„Stand jetzt fahre ich nicht zur WM“

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Ilyas Ansah hat Ghanas A-Nationalmannschaft und Trainer Otto Addo vorerst abgesagt. „Ich habe mich entschieden, das ganze Drumherum, das ich gerade bei Union erlebe, erst mal aufzusaugen und weiter für die deutsche U21 zu spielen. Nach Abschluss der U21-Europameisterschaft werde ich mich im nächsten Jahr damit befassen und eine Entscheidung treffen. Stand jetzt fahre ich nicht mit Ghana zur WM“, zitiert die „Bild“ den Offensivspieler der Eisernen mit doppelter Staatsbürgerschaft.
Im November letzten Jahres waren Berichte aufgekommen, wonach der ghanaische Verband den 21-Jährigen intensiv beobachte und umgarne. In dieser Saison steht Ansah bei fünf Treffern und zwei Vorlagen in 26 Partien, seinen Marktwert verdreifachte er auf 12 Millionen Euro. Damit wäre er der fünftwertvollste Ghanaer, hätte er sich für einen Verbandswechsel entschieden. Für den DFB-Nachwuchs stand der gebürtige Lüdenscheider bislang sechsmal auf dem Platz (ein Tor).
Damit entscheidet sich Ansah auch gegen einen möglichen Platz im Kader bei der WM, die in diesem Sommer in den USA, Mexiko und Kanada steigt. Die U21-EM findet 2027 in Albanien und Serbien statt. In der Qualifikation ist die DFB-Auswahl derzeit Zweiter hinter den bisher makellosen Griechen – noch fünf Partien sind zu absolvieren. Das Rückspiel des direkten Duells findet am 31. März in Griechenland statt. Nur der Gruppensieger qualifiziert sich direkt für das Turnier.
Ghanas Nationaltrainer Addo hatte bereits im Transfermarkt-Interview Ende 2024 auch unter anderem über Ansah als möglichen Kandidaten für die Black Stars gesprochen, damals war er noch in Paderborn aktiv. „Dann gibt es natürlich auch Spieler wie Richmond Tachie, Aaron Opoku, Christopher Antwi-Adjei oder Ragnar Ache, die sehr interessant für uns sind. Auch ein Ilyas Ansah vom SC Paderborn, wenngleich ich weiß, dass er bislang für Deutschland spielte“, sagte Addo damals. „Im Moment sind andere Spieler noch vor ihnen, weil sie noch nicht ganz auf deren Level sind, aber in der Zukunft können diese Spieler sicherlich wieder Thema werden.“



