Moses Sichone: Vom Sambier zum Bundesliga-Profi
Der ehemalige Innenverteidiger Moses Sichone blickt auf seine Zeit bei Köln und Aachen zurück. Im Interview spricht er über Kulturschocks, legendäre Mitspieler und seine aktuelle Arbeit als Co-Trainer Sambias.
Moses Sichone kam 1999 als junger Spieler aus Sambia nach Deutschland und entwickelte sich schnell zum Publikumsliebling beim 1. FC Köln und später bei Alemannia Aachen. Der heute 48-Jährige war zunächst überwältigt von den professionellen Bedingungen in der Bundesliga – vom makellosen Trainingsrasen bis zur Auswahl an Ausrüstung. Was ihn aber besonders faszinierte, war die Leidenschaft der Fans in Köln, die ihn überall ansprachen und mitfieberten.
In einem ausführlichen Interview erinnert sich Sichone an prägende Momente seiner Karriere: seinen besten Abwehrpartner Dirk Lottner, die unbarmherzigen Duelle gegen Bayern-Stürmer Giovane Élber und seinen ersten Karneval in Köln – ein regelrechter Kulturschock. Besonders stolz ist er auf seine Zeit in Aachen, wo er mit der Alemannia 2006 sensationell Bayern München aus dem DFB-Pokal warf und international im UEFA-Cup spielte.
Heute gibt Sichone seine Erfahrung an die sambische Nationalmannschaft weiter. Als Co-Trainer unter Avram Grant bereitet er die nächste Generation auf den Afrika-Cup vor, der kurz vor dem Jahreswechsel startet. Für den früheren 83-fachen Bundesligaspieler ist die Teilnahme eine Chance für talentierte Spieler, genauso wie der Afrika-Cup einst sein eigenes Leben veränderte.