TSG Hoffenheim: Dietmar Hopp ohne „jegliches Verständnis“ für Querelen

TSG Hoffenheim: Dietmar Hopp ohne „jegliches Verständnis“ für Querelen

Schicker sieht „Kasperl-Theater“ 

TSG Hoffenheim: Dietmar Hopp ohne „jegliches Verständnis“ für Querelen

©IMAGO

Mäzen Dietmar Hopp hat mit großem Unverständnis auf die Querelen bei der TSG Hoffenheim rund um die mögliche Abberufung von Sportchef Andreas Schicker reagiert. Ihm fehle für diese Planspiele „jegliches Verständnis“, sagte der 85-Jährige in einem Interview mit der „Rhein-Neckar-Zeitung“.

Der im Oktober 2024 von Sturm Graz gekommene Schicker sei hauptverantwortlich dafür, dass die TSG in der Bundesliga auf einen Champions-League-Platz steht. „Durch seine herausragende Arbeit wurde eine Spitzenmannschaft geformt, die mich Woche für Woche begeistert und in ganz Fußball-Deutschland positiv wahrgenommen wird“, lobte Hopp und fragte: „Wie können wir den Erfolg unseres Klubs riskieren?“

Unter der Führung des 39 Jahre alten Österreichers habe das Team „wieder zur TSG-DNA zurückgefunden“, so Hopp. Die Mannschaft sei „jünger, ihr Fußball attraktiver und erfolgreicher geworden. Damit steigen perspektivisch die Einnahmen, etwa aus TV-Verträgen, aber kurzfristig natürlich schon das Potenzial hoher Transfererlöse“, führte der TSG-Gesellschafter weiter aus.

Update 17:45 Uhr: Schicker selbst hat mit Unverständnis auf die internen Machtkämpfe bei der TSG reagiert. Es seien Dinge passiert, „die kann ich auch selber nicht nachvollziehen“, sagte der 39-Jährige bei „DAZN“ vor dem Spitzenspiel in der Bundesliga beim FC Bayern. „In Österreich würde man sagen: Kasperl-Theater.“ Schicker betonte, er wolle gerne bleiben. „Das wird auch jeder verstehen, weil es sportlich auch funktioniert und läuft.“ Von Sponsoren, Mitarbeitern und Fans habe er Zuspruch erhalten – ebenso von Hopp. Dieser stehe zu „100 Prozent“ hinter ihm, fügte Schicker an. „Das hat er mir mehrmals auch gesagt.“

TSG Hoffenheim: Präsidiumswahl am 9. März – Ilzer erwägt Rücktritt

Bei den Kraichgauern tobt seit Monaten ein Machtkampf um den Einfluss von Hopp. Am vergangenen Mittwoch hatte der Verein mitgeteilt, dass man sich einvernehmlich auf das Ende der Zusammenarbeit mit Marketing-Geschäftsführer Tim Jost geeinigt habe.

Zuvor hatten schon Markus Schütz (Vorsitzender der Geschäftsführung) und Frank Briel (Geschäftsführer Finanzen) ihre Posten räumen müssen. Zudem war Präsident Jörg Albrecht aus gesundheitlichen Gründen zurückgetreten. Der Interims-Vereinsvorsitzende Christoph Henssler, der aus der Ultra-Szene stammt, gilt als Hopp-Gegner. Der neue Präsident wird bei der Mitgliederversammlung am 9. März gewählt.

Seit den Berichten in dieser Woche über einen internen Machtkampf, der Sportchef Schicker möglicherweise den Job kosten könnte, ist die Lage im Kraichgau angespannt. Trainer Christian Ilzer sprach im Anschluss sogar von einem möglichen Rücktritt, falls sein langjähriger Weggefährte den Klub verlässt.

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