Volunteers tragen unsere Fahne: Deutsches Team boykottiert Skandal-Eröffnung
Im römischen Amphitheater in Verona wird die Eröffnungsfeier der Paralympics abgehalten, nur ohne deutsche Sportler
Endlich geht es los. Zum ersten Mal nach 20 Jahren finden die Winterspiele der Paralympics wieder in Europa statt. Vom 6. bis 15. März gehören Mailand, Cortina, Tesero und Verona zu den Austragungsorten der 14. Winter-Paralympics.
Brisant: Russland kehrt zurück auf die Weltbühne. Das Internationale Paralympische Komitee (IPC) entschied im Vorfeld der Spiele, dass Sportler aus Russland und Belarus über Wildcards starten dürfen. Im Gegensatz zu den Olympischen Spielen dürfen die Sportler sogar unter ihrer eigenen Flagge starten. Deutschland zog wie andere Nationen Konsequenzen und boykottiert die Eröffnung.
Die Eröffnungsfeier der Paralympics im Live-Ticker!
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Buona notte, Verona! Lasset die Spiele beginnen…
Mit dem Italien-Klassiker „Volare“ von Domenico Modugno geht die bunte und (phasenweise) sehr kurzweilige Eröffnungszeremonie im römischen Amphitheater zu Verona zu Ende.
Die italienischen Veranstalter haben unabhängig von allen politischen Streitereien (Stichwort: Russland) und in Abwesenheit vieler Para-Sportler einen würdigen Start in diese Paralympics gezaubert. Jetzt stehen hoffentlich neun Tage lang nur der Sport und fantastische Athleten im Mittelpunkt.
Wir freuen uns auf großen Sport von Menschen mit unfassbaren Lebensgeschichten.
Danke für Ihre Aufmerksamkeit! Buona notte und gute Nacht aus Italien!
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Michaela Benthaus mit toller Para-Botschaft
Am Ende der Eröffnungszeremonie steht die deutsche Michaela Benthaus (34) im Mittelpunkt.
Benthaus ist Luft- und Raumfahrt-Ingenieurin bei der Europäischen Weltraumorganisation (ESA) und spezialisiert auf Atmosphärenwissenschaften und Radiookkultation zur Erforschung des Marsklimas. Nach einer Rückenmarksverletzung im Jahr 2018 verfolgte sie eigenständig bemannte Raumfahrtprojekte und nahm 2022 an einer parabolischen Forschungsmission teil. Im Jahr 2025 erreichte sie als erste (!) Rollstuhlfahrerin den Weltraum im Rahmen eines suborbitalen Fluges und trug so zur Inklusion in der Weltraumforschung bei.
Und genau diese Inklusions-Botschaft hat sie den Zuschauern und Athleten toll herübergebracht. Eine bemerkenswerte und mutmachende Botschaft.
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Die paralympische Flamme ist in Verona angekommen
Die vielleicht berühmteste Parasportlerin der Welt, die Fechterin Beatrice Maria Adelaide Marzia „Bebe“ Vio (29) bringt die paralympische Flamme. Eine tolle Wahl, die Italienerin als Botschafterin für die Winter-Paralympics hier einlaufen zu lassen. Die Flamme wird nur virtuell hier entzündet und wird dann zeitgleich in Mailand und Cortina entzündet
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Die IPC-Flagge wird in die Arena gebracht
Getragen wird die Flagge von den paralympischen Italien-Stars Silvia Parente, Enzo Masiello , Dorothea Agetle, Angelo Zanotti, Christian Lanthaler und Joseph Erlacher.
Übrigens wird heute auch Geburtstag gefeiert: 50 Jahre Winter-Paralympics!
Die erste Winterausgabe fand in Örnsköldsvik, Schweden, statt. 198 Athleten aus 16 Ländern traten damals im alpinen Skisport und im nordischen Skisport an. Seitdem ist die Veranstaltung stetig gewachsen und wird seit den 1990er-Jahren in Verbindung mit den Olympischen Winterspielen ausgetragen, wobei sich die Austragungsorte und die Infrastruktur teilen.
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Natürlich dürfen auch Romeo und Julia heute nicht fehlen
Verona ist weltweit als „Stadt der Liebe“ bekannt, eine Anspielung auf die tragische Liebesgeschichte von Romeo und Julia, wie sie Shakespeare erzählt. Das Recht auf Liebe in all ihren Formen und Ausdrucksweisen ist das zentrale Thema des folgenden Aktes, der durch ein eigens dafür geschaffenes Werk des großen italienischen Künstlers Emilio Isgrò eingeleitet wird. Es soll zeigen, wie nur die Liebe Unterschiede überwinden und Konflikte in eine Umarmung verwandeln kann. Eine tolle Darbietung!!!
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Auch Giorgia Meloni unter den Zuschauern
Bei der Eröffnung der Paralympics darf auch die italienische Ministerpräsidentin von Italien, Giorgia Meloni, nicht fehlen. Gleich in ihrer Nähe sitzt auch IOC-Präsidentin Kirsty Coventry (42).
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ENDLICH! Sergio Mattarella eröffnet die 14. Paralympics
Auf diesen Augenblick haben alle Athleten gewartet. Der Präsident der Italienischen Republik, Sergio Mattarella, eröffnet feierlich die 14. Paralympischen Spiele in Mailand/Cortina.
Zumindest dieser Augenblick war groß und sorgte auch bei uns für Gänsehaut und vor allem für Vorfreude auf neun tolle Wettkampftage von einzigartigen Sportlern mit unfassbar beeindruckenden Lebensgeschichten.
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Parsons: „Wir begrüßen hier neue Sporthelden!“
Der IPC-Boss: „In dieser antiken Arena begrüßen wir heute neue Sporthelden. Ihr Athleten zeigt uns, dass Einschränkungen eine Illusion sind. Ihr inspiriert die folgenden Generationen. Euer Handeln wird das Schicksal vieler Menschen beeinflussen.“
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Parsons war „überrascht“, dass Russland-Thema so hochkochte.
Der IPC-Präsident („Paralympics sind das transformativste Sportereignis der Welt!“) erklärte im Vorfeld, dass er von der Wucht der aktuellen Kritik „überrascht“ sei, weil diese Entscheidung vor vier bis fünf Monaten getroffen wurde. Ich habe dies in vielen Interviews erklärt. Insofern war es tatsächlich eine Überraschung, dass das Thema wieder hochgekocht ist.“ Deshalb wolle er noch einmal betonen, „dass das IPC eine demokratische, globale Organisation ist, deren Entscheidungen über die Suspendierung von Mitgliedern von ihren Mitgliedern getroffen werden. Wir können nicht je nach Ergebnis der Entscheidungen der Generalversammlung auswählen, wann wir demokratisch sein wollen und wann nicht“, erklärte Parsons.
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Nun hat IPC-Boss Andrew Parsons das Wort….
Der nicht unumstrittene Andrew Parsons aus Brasilien ist seit 2017 Präsident des Internationalen Paralympischen Komitees (IPC) und absolviert seine dritte und letzte Amtszeit. Er stärkte die Beziehungen zum IOC durch eine Partnerschaft bis 2032 und führte die Bewegung durch die Pandemie, wobei er vier erfolgreiche Spiele ausrichtete, darunter die rekordverdächtigen Paralympischen Spiele von Paris 2024.
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