Chelsea entgeht Transfersperre – Millionen-Strafe statt Spielerverbot
Der FC Chelsea hätte eigentlich mit einer Transfersperre rechnen müssen. Wegen verdeckter Zahlungen an Agenten zwischen 2010 und 2018 kam es aber zu einem Deal: Der Klub zahlt über elf Millionen Euro und darf trotzdem Spieler verpflichten.
Der FC Chelsea ist einem großen Strafmaß entgangen. Die Premier League hätte dem Londoner Klub ein Registrierungsverbot für neue Spieler auferlegen können, setzte die Strafe nun aber zur Bewährung aus. Grund ist das Schuldgeständnis der Blues, die selbst ihre Regelverstöße offenlegten, die unter der Ära von Besitzer Roman Abramovich stattgefunden hatten.
Es geht um verdeckte Zahlungen über mehr als 47 Millionen Pfund an nicht registrierte Vermittler für Spielertransfers. Chelsea nutzte dafür Konten von Drittparteien auf den Britischen Jungferninseln. Dabei waren auch bekannte Namen wie Eden Hazard, André Schürrle, David Luiz und Nemanja Matic. Besonders bei deren Transfers flossen erhebliche Summen an unregistrierte Agenten, ohne dass dies in den Büchern des Klubs sichtbar war.
Als Strafe muss Chelsea über elf Millionen Euro zahlen und darf neun Monate lang keine Nachwuchsspieler verpflichten. Eine Transfersperre für die erste Mannschaft wurde ausgesetzt – Chelsea macht sich damit aber strafbar, sollte ein ähnliches Vergehen innerhalb von zwei Jahren vorkommen. Zusätzlich muss sich der Klub noch einer Anhörung des englischen Verbands FA stellen, der 74 Anklagepunkte erhoben hat.