Premier League: Tottenham rettet sich, West Ham steigt ab
Am letzten Spieltag der englischen Fußball-Saison gibt es dramatische Wendungen: Während Tottenham knapp dem Abstieg entgeht, muss West Ham nach 13 Jahren erstmals den Weg in die zweite Liga antreten.
Mit einem 1:0-Sieg gegen Everton hat sich Tottenham Hotspur in der Premier League gerettet. Die Spurs beendeten eine turbulente Saison mit drei verschiedenen Trainern auf Platz 17 und sicherten sich mit 41 Punkten den Klassenerhalt. Für West Ham United war das Glück dagegen aufgebraucht: Trotz eines 3:0-Sieges über Leeds reichte es mit 39 Zählern nicht aus. Der Klub muss damit erstmals seit 2012 in die zweite englische Liga absteigen, ebenso wie Wolverhampton und Burnley.
In den europäischen Wettbewerben gibt es ebenfalls Verschiebungen: Liverpool sicherte sich das fünfte Champions-League-Ticket nach Arsenal, Manchester City, Manchester United und Aston Villa. Chelsea hingegen verpasste die europäische Qualifikation komplett und muss sich nächste Saison ausschließlich auf Liga und Pokal konzentrieren. Im Gegensatz dazu schaffte Bournemouth mit seinen neuen Trainer Marco Rose den Sprung in die Europa League.
Der Abstieg West Hams hat auch finanzielle Folgen für London: Wegen einer 99-Jahres-Vereinbarung zum London Stadium muss der Klub nur noch die Hälfte der Jahresmiete zahlen. Nach Angaben von Bürgermeister Sadiq Khan entsteht dadurch eine Finanzierungslücke von etwa 2,8 Millionen Euro, die die Steuerzahler ausgleichen müssen.