Panathinaikos statt Werder Bremen: Jagusic wechselt nach Athen

Panathinaikos statt Werder Bremen: Jagusic wechselt nach Athen

Am griechischen Deadline Day 

Panathinaikos statt Werder Bremen: Jagusic wechselt nach Athen

©IMAGO

Dieser Artikel erschien in einer ersten Version um 11:12 Uhr und wurde am Abend nach der Fixmeldung aktualisiert.

Adriano Jagusic wurde in den vergangenen Monaten als potenzieller Nachfolger von Romano Schmid (26) beim SV Werder Bremen gehandelt, sollte dieser im Sommer wechseln. Von der Idee des 20 Jahre alten offensiven Mittelfeldspielers im grün-weißen Trikot müssen die Fans sich aber vorerst verabschieden. Der kroatische U21-Nationalspieler wechselte am Freitag von Slaven Belupo zu einem anderen Klub mit denselben Vereinsfarben: Panathinaikos mit Trainer Rafael Benítez.

Fabrizio Romano hatte zuvor ein Foto Jagusics mit dessen Berater Matej Skegro am Flughafen auf dem Weg nach Athen gepostet. Griechische und kroatische Medien berichteten übereinstimmend über die Einigung der Klubs: 5,2 Millionen Euro Ablöse fließen nach Koprivnica, weitere 800.000 Euro können durch Boni hinzukommen. Zudem erhalten die Kroaten eine Weiterverkaufsbeteiligung in Höhe von 20 Prozent. Jagusic löst damit den heutigen Schalker Nikola Katic (29) als teuersten Abgang der Klubgeschichte ab – und das deutlich. Der Verteidiger war 2018/19 für 2,28 Mio. Euro zu den Rangers nach Schottland gewechselt.

Jagusic war zuletzt mit zahlreichen ambitionierten Vereinen in Verbindung gebracht worden. Neben Werder gibt es in der Transfermarkt-Gerüchteküche auch Diskussionen zu RB Leipzig, Olympique Marseille oder PAO-Rivale Olympiakos Piräus. Bei Slaven Belupo hatte er in der vergangenen Saison seinen Durchbruch geschafft und in dieser Spielzeit noch mal eine Schippe draufgelegt: In 20 Ligaspielen steuerte er sieben Tore und sechs Vorlagen bei, steht in der Scorerliste der SuperSport HNL damit auf Rang zwei hinter Hajduks Michele Sego (14 Torbeteiligungen).

Transfermarkt-Experte ordnet Adriano Jagusic ein

Was Werder bei Jagusic verpasst und worauf sich die Panathinaikos-Fans freuen können, fasst „stodra“, Transfermarkts Datenscout für Kroatien zusammen: „Slaven Belupo war sich schon im Sommer mit Dinamo über eine Ablöse in Höhe von 1,7 Millionen Euro einig, Jagusic hat einen Wechsel nach Zagreb aber abgelehnt, weil er unbedingt spielen wollte. Nun wird sich Dinamo ihn nicht mehr leisten können. Seine Dynamik und belebende Art, Fußball zu spielen, sind seine großen Stärken. Ihn zeichnet neben seiner Ballsicherheit auch sein Distanzschuss aus: Er zieht ohne Angst aus allen Lagen ab. Vielleicht ist das zeitgleich auch eine Schwäche, denn er setzt das meiner Meinung nach viel zu häufig ein. Er hat zwar einen guten Blick für seine Mitspieler, aber war oftmals zu eigensinnig. Der Distanzschuss hat mehrfach funktioniert und dann übertrieb er es damit.“

Kroatiens Nationaltrainer Zlatko Dalic habe eine hohe Meinung von Jagusic: „Er wird bald sein Debüt feiern, war schon auf Abruf dabei. Dalic hat gesagt, dass wenn Jagusics Leistungen weiter konstant sind, ihm sein WM-Ticket sicher sei. Mal schauen, wie er dazu noch steht, falls er nach dem Wechsel zunächst nicht ausreichend Spielzeit bekommt.“ Nun wechselt das Offensivtalent nach Griechenland statt in eine Top-5-Liga. Für die sei er eigentlich auch schon bereit, sagt der Kroatien-Experte: „Ich bin der Meinung ja, wenn er sich nicht nur auf seinen Distanzschuss versteift, sondern weiter auch mannschaftsdienlich spielt. Dann hätte das bei einem kleineren Verein auch in der Bundesliga funktionieren können.“

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