Kinesiologie-Tapes im Check: Mythos oder Wundermittel?
Bunte Tapes auf der Haut sollen Sportler vor Verletzungen bewahren und Schmerzen lindern. Wir prüfen, was die Wissenschaft dazu sagt.
Im Fitnessstudio und auf dem Sportplatz sind sie überall zu sehen: farbige Tapes, die Sportler sich auf Arme, Beine und Schultern kleben. Die Anhänger dieser sogenannten Kinesiologie-Tapes schwören darauf, dass sie Beschwerden reduzieren und die Leistung verbessern.
Doch halten die elastischen Streifen, was sie versprechen? Hersteller behaupten, dass die Tapes durch gezieltes Anbringen Schmerzen lindern, Verletzungen vorbeugen und sogar die Muskelkraft erhöhen können. Manche Sportler berichten tatsächlich von spürbaren Verbesserungen nach dem Taping.
Wissenschaftler sind hingegen zurückhaltender. Unabhängige Studien können viele dieser Effekte nicht eindeutig nachweisen. Oft scheint auch der psychologische Effekt eine Rolle zu spielen: Der Glaube an die Wirkung kann allein schon zu Verbesserungen führen. Ein genauerer Blick auf aktuelle Forschungsergebnisse lohnt sich für alle, die trainieren und verletzungsfrei bleiben möchten.