Nasenspray-Abhängigkeit: Wenn das Erkältungsmittel zur Belastung wird
Viele Menschen greifen in der kalten Jahreszeit zu häufig zu Nasenspray – mit problematischen Folgen. Ein Apotheker erklärt, wie die Abhängigkeit entsteht und wie man sie überwinden kann.
In der Erkältungszeit vertrauen viele auf Nasenspray, um wieder frei atmen zu können. Doch wer das Mittel über längere Zeit hinweg nutzt, riskiert eine Abhängigkeit. Das Tückische: Der Körper gewöhnt sich an die Wirkstoffe, sodass die Nase ohne Spray immer stärker anschwillt.
Nach Angaben eines Apothekers entstehen ernsthafte Probleme, wenn Nasenspray regelmäßig über mehrere Wochen oder Monate hinweg angewendet wird. Die Schleimhäute reagieren mit zunehmender Überempfindlichkeit, was einen Teufelskreis in Gang setzt: Patienten benötigen immer mehr Spray, um dieselbe Wirkung zu erzielen.
Wer davon loskommen möchte, braucht Geduld und im besten Fall ärztliche Unterstützung. Schrittweise Dosisreduktion oder auch der Umstieg auf schwächere Varianten können helfen. Ein wichtiger Tipp: Nasenspray sollte grundsätzlich nicht länger als eine Woche täglich verwendet werden.