Marktwerte LaLiga: Barças Pedri überholt Real Madrids Bellingham

Marktwerte LaLiga: Barças Pedri überholt Real Madrids Bellingham

155 Aktualisierungen  

Marktwerte LaLiga: Barças Pedri überholt Real Madrids Bellingham

©TM/IMAGO

In LaLiga gibt es 155 neue Marktwerte, ein Madrider Spieler verliert seinen 100-Millionen-Status und ein Profi aus Barcelona ist dafür neu im weltweit nur 20 Fußballer zählenden Kreis. Real Madrid büßt seinen Status als wertvollste Mannschaft der Welt ein, und Barça verkürzt in Sachen Kaderwert deutlich auf die Königlichen, weil es unter den wertvollsten Stars der Liga einen Positionswechsel gibt.

Alle neuen LaLiga-Marktwerte auf einen Blick!

Vor einem Jahr war der Marktwert von Reals Jude Bellingham 60 Mio. Euro höher als der von Barças Pedri. Im Zuge dieses Updates überholt der 23 Jahre alte Spanier den 22 Jahre alten englischen Mittelfeldspieler – während Pedri um 10 Mio. auf 150 Mio. Euro aufgewertet wird, sinkt Bellinghams Marktwert erneut, diesmal um 20 Mio. auf 140 Mio. Euro.

LaLiga-Experte Tobias Blaseio begründet die Maßnahme: „Bellingham hat bei Real Madrid einen deutlichen Statusverlust erlitten. Er wird natürlich an seinen Höchstleistungen aus den Jahren 2023 und 2024 gemessen. Seine Form zeigte bereits im vergangenen Jahr eine absteigende Tendenz. Der fehlende Rhythmus und verschiedene Rollen innerhalb der Mannschaft haben ihm sicher nicht geholfen, sodass er seinen Status als einer der Top-3-Spieler in LaLiga einbüßt.“

Über Pedri, den nun wertvollsten Mittelfeldspieler der Welt, sagt Blaseio: „Pedris enormer Einfluss auf das Spiel des FC Barcelona wird immer offensichtlicher. Ohne ihn fehlt der Antrieb; weltweit gibt es nur wenige Spieler, die ein Spiel auf seinem Niveau kontrollieren können. Der Eindruck, den Pedri auf dem Platz hinterlässt und der sowohl Mitspieler als auch Zuschauer inspiriert, wird in dieser Saison noch deutlicher wahrgenommen, und die Vergleiche mit seinem Idol Andrés Iniesta werden lauter. Seine chirurgische Präzision im Passspiel ist außergewöhnlich – und das, obwohl er kein Verteidiger ist, der vorwiegend Kurzpässe spielt oder den Ball absichert. Pedri muss häufig riskante, äußerst komplexe Steilpässe spielen, die er mit Bravour meistert.“

Mit seinem Plus von 10 Mio. Euro ist Pedri bei weitem nicht der größte Gewinner dieses Updates im Kader von Trainer Hansi Flick. So legt Eigengewächs Fermín López um 30 Mio. auf 100 Mio. Euro zu – der offensive Mittelfeldspieler hat seinen Marktwert seit dem Saisonbeginn verdoppelt und ist mit 26 Torbeteiligungen in 37 Partien der beste Scorer nach Lamine Yamal.

„Fermín ist ein weiteres Produkt der La-Masia-Akademie, aber im Fußball bereits länger bekannt als Bernal. Im Januar wurde sein Vertrag bis 2031 verlängert, nachdem er sich eine immer wichtigere Rolle erarbeitet hatte – einschließlich eines Stammplatzes in den Champions-League-Spielen und einer Position vor Konkurrent Dani Olmo. Er überzeugt mit Intensität im Spiel, konstantem Pressing und umfangreicher Defensivarbeit zusätzlich zu seinen offensiven Qualitäten. Dank starker Weiterleitung, guter Passqualität und stabilem Abschluss ist er ein junger Spieler, von dem man noch sehr viel erwarten kann. Sein Profil ergänzt die beeindruckende Vielfalt an Spielertypen aus der Jugendakademie des FC Barcelona.“

Fermín zählt nun zum Kreis der 20 Fußballer mit einem Marktwert von 100 Mio. Euro oder mehr und überholt im Ranking der wertvollsten Talente im offensiven Mittelfeld Reals Arda Güler.

Weitere Gewinner beim LaLiga-Tabellenführer sind Mittelfeldtalent Marc Bernal (+20 auf 30 Mio.) und Torwart Joan García (+10 auf 40 Mio.) – insgesamt gibt es sieben Auf- und sieben Abwertungen, die unterm Strich zu einem Plus beim Kaderwert von 57 Mio. Euro führen. Damit steigern die Katalanen ihren Wert auf 1,17 Milliarden Euro, verdrängen Chelsea im internationalen Vergleich vom fünften Platz und nähern sich Real Madrid um knapp 107 Mio. Euro.

Zwölf Spieler abgewertet: Kader von Real Madrid erhält größtes Minus

Die Königlichen, die vor diesem Update den weltweit höchsten Kaderwert hatten, werden um 49,5 Mio. auf 1,31 Mrd. Euro abgewertet und teilen sich den Spitzenplatz nun mit Manchester City. Mit Kylian Mbappé, Vinicius Junior, Federico Valverde und Bellingham haben sie immer noch die meisten Fußballer mit einem Marktwert jenseits von 100 Mio. Euro. Wie bei Barça gibt es auch im Kader des Rekordmeisters 14 Änderungen, doch nur zwei davon sind mit einem Plus versehen – erfreulicherweise sind es Eigengewächse.

Der 21 Jahre alte Mittelstürmer Gonzalo García verdoppelt seinen Marktwert auf 30 Mio. Euro, und der 18 Jahre alte Mittelfeldspieler Thiago Pitarch steigt von 3 Mio. auf 20 Mio. Euro. Trainer Álvaro Arbeloa sagte zuletzt über Pitarch, der beim 3:0 gegen Man City sein Startelf-Debüt in der Champions League gab: „Es ist immer eine gute Nachricht, wenn sich ein Junge in diesem Alter in der ersten Mannschaft etabliert. Ich denke, er ist jetzt ein ganz normaler Spieler von Real Madrid.“

Zu den zwölf Marktwert-Verlierern bei den Madrilenen zählen unter anderem der 18 Jahre alte Franco Mastantuono (-5 auf 45 Mio.), der langzeitverletzte Rodrygo (-10 auf 50 Mio.) sowie die Innenverteidiger Dean Huijsen (-5 auf 65 Mio.) und Antonio Rüdiger (-3 auf 9 Mio.). Über den deutschen Nationalspieler sagt Spanien-Experte Blaseio: „Sein Vertrag läuft aus, und es wurde noch keine Entscheidung darüber getroffen, ob er bleibt. Sportlich hat er schon bessere Tage erlebt, und sein Image hat aufgrund von unsportlichem Verhalten auf dem Platz gelitten. Zudem bleibt abzuwarten, ob er an der Weltmeisterschaft teilnehmen wird.“

Seinen WM-Platz hat Atlético-Stürmer Julián Alvarez sicher, auch wenn seine Treffsicherheit in dieser Saison teilweise zu wünschen übriglässt. Warum es für den Argentinier, der mit einem Transfer zum FC Barcelona in Verbindung gebracht wird, von 100 Mio. auf 90 Mio. Euro geht, erklärt Blaseio: „Álvarez steht bei Atlético verstärkt in der Diskussion, kritisiert für seine Leistungen und mit der Frage konfrontiert, ob er den Klub im Sommer verlassen sollte. Seine gute Performance im Champions-League-Achtelfinale wird die Kritik sicherlich vorerst beruhigen, doch über die gesamte Saison hinweg konnte er nur selten überzeugen – besonders in LaLiga. Aktuell ist fraglich, ob Vereine bereit sind, eine dreistellige Millionenablöse für ihn zu bezahlen.“

Gueye größter Gewinner abseits der Top-Klubs – Antony im Aufwind

Abseits der drei spanischen Top-Klubs verbucht Villarreals Afrika-Cup-Sieger Pape Gueye das größte Plus. Der 27 Jahre alte Mittelfeldspieler verdoppelt seinen Marktwert auf 40 Mio. Euro – das Gelbe U-Boot holte ihn 2024 ablösefrei aus Marseille, als sein Marktwert 6 Mio. Euro betrug. „Gueye gewann mit Senegal zum zweiten Mal den Afrika-Cup und konnte sich dort hervorragend präsentieren. Mit Villarreal deutet derzeit alles auf eine direkte Qualifikation für die Champions League hin, und bereits im Winter gab es Gerüchte über einen kostspieligen Transfer. Villarreal steht jedoch unter keinerlei Verkaufsdruck und wird seinen Schlüsselspieler nicht leichtfertig ziehen lassen. Gueye überzeugt im zentralen Mittelfeld mit Physis, Aggressivität und starker Balleroberung“, weiß Blaseio. Im internationalen Vergleich der wertvollsten zentralen Mittelfeldspieler ab 27 gehört Gueye damit zur Top-10.

Während Villarreal knapp hinter Atlético den vierten Platz belegt, könnte das aktuelle fünftplatzierte Betis auch in den Genuss eines Champions-League-Tickets kommen. Bester Scorer und wertvollster Spieler im Betis-Kader ist Ex-ManUnited-Flop Antony, der in Sevilla an seine Amsterdamer Leistungen erinnert. Für den brasilianischen Flügelstürmer gibt es eine Aufwertung von 10 Mio. auf 40 Mio. Euro und damit seinen höchsten Marktwert seit 2023.

LaLiga-Experte Blaseio sagt: „Antony hat in Sevilla einen Ort gefunden, an dem er seine fußballerischen Fähigkeiten voll zur Geltung bringen kann. Er ist nun auf dem Weg, seine besten Statistiken aus der Ajax-Zeit zu erreichen – jener Phase, nach der er für knapp 100 Millionen Euro zu Manchester United wechselte, wo er sich mehr als schwertat. In Sevilla ist er ein Schlüsselspieler und Publikumsliebling, und mit 26 Jahren befindet er sich im besten Fußballeralter.“ Los Verdiblancos kauften ihn nach halbjähriger Leihe im vergangenen Sommer für 22 Mio. Euro von Man United – Antony bedankte sich seit Januar 2025 mit 34 Torbeteiligungen in 59 Partien.

3 von 5 Top-Ligen fehlen: Diese Marktwert-Updates stehen bevor

Nach 74 Auf- und 81 Abwertungen verteilt auf die 20 spanischen Erstligisten, steigert LaLiga ihren Gesamtwert um rund 100 Mio. auf 5,58 Mrd. Euro. Damit ist sie im europäischen Vergleich die Nummer zwei vor der Serie A (5,24 Mrd.), wo die Marktwerte am 24 März aktualisiert werden. Die Bundesliga (4,82 Mrd.) erhält ihr nächste Update am 20. März und mit der Ligue 1 (3,85 Mrd.) werden die Top-5 am 27. März abgerundet. Die Premier League thront mit einem Gesamtwert von 12,58 Mrd. Euro über der Fußballwelt.

So funktionieren die Transfermarkt-Marktwerte

Die Transfermarkt-Marktwerte entstehen unter Berücksichtigung verschiedener Preisfindungsmodelle sowie einem starken Einbezug der Transfermarkt-Community, die sich in detaillierten Diskussionen mit den Werten auseinandersetzt. Die Transfermarkt-Marktwerte sind nicht pauschal mit den tatsächlich gezahlten Ablösesummen gleichzusetzen.

Das Ziel ist nicht, einen Preis vorherzusagen, sondern einen Erwartungswert. Bei der Erhebung des Marktwertes sind in einem gewissen Maß sowohl individuelle Transfermodalitäten als auch situative Rahmenbedingungen relevant. Beispiele dazu werden hier aufgeführt. Transfermarkt verwendet keinen Algorithmus (zur ausführlichen Marktwertdefinition).

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