48 Teams, 48 Profis

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Der Countdown zur Weltmeisterschaft 2026 läuft: 48 Nationen kämpfen ab kommendem Donnerstag, 11. Juni, um die begehrteste Trophäe des internationalen Fußballs. Wir haben die globale Expertise unserer Transfermarkt-Mitarbeiter von fünf Kontinenten gebündelt und präsentieren im Vorfeld des Turniers je einen Spieler jedes Teams, den man in den kommenden knapp sechs Wochen auf dem Zettel haben muss: Von potenziellen Rising Stars, über mögliche Überraschungen bis hin zu erfolgshungrigen Routiniers – weiter geht’s mit Gruppe F, bestehend aus den Niederlanden, Japan, Tunesien und Schweden.
WM 2026: 48 Teams, 48 Spieler
- Gruppe A: Das Mexiko-Juwel, das Real, City und Arsenal elektrisiert
- Gruppe B: Ein Star am Scheideweg und drei Hoffnungsträger im Fokus
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Gruppe C: Schottlands Ass im Ärmel und Vinicius‘ Chance auf Wandel
- Gruppe D: Paraguays Säule und ein Gamechanger der Socceroos
- Gruppe E: Curaçaos Kreativkopf und Ecuadors Herzstück
Donyell Malen: Ein Kandidat für die Torjägerkrone?
Owen van Leeuwen, Redakteur Niederlande bei Transfermarkt: Seit Donyell Malen zur AS Rom gewechselt ist, hat er in nur 18 Spielen 14 Tore erzielt und zwei Vorlagen gegeben – er befindet sich in der Form seines Lebens, nachdem es ihm in der Premier League bei Aston Villa schwergefallen war, sich dauerhaft einen Platz zu sichern. Bei der Roma kam er vor allem als Stürmer zum Einsatz; die Frage ist, ob er auch in der niederländischen Nationalmannschaft als Stürmer spielen wird. Koeman setzt Malen häufig als Flügelspieler ein, doch dort kann er meist nicht überzeugen.
Bekommt Malen nun eine Chance als Stürmer oder setzt Koeman auf seinen bewährten Angreifer Memphis Depay? Ich denke, es sollte Ersteres sein. Sollte Malen die Gelegenheit als Stürmer bekommen, glaube ich, dass er definitiv ein Kandidat für die Torjägerkrone bei der Weltmeisterschaft sein kann – und eine Schlüsselrolle für die Niederlande spielen könnte, wenn es darum geht, im Turnier weit zu kommen.
Daichi Kamada: Japans Stabilisator
Takako Maruga, Area Manager Japan bei Transfermarkt: In der japanischen Nationalmannschaft, in der viele wichtige Spieler verletzungsbedingt fehlen – etwa Kaoru Mitoma und Takumi Minamino – oder nicht nominiert wurden, wie Hidemasa Morita von Sporting, könnte die Rolle von Daichi Kamada von Crystal Palace in diesem Sommer noch wichtiger werden. Er dürfte im Mittelfeld anstelle von Wataru Endo gemeinsam mit Kaishu Sano beginnen. Kamada, der die Conference League gewonnen hat, spielte eine herausragende Saison in South London.
Manchmal spielt er als Achter, doch als defensiver Mittelfeldspieler ist er meiner Meinung nach am stärksten. Er kann die Verbindung zwischen Angriff und Defensive herstellen und die entscheidenden Pässe in die vorderste Linie spielen. Seine Ruhe und Abgeklärtheit geben dem Team echte Stabilität. Zudem hilft sein Selbstvertrauen, das er sich durch viele Erfahrungen auf hohem Niveau erarbeitet hat, der japanischen Nationalmannschaft enorm.
Viktor Gyökeres: Schwedens Fixpunkt in der Offensive
Joel Clae, Datenscout Schweden bei Transfermarkt: Viktor Gyökeres hat das Potenzial, die Zuschauer bei der Weltmeisterschaft in diesem Sommer im Trikot der schwedischen Nationalmannschaft zu begeistern; seine Fähigkeiten gehen weit über das Toreschießen hinaus. Der 27-Jährige bringt Stärke, Tempo, Pressingqualitäten und die Fähigkeit mit, sich eigenständig Chancen zu erarbeiten. Inzwischen ist er Premier-League-Meister und kommt in seiner ersten Saison bei Arsenal auf sehr ordentliche 21 Tore.
Gyökeres passt hervorragend zur schwedischen Spielweise, die typischerweise von direktem, laufintensivem Fußball und schnellen Kontern geprägt ist. Dieser Ansatz liegt Gyökeres, weil er Bälle festmachen, Läufe hinter die Abwehr starten und mit Energie und Hartnäckigkeit das Pressing einleiten kann. Seine Gefahr liegt darin, aus wenigen Chancen große Wirkung zu erzielen. Im Turnierfußball, in dem Spiele oft hart umkämpft sind, ist das extrem wertvoll. Er könnte sich zum Fixpunkt entwickeln, um den Schweden seine gesamte Offensivstrategie herum aufbaut.
Hannibal: Tunesiens Anführer
Yazjel, Datenscout Tunesien bei Transfermarkt: Hannibal wirkt in der tunesischen Nationalmannschaft stärker als im Klubfußball. Ich glaube, das liegt daran, dass ihm dort mehr Vertrauen entgegengebracht wird und er vom Trainerteam klare Verantwortlichkeiten erhält. In der Nationalmannschaft ist seine Rolle klarer definiert und zugleich flexibler als im Verein, wodurch er seine Kreativität besser entfalten kann. Auch seine natürliche Führungsstärke wird durch die besondere Motivation verstärkt, wenn er das Trikot der tunesischen Nationalmannschaft trägt.
Hannibal kann Tunesien in diesem Sommer dank der genannten Qualitäten sowie seiner Fähigkeit, in K.-o.-Spielen Rhythmus und Tempo vorzugeben, auf ein neues Niveau heben. Natürlich kann er das aber nicht allein schaffen. Damit Tunesien die Gruppenphase übersteht, braucht er ein starkes Turnier – und eine geschlossene Mannschaft an seiner Seite.
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