Bayern erhebt Einspruch gegen Díaz-Rot in Leverkusen
Nach dem 1:1 gegen Bayer 04 protestiert der FC Bayern gegen mehrere Schiedsrichterentscheidungen. Besonders die Gelb-Rote Karte für Luis Díaz sorgt für Unmut – selbst der Referee räumt einen Fehler ein.
Der FC Bayern hat nach dem Remis bei Bayer 04 Leverkusen offiziell Einspruch gegen die Gelb-Rote Karte für Ausgleichstorschütze Luis Díaz eingereicht. Die umstrittene Szene in der 84. Minute beschäftigt den Rekordmeister erheblich: Der Kolumbianer war leicht am Bein des gegnerischen Torwarts berührt worden, fiel hin, stand aber sofort wieder auf. Schiedsrichter Christian Dingert zog daraufhin die zweite Gelbe Karte.
Trainer Vincent Kompany kritisierte die Entscheidung scharf: "Warum er die Rote bekommt, weiß keiner im Stadion." Besonders bemerkenswert ist, dass Dingert selbst sein Urteil später bereute. "Wenn ich jetzt die Bilder sehe, würde ich das so nicht mehr geben", räumte der Schiedsrichter ein. Bayern-Vorstandschef Jan-Christian Dreesen sprach von einer generellen Problematik: "Die Leistung in Leverkusen war der Höhepunkt einer Phase, in der wir immer wieder mit fragwürdigen Entscheidungen konfrontiert waren."
Der Deutsche Fußball-Bund reagierte defensiv auf die Bayern-Kritik. Schiedsrichtersprecher Alexander Feuerherdt betonte, dass die spielentscheidenden Urteile "korrekt oder zumindest vertretbar" seien, mit Ausnahme der Gelb-Roten Karte. Trotz widriger Umstände – doppelte Unterzahl durch zwei Platzverweise und zwei aberkannte Tore – sicherte sich Bayern am Ende einen Punkt und bleibt Tabellenführer.