Irans WM-Kader mit Ex-DFB-Talent Eckert Ayensa – Azmoun gestrichen

Irans WM-Kader mit Ex-DFB-Talent Eckert Ayensa – Azmoun gestrichen

Quartier in Mexiko statt USA 

Irans WM-Kader mit Ex-DFB-Talent Eckert Ayensa – Azmoun gestrichen

©IMAGO

Ungeachtet aller politischen Hürden hat der Iran seinen finalen Kader für die WM in den USA, Kanada und Mexiko bekannt gegeben. Teil des 26-köpfigen Aufgebots von Trainer Amir Ghalenoei ist auch der frühere deutsche U19-Nationalspieler Dennis Eckert Ayensa aus Bonn. Der 29-Jährige steht als Dennis Dargahi auf der vom Verband veröffentlichten Kaderliste, dem Nachnamen seines iranischstämmigen Vaters.

Bisher hat der Mittelstürmer noch kein Länderspiel für den Iran bestritten, sein Debüt könnte er am Donnerstag in der Testpartie gegen Mali geben. Der Profi von Standard Lüttich hat einen deutschen Vater persischer Abstammung und eine spanische Mutter. Seine Tante ist die renommierte iranische Schauspielerin Anahita Dargahi.

Der Ex-Ingolstädter rückte für den früheren Leverkusener Sardar Azmoun nach. Der 31-Jährige vom Shabab Al-Ahli Club war bereits im März trotz seiner starken Leistungen aus politischen Gründen aus dem Aufgebot gestrichen worden. Wertvollster Spieler im WM-Kader ist Angreifer Mehdi Ghayedi (27, Al-Nasr) mit einem Marktwert von 4,5 Millionen Euro. Die bekanntesten Namen aus Europa sind Mehdi Taremi (33, Olympiakos) und Alireza Jahanbakhsh (32, FCV Dender).

Drei Spiele des Iran in den USA geplant

Das erste Spiel bei der WM bestreitet der Iran am 16. Juni in Gruppe G gegen Neuseeland in Inglewood (Kalifornien). Am 21. Juni geht es am selben Ort gegen Belgien und abschließend in Seattle am 27. Juni gegen Ägypten.

Allerdings gibt es noch Probleme mit den Visa für die Einreise in die USA. Nach dem Mali-Test wird die Mannschaft in ihr WM-Quartier im mexikanischen Tijuana fliegen. Die für die Einreise nach Mexiko benötigten Visa sollen inzwischen genehmigt worden sein. Ursprünglich sollte das Nationalteam während der Endrunde in Tucson im US-Bundesstaat Arizona logieren. Die Verlegung des WM-Quartiers von den USA nach Mexiko hatte für Wirbel gesorgt. Laut Mexikos Präsidentin Claudia Sheinbaum wollten „die Vereinigten Staaten nicht, dass die iranische Nationalmannschaft in den USA übernachtet.“

Der Iran befindet sich seit Ende Februar in einem militärischen Konflikt mit den USA. Die Einreise der iranischen Nationalmannschaft in die Vereinigten Staaten hatte für Diskussionen gesorgt. Zuletzt hatten sich Vertreter des iranischen Fußballverbandes mit der FIFA in Istanbul getroffen, um über die WM-Teilnahme des Irans zu sprechen. Informationen dazu gab es bislang nicht.

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