Everton und Nottingham protestieren gegen Chelsea-Strafe
Zwei Premier-League-Clubs erwägen formale Beschwerden, weil Chelsea nur eine Geldbuße erhielt, während sie selbst Punktabzüge kassieren mussten.
Der FC Chelsea ist bei der Aufarbeitung seiner Transfervergehen mit einer verhältnismäßig milden Strafe davongekommen. Die Premier League belegte den Londoner Club mit einer Geldstrafe von etwa 11 Millionen Euro und einer einjährigen Transfersperre, die für zwei Jahre ausgesetzt wurde. Ein Punktabzug blieb dem Team erspart – ein Umstand, der andere Clubs nun auf den Plan ruft.
Everton und Nottingham Forest planen demnach formale Beschwerden bei der Premier League einzureichen. Beide Clubs hatten in der Vergangenheit wegen Verstößen gegen Finanzregeln mit deutlich härteren Sanktionen rechnen müssen. Nottingham verlor im März vier Punkte, Everton sogar acht Punkte in einer Saison. Die Clubs argumentieren, dass die unterschiedliche Behandlung nicht gerechtfertigt ist, zumal Chelsea die Geldbuße problemlos verkraften kann.
Der Grund für Chelseas mildere Strafe: Der Club selbst hatte seine Vergehen von 2010 bis 2018 gemeldet. Dabei ging es um verdeckte Zahlungen an Spielervermittler in Millionenhöhe. Everton-Trainer David Moyes wirft der Premier League vor, die Strafe sei unverhältnismäßig und fragte provokativ, ob ein Millionenbußgeld nicht einfach durch höhere TV-Einnahmen wettgemacht werde.