Upamecano verlängert beim FC Bayern – Gehaltsplus, Handgeld, Ausstiegsklausel

Upamecano verlängert beim FC Bayern – Gehaltsplus, Handgeld, Ausstiegsklausel

„Geht immer um Mentalität“ 

Upamecano verlängert beim FC Bayern – Gehaltsplus, Handgeld, Ausstiegsklausel

©IMAGO

Die monatelange Hängepartie um Dayot Upamecano (27) beim FC Bayern ist beendet. Der Innenverteidiger hat einen bis 2030 datierten Vertrag unterschrieben, wie der Klub am Freitag verkündete. Der Franzose nähert sich im Gehalt den Top-Verdienern der Münchner an und lässt sich seine Signatur mit einem Millionenbonus vergolden. Einen frühzeitigen Abgang vom Rekordmeister soll ihm eine Ausstiegsklausel ab 2027 ermöglichen.

„Ein Kader braucht Ankerpunkte: Mit Dayot setzen wir den nächsten“, erklärte Bayerns Sportvorstand Max Eberl. „Oft lautet die Frage nicht, wen man holt – sondern wen man entwickelt: Dayot ist beim FC Bayern zum internationalen Spitzenspieler gereift.“ Upamecano sagte: „Es geht immer um Mentalität im Leben – ich gebe alles für meine Mitspieler, in jedem Training, möchte jedes Spiel zu null spielen und mit dem FC Bayern so viele Titel wie möglich gewinnen.“

Höheres Gehalt, Handgeld, Ausstiegsklausel

Dem Vernehmen nach erhält Upamecano eine Prämie von 20 Millionen Euro für die Vertragsunterschrift. Auf diesen Betrag wird, wie „L’Équipe“ und die „Bild“-Zeitung in zurückliegenden Berichten schrieben, auch das künftige Bruttogehalt des Spielers beziffert.

Als Top-Verdiener in München gelten seit ihren Verlängerungen Manuel Neuer, Harry Kane und Jamal Musiala, die zwischen 21 Mio. und 25 Mio. einstreichen können. Eine Ausstiegsklausel könnte Upamecano ab Sommer 2027 aktivieren – Kostenpunkt: 65 Mio. Euro.

Wie sich Upamecanos Verlängerung beim FC Bayern in die Länge zog

Upamecanos Verlängerung war ein scheinbar nicht enden wollender Prozess. Schon vor einem Jahr galt eine Einigung als gewiss. „Ich hoffe, dass es weitergeht“, sagte der Spieler im Januar 2025 über einen möglichen neuen Bayern-Vertrag, jedoch auch: „Ich habe noch Zeit.“ Spätestens im März letzten Jahres schien sicher: Nicht das Arbeitspapier des Franzosen, sondern die Fragen nach der Zukunft etwa von Thomas Müller oder Eric Dier stehen in München künftig im Fokus.

Damals, im Februar und März 2025, hatten gerade Manuel Neuer, Alphonso Davies, Jamal Musiala und Joshua Kimmich verlängert. Upamecanos Unterschrift wurde längst auch als eine Sache von wenigen Tagen angesehen, bis Zweifel aufkamen, ob er tatsächlich bleibt. „Es gibt nicht viel Besseres, aber es gibt Besseres“, sagte Nationalelf-Kollege Kylian Mbappé im November grinsend über den FC Bayern, als sich der Real-Star Gedanken über den passenden Klub für Upamecano machte. Den Rufen aus Madrid oder auch von PSG konnten die Bayern standhalten – gegen eine stattliche Gebühr.

Hier wird über den FC Bayern diskutiert

„Upa ist jetzt 27 Jahre alt, im goldenen Alter für einen Innenverteidiger. Er will seine Entscheidung sehr bewusst treffen, was er auch machen soll“, hatte Sportvorstand Max Eberl im November letzten Jahres über die Entscheidungsfindung bei Upamecano gesagt, als Details wie Handgeld oder Ausstiegklausel noch als kritische Knackpunkte für eine Einigung galten. Eberl beteuerte: „Upa soll und wird nicht wegen des Geldes bleiben, auch wenn er ein gutes Angebot von uns bekommen hat, sondern wegen unserem generellen Weg und dem Gesamtpaket.“ Gelinge eine Verlängerung, so der Funktionär damals, wäre das der „interne Königstransfer“ der Bayern.

Nun ist die Unterschrift unter den neuen Vertrag gesetzt, jedoch noch einmal mit Drama auf den letzten Metern. Es heißt, die Bayern setzten Upamecano eine Frist bis zum 1. Februar, und weil bis dahin keine Zusage kam, zogen sie ihr Angebot schriftlich zurück. Danach sollen die Bosse umgehend Kontakt zum Verteidiger gesucht haben, der sofort signalisiert habe, dass er doch bleiben möchte. Daraufhin wurde die alte Offerte reaktiviert. Der Grund für die Unstimmigkeiten sei gewesen, dass die Upamecano-Seite den Unterschriftsbonus sofort als Einmalzahlung haben wollte, wohingegen die Münchner den Betrag auf vier Jahre aufteilen wollten.

Upamecanos Marktwert war im Dezember angesichts des regen Interesses und seiner verlässlichen Leistungen um weitere 10 Mio. Euro auf 70 Mio. Euro gestiegen. Damit war er mit Abstand der wertvollste Spieler mit auslaufendem Vertrag weltweit. Ohnehin gibt es nur vier Innenverteidiger im internationalen Fußball, die höher bewertet werden als Upamecano.

Zitat

Da wurden ja wirklich alle seine Forderungen erfüllt. Bezeichnend das er direkt bei Bayern verlängert nachdem Real aussteigt weil ihnen das zu teuer war. Ich wette er hätte bei Real unterschrieben wenn die ihm das gezahlt hätten was er nun bei Bayern bekommt und sowas wird dann noch mit 20 mio Treuebonus belohnt…
Zumindest weiß nun jeder Spieler was nach wie vor an Gehältern bei Bayern drin ist. …

Zitat

FC Bayern: Das sagen Dreesen und Freund über Upamecanos Verlängerung

„Dayot Upamecano ist bei uns zum Topspieler auf höchstem Niveau gereift“, wird Jan-Christian Dreesen, Vorstandsvorsitzender des FC Bayern, in einer Klubmitteilung zitiert. „Dass er seinen Weg beim FC Bayern fortsetzt, freut uns sehr und beweist einmal mehr unseren Stellenwert im internationalen Fußball. Sein klares persönliches Commitment ist ein starkes Signal – für unseren sportlichen Kurs und für das sehr gute Miteinander im Team und im Klub.“

Bayerns Sportdirektor Christoph Freund sagte: „Dayot Upamecano bringt eine richtig starke Kombination aus Tempo, Physis und Antizipation in unser Team. Wie er Fußball spielt, passt perfekt zu unserer Spielidee, und er hat sich beim FC Bayern zu einem absoluten Weltklasse-Verteidiger und Führungsspieler entwickelt. Das Paket, das er verkörpert, ist für unseren Kader ungemein wertvoll. Wir sind froh, dass er bei uns bleibt.“

Weiterlesen

Weitere Nachrichten

Hamburg: Ein Toter nach Streit in Restaurant

Hamburg: Ein Toter nach Streit in Restaurant

Nach einem Streit zwischen mehreren Menschen in einem Restaurant in Hamburg ist ein Beteiligter an seinen Verletzungen gestorben. Zeugen brachten die lebensgefährlich verletzte Person zunächst in ein Krankenhaus, wo sie dann aber ihren Verletzungen erlag, wie die...

mehr lesen