riesenerfolg war die Saison dennoch: Erst eine norwegische Mannschaft war in der Königsklasse weiter gekommen als Bodø/Glimt: Rosenborg Trondheim erreichte in der Saison 1996/97 das Viertelfinale.



