VfL hat zweitwertvollsten Kader

©IMAGO
Während der VfL Bochum unter Trainer Uwe Rösler sportlich in die Erfolgsspur zurückgefunden und sich ins Tabellenmittelfeld vorgearbeitet hat, schiebt sich der Bundesliga-Absteiger im Marktwert-Ranking der 2. Liga in Richtung Spitze. Nach dem Zwischen-Update im Unterhaus steht der Revierklub nun auf Platz zwei vor den Aufstiegsaspiranten Hannover 96 und Schalke 04. Vor allem die Ausrichtung, vermehrt auf junge Talente und Eigengewächse zu setzen, zahlt sich aus. Paradebeispiele sind Francis Onyeka (18) und Cajetan Lenz (19).
Um 5,3 Millionen Euro legt der VfL Bochum beim Kaderwert zu, nur der 1. FC Nürnberg steht mit 5,6 Millionen Euro noch etwas besser da. Den größten Anteil daran hat Leverkusens Leihgabe Onyeka, dessen Marktwert von 6 Mio. auf 10 Mio. Euro springt. Das Offensivtalent avanciert damit zum wertvollsten Spieler in der Vereinsgeschichte neben Armel Bella-Kotchap (24), der den Wert im Juni 2022 kurz vor seinem Wechsel zu Southampton erreichte. Unter den wertvollsten deutschen U19-Talenten liegt Onyeka auf Rang vier. In 22 Zweitliga-Einsätzen steuerte er acht Tore und eine Vorlage bei, als Elfmeterschütze übernimmt er in jungen Jahren schon große Verantwortung.

„Die Entwicklung von Francis Onyeka beim VfL verfolgen wir hocherfreut, schließlich hat sich dort manifestiert, was sich alle Seiten von der Leihe versprochen haben: Ein Top-Talent kann sich auf hohem Niveau durch viel Spielzeit entwickeln, hilft uns sportlich und gibt Rückmeldung an den abgebenden Verein, in diesem Fall Bayer Leverkusen, dass der VfL eine hervorragende Adresse für Top-Talente ist“, sagt Direktor Lizenzfußball Simon Zoller auf Transfermarkt-Nachfrage. Auch Farid Alfa-Ruprecht (19, Leverkusen), Kjell Wätjen (20, BVB), Leandro Morgalla (21, Salzburg) und Callum Marshall (21, West Ham) können sich als Leihgaben in Bochum mehr in den Vordergrund spielen – aber nicht nur.
VfL Bochum beweist sich als hervorragende Adresse für Top-Talente
Der VfL setzt auf das eigene Talentwerk, hat hinter Hertha BSC die zweitmeisten Eigengewächse im Kader. Die Berliner sind es auch, die dank Ausnahmetalent Kennet Eichhorn (16) im Kaderwert-Ranking mit 62,6 Mio. fast 15 Mio. Euro vor dem Revierklub (48 Mio. Euro) liegen. Neben Onyeka gehört der gebürtige Bochumer Lenz (+2 Mio. Euro) ebenfalls zur Top-10 der größten Gewinner des Zwischen-Updates. Mittelfeldkollege Mats Pannewig (21; +500.000 Euro) legt ebenfalls erneut zu. Auch Abwehrtalent Kacper Koscierski (18) hat in dieser Spielzeit schon ein ordentliches Plus verzeichnet. Seit Saisonbeginn ist der Kaderwert Bochums um 42 Prozent angestiegen.

„Wir sind aktuell der Verein in der 2. Bundesliga, der seinen Talenten, unabhängig davon, ob geliehen oder selbst hervorgebracht, die meiste Einsatzzeit gewährt. Bis dato haben wir sie in dieser Saison in über 10.000 Spielminuten im Pflichtspieleinsatz erlebt, weit vor anderen Zweitliga-Klubs wie Paderborn und Nürnberg“, unterstreicht Zoller. „Wir zeigen anhand der Beispiele Francis Onyeka, Farid Alfa-Ruprecht, Leandro Morgalla, Kjell Wätjen und Callum Marshall, die allesamt geliehen sind, sowie der Eigengewächse Cajetan Lenz, Mats Pannewig und Kacper Koscierski, dass es sich lohnt, die ersten Karriereschritte im Profibereich in Bochum zu absolvieren. Wir fördern und fordern diese Talente nachhaltig.“

Nach dem durchwachsenen Saisonstart zahlen es diese mit ihren Leistungen zurück – und mit ihren wachsenden Marktwerten. „Francis Onyeka zeigt konstante Leistungen in einer schwierigen Saison für den VfL. Bayer Leverkusen wird sich darüber sehr freuen und überlegen, ob er nächste Saison noch einmal verliehen wird oder einen Kaderplatz bei der Werkself erhält“, sagt Marktwert-Admin Benjamin Buchloh („Bombatov“). Onyeka und Lenz stehen „sinnbildlich für das enorme Potenzial, das mittlerweile in der 2. Liga steckt.“ Und das spiegelt sich auch in höheren Ablösen wider. Eigengewächs Lenz dürfte diese im kommenden Sommer einspielen. Neben Eintracht Frankfurt sollen sich auch RB Leipzig und Onyekas Stammklub Bayer Leverkusen um ihn bemühen.
So funktionieren die Transfermarkt-Marktwerte
Die Transfermarkt-Marktwerte entstehen unter Berücksichtigung verschiedener Preisfindungsmodelle sowie einem starken Einbezug der Transfermarkt-Community, die sich in detaillierten Diskussionen mit den Werten auseinandersetzt. Die Transfermarkt-Marktwerte sind nicht pauschal mit den tatsächlich gezahlten Ablösesummen gleichzusetzen.
Das Ziel ist nicht, einen Preis vorherzusagen, sondern einen Erwartungswert. Bei der Erhebung des Marktwertes sind in einem gewissen Maß sowohl individuelle Transfermodalitäten als auch situative Rahmenbedingungen relevant. Beispiele dazu werden hier aufgeführt. Transfermarkt verwendet keinen Algorithmus (zur ausführlichen Marktwertdefinition).



