„Kennt Klub seit Jahren sehr gut“

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Dieser Artikel erschien erstmals am 17. Februar um 19:01 Uhr und wurde nach der Bekanntgabe des neuen Trainers aktualisiert.
Nach gut einem Jahr ist die Zeit von Thomas Letsch bei Red Bull Salzburg zu Ende. Am Dienstag verkündete der Klub die Trennung vom früheren Bochumer, obwohl die Bullen in der Bundesliga die Tabelle anführen. Der Vorsprung auf Verfolger LASK bemisst sich nach zwei sieglosen Partien zum Start ins neue Jahr aber nur noch in Toren. Nach Punkten haben die Linzer gleichgezogen. Zudem rückt Austria Wien den Salzburgern auf die Pelle (zur Tabelle). In der Europa League konnte Letsch sein Team darüber hinaus nicht halten. Als Nachfolger stellten die Salzburger am Mittwoch Daniel Beichler vor.
Der 37-Jährige, der bis zuletzt Trainer des Kooperationsklubs FC Liefering war, erhält einen Vertrag bis zum 30. Juni 2028. „Daniel Beichler kennt unseren Klub seit Jahren sehr gut und damit einhergehend auch unsere Spiel- und Ausbildungsphilosophie. So hat er mit Jannik Schuster, Tim Trummer oder Joane Gadou bereits etliche Spieler trainiert, die mittlerweile im Kader bei uns stehen. Daniel verfügt über eine klare Idee, wie er spielen und was er von seiner Mannschaft sehen möchte. Nicht ohne Grund hatten ihn auch andere Klubs in der jüngeren Vergangenheit im Blick. Er erhält die volle Unterstützung, notwendige Änderungen anzuschieben, um unsere Mannschaft weiterzuentwickeln und die kommenden Herausforderungen erfolgreich zu meistern“, sagte Sportchef Marcus Mann.
Zuvor hatte Mann, der erst zum Jahreswechsel aus Hannover nach Salzburg gekommen war, zur Trennung von Letsch erklärt: „In den ersten sechs Wochen meiner Tätigkeit habe ich mir einen umfassenden Überblick über die sportlichen Leistungen sowie die Entwicklungen der vergangenen zwölf Monate verschafft. Nach sorgfältiger Analyse bin ich zu dem Ergebnis gekommen, dass für den FC Red Bull Salzburg neue Impulse erforderlich sind. Wir danken Thomas Letsch für seine engagierte Arbeit und seinen Einsatz für unseren Klub und wünschen ihm alles Gute.“
Letsch hatte seit Anfang des letzten Jahres in 56 Pflichtspielen der Salzburger verantwortlich gezeichnet. Nicht einmal die Hälfte dieser Partien (25) konnte der frühere Serienmeister unter dem gebürtigen Schwaben gewinnen. Bei 19 Niederlagen und zwölf Remis ergibt sich ein Punkteschnitt von 1,55 – der schwächste aller Salzburger Trainer seit der Übernahme durch den Red-Bull-Konzern vor gut 20 Jahren.
„Ich bedanke mich für eine intensive Zeit beim FC Red Bull Salzburg, die nun leider zu Ende geht“, bekundete Letsch. Salzburg war seine neunte Station als Cheftrainer im Herrenbereich. In Österreich hatte Letsch auch schon bei Austria Wien sowie im Salzburger Nachwuchs gewirkt. Seine längste Zeit als Chefcoach eines Teams erlebte er von 2020 bis 2022 bei Vitesse Arnheim. In Deutschland hatte er sich zuvor kurzzeitig beim FC Erzgebirge Aue versucht, von 2022 bis 2024 stand er zudem in Bochum unter Vertrag.
Über sein Aus in Salzburg sagte Letsch weiter: „Wir sind in einer schwierigen Situation zum Klub gekommen und auch wenn nicht alles optimal gelaufen ist, übergeben wir eine intakte Mannschaft mit der großen Chance, beide nationalen Titel zu gewinnen. Dafür wünsche ich dem Team sowie dem Klub viel Glück und alles Gute!“ Mit ihm ist auch Co-Trainer Kai Hesse von seinen Aufgaben in Salzburg entbunden worden.



