Longoria verlässt Olympique Marseille nach Machtkampf
Nach einem internen Konflikt mit Sportdirektor Benatia endet die Zusammenarbeit zwischen Pablo Longoria und dem französischen Topklub. Der Spanier hatte zuletzt seine Entscheidungsgewalt über Transfers verloren.
Olympique Marseille und Präsident Pablo Longoria gehen ab sofort getrennte Wege. Der Klub gab am Montag bekannt, dass sich der 39-jährige Spanier und Vereinsbesitzer Frank McCourt auf eine Beendigung der Zusammenarbeit geeinigt haben. Marseille würdigte Longorias Einsatz während seiner sechsjährigen Amtszeit und wünscht ihm viel Erfolg für die Zukunft.
Der Konflikt war in den vergangenen Wochen eskaliert: Nachdem Sportdirektor Medhi Benatia, ehemaliger Bayern-Profi, Anfang 2025 zu Marseille stieß, kam es zu Spannungen mit Longoria. Im Februar zog sich Benatia zunächst zurück, kam dann aber auf Betreiben von McCourt doch zurück. Longoria wurde daraufhin seiner sportlichen Kompetenzen enthoben und sollte sich künftig nur noch auf administrative und repräsentative Aufgaben konzentrieren.
Longoria war 2020 als Sportdirektor aus Valencia nach Marseille gestoßen und wurde nur wenig später ins Präsidium befördert. Mit seinem Abgang endet die kontrovers geführte Auseinandersetzung um die Kontrolle des französischen Topklubs.