VW prüft Wolfsburg-Strukturen wegen Sparmaßnahmen
Volkswagen-Chef Oliver Blume kündigt umfassende Überprüfungen beim abstiegsbedrohten VfL Wolfsburg an. Der Konzern streicht deutschlandweit zehntausende Stellen.
Der Volkswagen-Konzern will seine Strukturen massiv verschlanken und dabei auch seinen Bundesliga-Klub VfL Wolfsburg nicht ausnehmen. Vorstandsvorsitzender Oliver Blume kündigte an, die Aufbauorganisation der Niedersachsen nach der laufenden Saison grundlegend zu überprüfen. Diese Maßnahmen seien Teil der bereits angekündigten Sparmaßnahmen des Konzerns, der bis 2030 etwa 50.000 Arbeitsplätze in Deutschland abbauen will.
Der VfL Wolfsburg kämpft derzeit mit massiven sportlichen Problemen. Trotz des fünftteuersten Kaders der Bundesliga steht der einstige Meister direkt über der Abstiegszone und kann nur schwer punkten. Der Volkswagen-Klub reagierte bereits mit personellen Veränderungen: Trainer Daniel Bauer und Sportchef Peter Christiansen wurden entlassen, Dieter Hecking übernahm das Traineramt. Blume beteuert jedoch, dass Wolfsburg langfristig ein Volkswagen-Klub bleiben wird.
Mit der Nationalmannschaftspartnerschaft, die der Konzern ebenfalls sponsert, plant VW laut Blume keine Änderungen. Der Fokus liegt zunächst auf der Rettung des Clubs vor dem Abstieg und der anschließenden strategischen Neuausrichtung.