Fortuna Düsseldorf: Mislintat spricht über Neuzugang Satoshi Tanaka

Fortuna Düsseldorf: Mislintat spricht über Neuzugang Satoshi Tanaka

Ausstiegsklausel für Bundesliga 

Fortuna Düsseldorf: Mislintat spricht über Neuzugang Satoshi Tanaka

©IMAGO

Sven Mislintat gilt seit seiner Zeit als Scout bei Borussia Dortmund als „Diamantenauge“. In seiner Vita waren vor allem Transfers aus Japan wie Shinji Kagawa, Hiroki Ito oder Wataru Endo ein konstanter Erfolg. „Ich arbeite gerne mit japanischen Spielern zusammen. Ich kenne mich mit dem Markt in der J-League ziemlich gut aus. Ich habe einen guten Ruf, daher ist es einfach, Kontakt aufzunehmen“, sagte der 53-Jährige im Gespräch mit Transfermarkt.jp. Der nächste könnte Fortuna Düsseldorfs Neuzugang Satoshi Tanaka sein.

Tanaka – nicht zu verwechseln mit Ao Tanaka, der zwischen 2021 und 2024 für Fortuna spielte und für 4 Millionen Euro zu Leeds United ging – wechselte im Winter für 900.000 Euro von Sanfrecce Hiroshima nach Düsseldorf. Mislintat erklärte, dass er den defensiven Mittelfeldspieler über mehr als zwei Jahre beobachtet hätte: „Es war ein glücklicher Zufall. Satoshi wurde in derselben Akademie wie Wataru Endo ausgebildet. Sie hatten sogar denselben Trainer. Das war ein Faktor.“

Wie viele seiner vorherigen Transfers aus Japan ist die Verpflichtung Tanakas bisher ein voller Erfolg. Der 23-Jährige stand in allen acht Zweitliga-Partien seit seinem Wechsel in der Startelf und wurde direkt zum Leistungsträger. Nur zwei der acht Spiele wurden verloren, viermal ging die Fortuna als Sieger vom Platz. Die Mannschaft von Markus Anfang kletterte seitdem von Platz 16 auf zehn. In der 2. Bundesliga holten 2026 nur die Aufstiegskandidaten Hannover 96 und SV Darmstadt mehr Punkte.

„Düsseldorf hat eine große japanische Gemeinde, was es zu einem perfekten Hotspot macht, um sie hierher zu holen. Es ist nicht nötig zu erklären, warum wir Tanaka verpflichtet haben. Vorher hatten wir Ao Tanaka, jetzt haben wir Satoshi Tanaka. Er passt perfekt in unsere Kultur und unser Umfeld. Ich arbeite seit Kagawas Zeit auf dem japanischen Markt, daher habe ich ein besonderes Gespür dafür“, so Mislintat. Im Marktwert-Update der 2. Bundesliga am Freitag wird es für Tanaka eine Aufwertung geben. In seinem bis 2030 laufenden Vertrag ist laut der „Rheinischen Post“ eine Ausstiegsklausel von 10 Mio. Euro für Bundesliga-Klubs wie den FC Bayern, Borussia Dortmund oder den VfB Stuttgart verankert.

Endo, Kagawa, Ito: Mislintats glückliches Händchen mit Japanern

Derzeit spielen 15 Japaner in der Bundesliga – nur Frankreich, Dänemark und Österreich sind unter den ausländischen Profis häufiger vertreten. Bei seinen Stationen in Dortmund und beim VfB Stuttgart hat Mislintat erfolgreich bewiesen, dass er ein glückliches Händchen mit japanischen Profis hat. Den Auftakt machte Kagawa, der 2010 ablösefrei von Cerezo Osaka zum BVB kam. Mit 34 Scorern in 49 Bundesliga-Partien war der offensive Mittelfeldspieler maßgeblich an den Meisterschaften von 2011 und 2012 beteiligt. Zwei Jahre nach seinem Transfer ging es für 16 Mio. Euro zu Manchester United.

Ein deutliches Transferplus erzielte er auch beim VfB mit Endo und Ito. Ersterer wurde 2020 nach einjähriger Leihe für 1,7 Mio. Euro fest vom belgischen Klub VV St. Truiden verpflichtet. In Stuttgart etablierte sich der defensive Mittelfeldspieler in der ersten Elf, wurde Kapitän und rettete die Schwaben 2022 mit seinem Treffer in letzter Sekunde vor der Relegation. 2023 zahlte der FC Liverpool 20 Mio. Euro für Endo. Ito kam 2022 ebenfalls nach einjähriger Leihe für 400.000 Euro von Júbilo Iwata. Er wurde Stammkraft und Vizemeister, ehe er 2024 für 23,5 Mio. Euro zum FC Bayern ging. In Summe erwirtschaftete Mislintat mit Kagawa, Endo und Ito einen Transfergewinn von 57,4 Mio. Euro.

„Ich glaube, dass wir aufgrund unserer Erfolgsbilanz einen Vorteil haben. Wir pflegen gute Beziehungen zum japanischen Fußballverband und dessen europäischer Niederlassung und verfügen über ein starkes Netzwerk mit Agenten. Natürlich erkennen viele Menschen, wie enorm sich der japanische Fußball entwickelt hat, und es gibt dort unglaublich gute Talente, sodass wir tatsächlich einen Vorteil haben. Aber es bleibt eine große Herausforderung“, lautet Mislintats Fazit.

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