WM-Quali: Deutschland braucht gegen Luxemburg Torgefühl
Nach dem Fehlstart in der Qualifikation kommt es für die deutsche Nationalmannschaft im Spiel gegen Luxemburg auf die Tordifferenz an. Das FIFA-Regelwerk könnte zum entscheidenden Faktor werden.
Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft trifft am Freitag in Sinsheim auf Luxemburg. Während ein Sieg gegen den Tabellenführer der Gruppe A eigentlich Pflicht sein sollte, gewinnt das Spiel durch die aktuelle Situation eine besondere Bedeutung: Jedes erzielte Tor könnte am Ende über die WM-Teilnahme entscheiden.
Grund dafür ist ein Unterschied in den Regelwerken. Die FIFA bewertet bei Punktgleichheit die Tordifferenz höher als den direkten Vergleich zwischen zwei Teams – anders als die UEFA bei ihren Turnieren. Das bedeutet für Deutschland: Gegen die Slowakei, die aktuell mit drei Punkten Vorsprung führt, könnte ein später Sieg um ein Tor reichen, sofern die Gesamtbilanz stimmt. Umgekehrt wäre ein hoher Sieg wertlos, wenn die Slowaken eine bessere Gesamttordifferenz haben. Das Luxemburg-Spiel wird damit zur Chance, Boden gutzumachen.
Nationalspieler Nadiem Amiri warnt aber vor Überconfidence. "Alle erwarten von uns, dass wir jeden Gegner 5:0 besiegen. Das geht nicht mehr", sagte der Offensivspieler. Für sein Team gelte: "Für uns ist einfach wichtig zu gewinnen. Wir brauchen Sieg nach Sieg."