Stadtrivale spottet erneut

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Nach der Wiederwahl von Florentino Pérez als Präsident von Real Madrid wurde mit Spannung auf das für Dienstag angekündigte 150 Millionen Euro schwere Angebot für einen neuen Galáctico gewartet. Viele waren sich sicher, dass es sich um Bayerns Michael Olise (24) handeln muss. Wie die Königlichen offiziell bekannt gaben, ging es jedoch an Julián Alvarez (26) von Stadtrivale Atlético – und wurde prompt abgelehnt.
Nach der Vorstandssitzung am Dienstag sei eine entsprechende Offerte an die Colchoneros übermittelt worden, teilte Real Madrid am Abend in einem Statement mit. „Nach Prüfung und Bewertung des Angebots hat Atlético Madrid das im Rahmen der guten Beziehungen zwischen beiden Vereinen unterbreitete Angebot gewürdigt und es unter Verweis auf die Ausstiegsklausel des Spielers abgelehnt.“ Diese liegt bei 500 Mio. Euro.
Atlético reagierte auf die Meldung beim Kurznachrichtendienst X mit fünf lachenden Smileys mit Freudentränen. Kurze Zeit später ließen die Colchoneros wie schon zuvor nach Gerüchten über ein angebliches Werben des FC Barcelona spöttische Aussagen folgen. „Ihr habt vielleicht Höflichkeit mit Dankbarkeit verwechselt, aber damit keine Zweifel aufkommen: Wir sind euch für nichts dankbar. Wir prüfen oder bewerten keinerlei Angebote für Julián“, hieß es unter anderem. „Wie könnten wir uns nicht gut verstehen, wenn ihr uns noch mehr zum Lachen bringt als der FC Barcelona?“
Barça soll zuvor 100 Mio. Euro Ablöse für Alvarez angedacht haben. Beobachter vermuten, dass Real-Boss Pérez nicht wirklich am argentinischen Nationalspieler interessiert ist, sondern mit seiner öffentlichen Offerte den Preis in die Höhe treiben will, um die Katalanen zu ärgern. Es ist bekannt, dass der Erzrivale im Sommer einen Stürmer verpflichten will, um Robert Lewandowski (37) zu ersetzen, der den spanischen Meister nach vier Jahren verlässt.
Pérez hatte 150-Millionen-Angebot von Real Madrid groß angekündigt
Schon vor seiner Wiederwahl in der Nacht auf Montag hatte Pérez mit seiner Ankündigung für Aufsehen gesorgt. „Ich werde in Kürze, am Dienstag, einem Champions-League-Klub ein Angebot machen, das die höchste Summe sein wird, die Real Madrid jemals für einen Spieler gezahlt hat – mindestens 150 Millionen“, ließ der 79-Jährige wissen. Spanische Medien berichteten in der Folge, dass es sich um Bayerns Olise handeln muss, obwohl Pérez den Namen zuvor ausgeschlossen hatte.
Nach zwei sportlich enttäuschenden Jahren, in denen kein großer Titel gewonnen wurde, und viel Kritik an seiner Führung will Pérez die Königlichen wieder auf Kurs bringen. Die Rückkehr von Ex-Trainer José Mourinho, der Real bereits von 2010 bis 2013 trainierte, soll ein wichtiger Faktor sein. Das Team um die Stars Kylian Mbappé (27) und Vinicius Junior (25) soll zudem verstärkt werden. Mit Ibrahima Konaté (27, Liverpool) und Denzel Dumfries (30, Inter Mailand) sollen zwei Neuzugänge bereits unter Dach und Fach gebracht worden sein.
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