Champions League: FC Bayern & Atlético schenken Atalanta & Tottenham 11 Tore ein

Champions League: FC Bayern & Atlético schenken Atalanta & Tottenham 11 Tore ein

Champions-League-Gala ohne Kane  

Champions League: FC Bayern & Atlético schenken Atalanta & Tottenham 11 Tore ein

©IMAGO

Michael Olise hat den FC Bayern in der Champions League zu einem mitreißenden Torfest geführt – und zu 99,9 Prozent auch schon ins Viertelfinale. Angetrieben von Doppeltorschütze Olise und dem bis zu seiner Auswechslung zur Pause ebenfalls herausragenden Serge Gnabry ließen die Münchner Dortmund-Schreck Atalanta Bergamo beim 6:1 (3:0) im Achtelfinal-Hinspiel nicht den Hauch einer Chance.

Vor rund 25.000 Zuschauern überrollten sie mit den Treffern von Josip Stanisic (12. Minute), Olise (22.) und Gnabry (25.) den Tabellensiebten der Serie A schon in der ersten Spielhälfte. Nicolas Jackson (52.), erneut Olise (64.) und Jamal Musiala (67.) schraubten das Ergebnis im zweiten Durchgang in die Höhe. In der Nachspielzeit traf Atalanta dann noch durch Mario Pašalić.

Torjäger Harry Kane wurde nach seiner Wadenprellung nicht mal als Joker gebraucht. Bitter waren jedoch eine erneute Verletzung von Außenverteidiger Alphonso Davies und ganz zum Schluss auch Jonas Urbig. Zudem musste Musiala angeschlagen runter. Im Rückspiel am kommenden Mittwoch in der Allianz Arena kann auch ohne die dann gelb-gesperrten Joshua Kimmich und Olise für die Münchner wohl nichts mehr schiefgehen. Beide Leistungsträger wären beim Viertelfinal-Kracher gegen Real Madrid oder Manchester City wieder dabei.

Kane kein Bayern-Starter – das war die Top-News eine gute Stunde vor dem Anpfiff. Trainer Vincent Kompany lieferte die Begründung. „Harry hat einmal trainiert“, sagte der Belgier bei „Amazon Prime“ über den Münchner Top-Angreifer nach einer schmerzhaften Wadenprellung.

Ein Einsatz von Anfang an wäre „zu früh“ gekommen, erklärte Kompany. Und Sportvorstand Max Eberl ergänzte: „Im Notfall könnte er.“ Doch erstens war es erst das Hinspiel. Und in dem trat ein Notfall nicht ein – im Gegenteil. Statt Kane durfte wie beim 4:1 im Bundesliga-Klassiker gegen Borussia Mönchengladbach erneut Jackson als Mittelstürmer auflaufen. Der Mann des Spiels war aber ein anderer: Olise. Der Franzose war ebenso wie die gesamte Bayern-Elf sofort „on fire“.

Ein schnell ausgeführte Eckball von Olise auf Gnabry ermöglichte Stanisic sein erstes Königsklassen-Tor gegen eine übertölpelte Atalanta-Abwehr. Olise erhöhte selbst mit einem typischen Lauf nach innen und Schuss in die lange Ecke. Und beim 3:0 legte der Flügelstürmer nach einem langen Ball von Torwart Urbig den Ball wunderbar in den Lauf von Gnabry, der cool vollendete. Nach der Pause traf Olise dann nochmals im Stil von Arjen Robben zum 5:0.

„Die Anspannung“, die Sportvorstand Eberl vor dem Anpfiff verspürt hatte, war schon nach furiosen 25 Spielminuten weg. Zumal weitere Treffer durch Jackson und Gnabry, der das Lattenkreuz traf, möglich waren.

Der Plan von Atalanta-Coach Raffaele Palladino, die Bayern mit einer mutigen Aufstellung mit ungewohnter Viererkette und zwei Stürmern zu überraschen, erwies sich als Eigentor. Kompanys Team entzog sich dem „Vollpressing“ der Italiener mit großer Laufbereitschaft, Ballfertigkeit und taktischer Reife. Die Gastgeber kamen – anders als beim entscheidenden 4:1-Heimsieg gegen Dortmund im Playoff-Rückspiel – nie auf Touren. Die Bayern dominierten sie.

Nach sieben Siegen in der Ligaphase traten die Münchner Triple-Jäger auch zum Start in die K.o.-Phase der Königsklasse im Stile eines Titelanwärters auf. Und das immerhin ohne zwei Leistungsträger und Führungsspieler wie Kane und Manuel Neuer.

Für den erneut an der Wade verletzten Kapitän stand Youngster Urbig im Tor. Der 22-Jährige machte seine Sache in seinem sechsten Champions-League-Spiel wieder tadellos. Einen Schuss von Nikola Krstovic parierte er sicher (26.).

Die komfortable Halbzeit-Führung ermöglichte es Kompany, Musiala und Davies einzuwechseln. Und die Bayern machten weiter: Jackson erhöhte nach einem Konter auf 4:0. Olise und der später ebenfalls humpelnde Musiala legten nach. Dayot Upamecano traf den Pfosten.

Champions-League-Achtelfinale: Atlético überrollt Krisenklub Tottenham

Neben dem FC Bayern hatte auch Atletico Madrid überhaupt keine Mühe mit seinem Gegner. Über den in Abstiegsnot geratenen Premier-League-Klub Tottenham Hotspur rollten die Spanier mit 5:2 hinweg. Nach Toren von Marcos Llorente (6.), Antoine Griezmann (14.), Julián Alvarez (15.) und Robin Le Normand (22.) lag Atlético nach 22 Minuten bereits mit 4:0 vorn. Alvarez (55.) legte in der zweiten Hälfte nach, für Tottenham trafen Pedro Porro (26.) und Dominic Solanke (76.). Der patzende Spurs-Keeper Antonín Kinský wurde bei seinem Champions-League-Debüt schon nach 17 Minuten ausgewechselt.

FC Barcelona holt spätes Remis bei Newcastle United

Newcastle United und der FC Barcelona trennten sich 1:1 (0:0). Das Team aus der Premier League hatte mehr Torchancen und ging in der 86. Minute durch Harvey Barnes in Führung. In der Nachspielzeit kassierte Newcastle durch einen von Lamine Yamal (90.+6) verwandelten Foulelfmeter aber noch den Ausgleich. Nationalspieler Nick Woltemade wurde bei Newcastle nicht eingesetzt, DFB-Teamkollege Malick Thiaw stand in der Anfangself.

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