Teuerster U19-Zugang

©IMAGO
Der FC Porto hat das Werben um das polnische Top-Talent Oskar Pietuszewski gewonnen. Der 17-Jährige beschert Jagiellonia Bialystok Rekordeinnahmen und erhält einen auf den ersten Blick ungewöhnlichen Vertrag. Pietuszewski unterschrieb bei den Dragões bis zum 5. Januar 2029 – das Arbeitspapier endet also mitten in der Saison. Minderjährige dürfen nur Verträge über maximal drei Jahre abschließen. Die obligatorische Ausstiegsklausel liegt bei 60 Millionen Euro.
Zahlreiche Top-Klubs wie die Bundesliga-Größen FC Bayern, BVB und RB Leipzig oder auch der FC Barcelona und Man City sollen sich mit Pietuszewski beschäftigt haben. Dessen Umfeld erkor jedoch den noch ungeschlagenen portugiesischen Tabellenführer als besten nächsten Schritt aus. Dort wird der U21-Nationalspieler von seinen Landsleute Jan Bednarek (29) und Jakub Kiwior (25) unter die Fittiche genommen.
Für die Dienste Pietuszewskis zahlt der FC Porto 10 Millionen Euro an Jagiellonia Bialystok – Rekordablöse. Nur drei Abgänge aus der Ekstraklasa waren etwas teurer. Aufseiten Portos verdrängt das Offensivtalent, das die Nummer 77 erhält, zudem William Gomes (19) als teuersten Neuzugang bis 18 Jahre. Jagiellonia könnte zudem noch mit 10 Prozent an einem Weiterverkauf profitieren.
Pietuszewski debütierte schon mit 16 Jahren und drei Monaten für Jagiellonia Bialystok, für das das Eigengewächs in 54 Partien vier Tore und drei Vorlagen beisteuerte. Als Paradebeispiel für den eingeschlagenen Weg mit großem Fokus auf die eigene Akademie nennt der Klub den Linksaußen. Beim Verkauf habe man einen besonderen Fokus auf die Zukunft des Juwels gelegt und nicht nur aufs große Geld.
„Bei dieser Entscheidung haben wir uns vor allem von unserem Respekt für den von Oskar eingeschlagenen Entwicklungsweg und dem Willen von ihm und seinem engsten Umfeld leiten lassen. Das Wichtigste war, eine Situation zu schaffen, in der alle Seiten voll und ganz zufrieden sind, und ich habe das Gefühl, dass uns das gelungen ist. Die Vereinbarung, die wir ausgearbeitet haben, ist die beste Lösung für alle Beteiligten. Jetzt bleibt nur noch, die Daumen für die weitere Entwicklung von Pietis Karriere in einem so großen Verein zu drücken. Wir sind sehr stolz darauf, dass ein Nachwuchsspieler von Jagiellonia zu einem so großen Verein wie dem FC Porto wechseln kann“, sagte Sportdirektor Lukasz Maslowski.



