Verhandlungen aber fortgeschritten

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Eintracht Frankfurts Sportvorstand Markus Krösche beschäftigt sich nach eigenen Aussagen derzeit nicht mit Abwanderungsgedanken vom hessischen Bundesligisten. „Ich bin kein Typ, der jetzt irgendwie die nächsten Schritte plant. Ich bin im Heute und Hier. Und ich bin total gerne bei Eintracht Frankfurt“, antwortete der 45-Jährige im ZDF-„Sportstudio“ auf die Frage zu den Spekulationen um seine persönliche Zukunft. „Ich versuche, meinen Job so gut wie möglich zu machen. Alles andere interessiert mich eigentlich gar nicht.“ Derweil sorgte die Entscheidung von Trainer Albert Riera, Mario Götze aus dem Spieltagskader gegen Mainz zu streichen, am Main für Aufsehen.

Krösche hat bei der SGE noch einen bis 2028 laufenden Vertrag. „Ich bin jetzt fast fünf Jahre in Frankfurt – was für einen Sportvorstand in der heutigen Zeit schon eine sehr, sehr lange Zeit ist“, sagte er vor dem Bundesligaspiel der Frankfurter beim FSV Mainz 05 (Sonntag, 15:30 Uhr). „Wir haben sehr, sehr viele erfolgreiche Zeiten zusammen gehabt.“
Mit seiner Transferpolitik hat Kaderplaner Krösche in den vergangenen Jahren nicht nur immer wieder große Erlöse in die Eintracht-Kassen gespült, sondern den Klub auch zu sportlichen Erfolgen geführt. „Wir haben die Europa League zusammen gewonnen, wir waren im Champions-League-Achtelfinale, wir waren im Pokalfinale“, betonte Krösche. In dieser Saison bleiben die Hessen allerdings hinter ihren eigenen Ansprüchen zurück. Die Frankfurter sind Tabellensiebter und müssen um die angepeilte Europapokal-Qualifikation bangen.
Eintracht Frankfurt: Rieras Götze-Entscheidung sorgt für Aufsehen
Für Aufsehen sorgt bei den Hessen die Entscheidung von SGE-Coach Riera, Routinier Götze aus dem Spieltagskader für die Partie gegen Mainz 05 zu streichen. Letzteres meldete die „Bild“-Zeitung am Samstagabend. In den ersten vier Partien unter dem neuen Coach hatte Götze drei Mal in der Startelf gestanden, zuletzt blieb er in den Partien gegen St. Pauli und Heidenheim jedoch ohne Einsatz. Der Weltmeister von 2014 soll weder angeschlagen noch verletzt sein, die Maßnahme Rieras habe ausschließlich sportliche Gründe, schreibt das Blatt.
„Ich muss sogar einige Spieler streichen“, hatte der Trainer am Freitag mit Blick auf die Kader-Füller angekündigt und zuletzt wiederholt betont: „Ich stelle die Spieler auf, die am besten zum Gegner passen.“ Mit Younes Ebnoutalib und Can Uzun stehen Riera zwei weitere Offensivspieler am Sonntag wieder zur Verfügung.
Ungeachtet der jüngsten Entwicklungen ist Götze bestrebt, seinen auslaufenden Vertrag zu verlängern und hat intern entsprechende Signale gesendet. Die Verhandlungen über ein neues Arbeitspapier sollen weit fortgeschritten sein, der „Bild“ zufolge werde der Profi im Zuge einer Verlängerung allerdings Abstriche beim aktuell auf 3,5 Millionen Euro kolportierten Jahresgehalt machen müssen.
Götze-Berater Volker Struth hatte eine Verlängerung seines Schützlings am Main zuletzt im „Bild“-Podcast „Phrasenmäher“ als „nicht unwahrscheinlich“ bezeichnet. Der Rechtsfuß bringt es seit seinem Wechsel 2022 auf 30 Scorer in 148 Pflichtspielen für die Eintracht, entwickelte sich in Frankfurt anfangs wieder zum Nationalspieler. Zu Beginn des Jahres hatte er sein 100. Bundesliga-Spiel für die SGE bestritten, mittlerweile steht er bei 104. Weitere dürften den Tendenzen zufolge auch in den kommenden Jahren hinzukommen – wenngleich dem Vernehmen nach noch nicht in Mainz.



