Finaltag der Amateure: Energie Cottbus patzt – Wer im DFB-Pokal dabei ist

Finaltag der Amateure: Energie Cottbus patzt – Wer im DFB-Pokal dabei ist

21 Tickets für DFB-Pokal vergeben 

Finaltag der Amateure: Energie Cottbus patzt – Wer im DFB-Pokal dabei ist

©IMAGO

Am Samstag hat die elfte Auflage des Finaltags der Amateure stattgefunden, bei dem in ganz Deutschland Endspiele der Landespokal-Wettbewerbe ausgetragen wurden. Zahlreiche Gewinner dürfen sich nicht nur über den Titel, sondern auch über einen Platz in der 1. Runde des DFB-Pokals freuen, die zum Großteil vom 21. bis zum 24. August stattfindet. Neben einer großen Überraschung in Brandenburg gab es auch eine furiose Aufholjagd in Niedersachsen.

Einen ersten großen Jubel gab es zunächst bei Familie Demirovic. Semir (26), der jüngere Bruder von Stuttgarts Angreifer Ermedin (28), sicherte sich mit dem HEBC Hamburg den Titel in der Geburtsstadt der beiden. Am Abend fieberte Semir, der nur auf der Bank saß, beim DFB-Pokalfinale zwischen Titelverteidiger VfB und Meister FC Bayern mit seinem Bruder, der doppelte Triumph blieb aber aus. Der HEBC kehrt nach 91 Jahren in den DFB-Pokal zurück. Bei der ersten Ausgabe des 1935 noch Tschammerpokal genannten Wettbewerbs unterlag der Klub gegen den Eimsbütteler TV deutlich mit 0:7.

Die größte Überraschung gab es ebenfalls recht früh in Brandenburg. Zweitliga-Aufsteiger FC Energie Cottbus unterlag dem Fünftligisten VfB 1921 Krieschow mit 1:2 – im dritten Anlauf der erste Erfolg für die Blau-Weißen. Das spektakulärste Duell gab es unter den Amateuren in Niedersachsen. Der Lüneburger SK Hansa lag zur Halbzeit 0:3 gegen TuS Bersenbrück zurück und kämpfte sich noch mit 3:3 in die Verlängerung. Am Ende musste das Elfmeterschießen entscheiden, in dem nach 18 Schützen der LSK mit 7:6 noch die Aufholjagd krönte – vor allem dank Torhüter Arne Exner.

Der SV Pastow blieb als einziger Sechstligist wieder ohne Chance. Nach der 0:7-Klatsche in der Vorsaison gewann Rekordsieger Hansa Rostock in Mecklenburg-Vorpommern erneut klar mit 3:0. In den Stadtderbys in Mannheim zwischen Waldhof und VfR (3:0) sowie in Köln zwischen Viktoria und Fortuna (6:5 n. E.) setzten sich jeweils die Favoriten durch.

Finaltag der Amateure: Alle 21 Begegnungen im Überblick

11:30 Uhr

Baden: VfR Mannheim 0:3 SV Waldhof Mannheim

Berlin: VSG Altglienicke 2:1 n. V. BFC Dynamo

Brandenburg: FC Energie Cottbus 1:2 VfB 1921 Krieschow

Bremen: SV Hemelingen 2:1 Leher TS Bremerhaven

Hamburg: SC V/W Billstedt 1:5 HEBC Hamburg

Schleswig-Holstein: SV Todesfelde 1:4 1. FC Phönix Lübeck

Thüringen: FC Carl Zeiss Jena 1:0 ZFC Meuselwitz

13:30 Uhr

Mecklenburg-Vorpommern: SV Pastow 0:3 FC Hansa Rostock

Niedersachsen (Amateure): Lüneburger SK Hansa 10:9 n. E. TuS Bersenbrück

Rheinland: TuS Koblenz 0:1 SV Eintracht Trier 05

Sachsen-Anhalt: Germania Halberstadt 0:4 Hallescher FC

Südbaden: Bahlinger SC 1:0 FC 08 Villingen

Südwest: TSV Schott Mainz 2:1 FK Pirmasens

15:30 Uhr

Mittelrhein: SC Fortuna Köln 5:6 n. E. FC Viktoria Köln

Niederrhein: MSV Duisburg 4:1 SC St. Tönis 1911/20

Sachsen: FSV Zwickau 0:2 FC Erzgebirge Aue

Württemberg: Stuttgarter Kickers 1:4 SG Sonnenhof Großaspach

16:30 Uhr

Bayern: Würzburger Kickers 5:3 n. E. TSV 1860 München

Hessen: SV Wehen Wiesbaden 2:1 SG Barockstadt Fulda-Lehnerz

Saarland: 1. FC Saarbrücken 4:2 FC 08 Homburg

Westfalen: SC Verl 3:0 Sportfreunde Lotte

Finaltag der Amateure: Einige DFB-Tickets schon vergeben

Die Besonderheiten in diesem Jahr: Da sich Energie Cottbus und der MSV Duisburg die Teilnahme am DFB-Pokal bereits über die Endplatzierung in der 3. Liga gesichert hatten, hatten der VfB Krieschow und SC St. Tönis unabhängig vom Ausgang der Endspiele ein Ticket sicher. Für die beiden Fünftligisten wird es der erste Auftritt im DFB-Pokal. Zusammen mit dem HEBC Hamburg, der SV Hemelingen, dem LSK Hansa, dem Bahlinger SC und dem TSV Schott Mainz werden sieben Oberligisten vertreten sein.


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Ein Ticket für die drei weiteren Teilnehmer aus Bayern, Niedersachsen und Westfalen, den drei größten Landesverbänden, war ebenfalls schon vergeben. Die Würzburger Kickers sind als bestes Team der Regionalliga Bayern – Reservemannschaften ausgeschlossen – im DFB-Pokal dabei. Da der FWK auch im Landespokal-Finale stand, konnte sich Gegner 1860 München ebenfalls schon vorab über einen Platz in der ersten Runde freuen.

Neben dem Meister der Oberliga Westfalen, der vor den letzten zwei Spieltagen noch Westfalia Rhynern, Wattenscheid 09 oder ASC Dortmund heißen kann, geht der weitere Platz aus Niedersachsen an den Sieger des separaten Landespokals für Dritt- und Viertligisten. Dort stehen sich am Sonntag (14 Uhr) die Regionalligisten SV Drochtersen/Assel und SSV Jeddeloh II gegenüber.

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