Marcelli weit vorn

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Im Marktwert-Update der slowakischen Niké Liga ist der wertvollste Spieler zugleich der größte Gewinner. Sturmtalent Nino Marcelli (20) von Slovan Bratislava kommt in wettbewerbsübergreifend 34 Einsätzen auf 14 Torbeteiligungen und präsentiert sich so als attraktiver Spieler für den Sommer-Transfermarkt. Bereits vor dem Update war er mit einem Marktwert von 5 Millionen Euro der wertvollste Spieler der Liga, nach der Aufwertung von 1,5 Mio. Euro liegt dieser nun bei 6,5 Mio. Euro. Den zweithöchsten Marktwert stellt Teamkollege Niko Jankovic mit 3,5 Mio. Euro – Marcelli ist damit fast doppelt so hoch taxiert.
Bratislava hat nicht nur den größten Gewinner, sondern auch den größten Verlierer in seinen Reihen. Innenverteidiger Svetozar Markovic erfährt eine Abwertung von einer Mio. Euro – seine neue Taxierung ist 2,5 Mio. Euro. Das Downgrade ist jedoch nicht auf seine Leistung zurückzuführen. Markovic wechselte im Januar für 800.000 Euro von Viktoria Pilsen zum slowakischen Tabellenführer: ein Wechsel für eine geringe Ablöse in eine nominell schwächere Liga und somit mit einem Marktwert-Verlust verbunden.
Trotz des größten Gewinners Marcelli verzeichnet Slovan einen Rückgang des Kaderwerts um 550.000 Euro. Der neue Gesamtwert wird auf 34,9 Mio. Euro taxiert. MSK Zilina hingegen bekommt eine Aufwertung des Kaders von 1,35 Mio. Euro – zurückzuführen auf die Performance in der Liga sowie auf die des Innenverteidigers Tobias Paliscak. Während man in der Liga Platz drei belegt, überzeugt der gerade einmal 18 Jahre alte Paliscak als Stammkraft Woche für Woche und steigert seinen Marktwert um 650.000 Euro auf 1,5 Mio. Euro. Der neue Kaderwert Zilinas wird auf 8,45 Mio. Euro taxiert – Paliscak stellt mehr als ein Sechstel davon.
Bei den insgesamt vier deutschen Legionären kommt es ebenfalls zu zwei Veränderungen. Der ehemalige Kölner Keeper Jan-Christoph Bartels bekommt ein Upgrade von 50.000 Euro und hat nun einen Marktwert von 200.000 Euro zu Buche stehen. Maurizio Macorig bekommt aufgrund einer Knieverletzung und der damit einhergehenden geringen Spielzeit eine Abwertung von 25.000 Euro. Seine neue Taxierung beläuft sich auf 75.000 Euro. Bei Moritz Römling (150 Tsd. Euro) und Sebastian Jung (100 Tsd. Euro) gibt es keine Veränderung.
So funktionieren die Transfermarkt-Marktwerte
Die Transfermarkt-Marktwerte entstehen unter Berücksichtigung verschiedener Preisfindungsmodelle sowie einem starken Einbezug der Transfermarkt-Community, die sich in detaillierten Diskussionen mit den Werten auseinandersetzt. Die Transfermarkt-Marktwerte sind nicht pauschal mit den tatsächlich gezahlten Ablösesummen gleichzusetzen.
Das Ziel ist nicht, einen Preis vorherzusagen, sondern einen Erwartungswert. Bei der Erhebung des Marktwertes sind in einem gewissen Maß sowohl individuelle Transfermodalitäten als auch situative Rahmenbedingungen relevant. Beispiele dazu werden hier aufgeführt. Transfermarkt verwendet keinen Algorithmus (zur ausführlichen Marktwertdefinition).



