Europäische Top-Ligen geben Rekordsumme aus – Bundesliga verliert an Wert
Die fünf stärksten europäischen Fußball-Ligen haben im Sommer knapp 7 Milliarden Euro für Spielerverpflichtungen ausgegeben. Trotz neuer Ausgabenrekorde verliert die Bundesliga massiv an Kaderwert.
Die Transferausgaben in Europas Top-Ligen erreichen neue Höchstmarken: Insgesamt wurden rund 7 Milliarden Euro investiert – deutlich mehr als im bisherigen Rekordsommer 2023 mit knapp 6 Milliarden Euro. Die Premier League dominierte mit 3,59 Milliarden Euro, während die Bundesliga mit 851 Millionen Euro hinter der Serie A (1,19 Mrd. €) nur auf Platz drei folgte.
Besonders spektakulär ist die Bilanz der Bundesliga: Obwohl die Clubs insgesamt einen neuen Ausgabenrekord setzten, sinkt der Gesamtmarktwert der Liga um etwa 280 Millionen Euro. Das liegt an deutlich höheren Einnahmen durch Spielerverkäufe – die Bundesliga verdiente über eine Milliarde Euro mit Abgängen. Bayer Leverkusen sticht heraus und gab mit 198 Millionen Euro für 16 neue Spieler mehr aus als je ein deutscher Verein zuvor, verkaufte aber auch für 230 Millionen Euro.
Teuerster Neuzugang europaweit war Fußballer Alexander Isak mit 145 Millionen Euro. Liverpool investierte mit 483 Millionen Euro die höchste Summe aller Clubs. Weltweit wurden bislang sogar über 10 Milliarden Euro in Transfers umgesetzt – auch das ein neuer Rekord.