Paul Freier im Interview: Vom polnischen Kind zum Bundesliga-Star
Der ehemalige VfL-Bochum-Profi Paul Freier blickt auf eine bemerkenswerte Karriere zurück – von seinen Anfängen als Flüchtlingskind bis zu seinem Wechsel zu Bayer Leverkusen.
Paul Freier war einer der großen Hoffnungsträger des deutschen Fußballs in den 2000er Jahren. Der Flügelspieler, der als Kind aus Polen nach Deutschland kam, absolvierte über 350 Spiele in Bundesliga und Zweitliga. In einem ausführlichen Interview blickt der heutige Co-Trainer von Rot-Weiss Essen auf die prägende Zeit seiner Karriere zurück.
Beim VfL Bochum entwickelte sich Freier unter Trainer Peter Neururer zum Leistungsträger. Nach einer starken Saison 2001/2002 debütierte er sogar als Zweitliga-Profi für die deutsche Nationalmannschaft – ein seltener Ehre. Doch auf seinem Höhepunkt bremste ihn eine Verletzung aus. Die angestrebte EM 2004 verpasste er, konnte sich aber zur Saison 2004/2005 noch einmal neu erfinden und wechselte für 3,5 Millionen Euro zu Bayer Leverkusen, wo er weitere 148 Spiele absolvierte.
Freier betont heute die Wichtigkeit von Disziplin und Fleiß für seinen Erfolg. Besonders dankbar ist er seinen Mentoren Bernard Dietz und Peter Neururer, die seinen Weg prägten. Mit großer Nostalgie erinnert er sich an die Kameradschaft und die legendäre Ansage Neururers nach Spielen: Ein Bier sei gesünder als Cola – und entsprechend stand regelmäßig eine Kiste Bier in der Kabine.