Kompany enthüllt: Darum verließ er den HSV wütend
Bayern-Trainer Vincent Kompany blickt auf seinen turbulenten Abschied vom HSV zurück. Der damals 22-Jährige war so verärgert über die Klubführung, dass er sich bewusst gegen einen Verbleib entschied – trotz Einwänden seines Vaters.
Vincent Kompany hat erstmals detailliert erklärt, warum er 2008 den Hamburger SV verlassen wollte. Der heutige Bayern-Coach war derart frustriert über die Vereinsverantwortlichen, dass er sich unmittelbar nach dem Auswärtsspiel in München zum Wechsel entschloss – noch am Flughafenhotel.
Grund für seinen Frust: Der HSV hatte Kompany während der Olympischen Spiele in Peking zurückbeordert, obwohl er mit Belgien um Medaillen kämpfen wollte. Beim Eröffnungsspiel gegen München setzte ihn Trainer Martin Jol zudem nur auf die Bank. "Das geht nicht! Mein Land spielt im Halbfinale bei Olympia… Und ich darf nicht spielen", erinnerte sich der Belgier. HSV-Sportchef Dietmar Beiersdorfer drohte daraufhin sogar mit rechtlichen Konsequenzen.
"Aus Prinzip bin ich weg", sagte Kompany rückblickend. Auch sein Vater, der auf einen Verbleib drängte, konnte ihn nicht umstimmen. Der Transfer zu Manchester City für 8,5 Millionen Euro erwies sich als goldrichtig: Kompany entwickelte sich zu einem Weltklasse-Verteidiger, wurde vier Mal englischer Meister und gehörte Jahrzehnte zur Elite des Weltfußballs.