Live-Ticker: Wal erneut in der Ostsee gestrandet
Der Wal sitzt wieder fest. Diesmal in der Wismarer Bucht
Travemünde (Schleswig-Holstein) – Der Buckelwal sitzt wieder fest! Der Meeressäuger hatte sich in der Nacht zu Freitag zunächst von der Sandbank in der Lübecker Bucht befreien können. Polizei und Umweltschützer versuchten dann, ihn durch die Ostsee in die Nordsee zu leiten. Das misslang.
Das Tier irrte zwischen Boltenhagen (Mecklenburg-Vorpommern) und Travemünde (Schleswig-Holstein) in Ufernähe hin und her. Am Freitagabend zogen sich die Retter zurück. Am Samstag wurde der Wal in der Wismarer Bucht gesehen. Dort lief er gegen 13.30 Uhr erneut auf Grund.
Lesen Sie die Wal-Rettung im Live-Ticker.
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Wal wird untersucht
Daniela von Schaper, Meeresexpertin bei Greenpeace, gibt eine erste Einschätzung über den Zustand des Buckelwals: „Unsere Experten sind auf Booten am Wal. Wir können bestätigen, dass er gestrandet ist. Er atmet.“ Ob das Tier bei seiner erneuten Strandung Verletzungen erlitten hat, muss nun geklärt werden.
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Lehmann: War das „wahrscheinlichste Szenario“
Meeresbiologe Robert Marc Lehmann (43) hat sich zu Wort gemeldet. „Der Wal ist erneut gestrandet“, schreibt er in seiner Instagram-Story. Und weiter: „Das hielt ich von Anfang an für das wahrscheinlichste Szenario.“ Als Taucher hatte Robert Marc Lehmann am Timmendorfer Strand das Vertrauen des Wals erlangen können, ihn behutsam am Kopf in Richtung Rinne gedrückt, durch die er sich letztlich hatte befreien können.
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Auf dieser Sandbank sitzt der Wal fest
Der Buckelwal ist tief in die Wismarer Bucht hineingeschwommen. Derzeit sind das Polizeiboot „Uecker“ und Greenpeace in seiner Nähe. Die Sandbank, auf die der Wal nun geschwommen ist, liegt ca. einen Kilometer vor der Seebrücke Bad Wendorf entfernt. In unmittelbarer Nähe befindet sich das Oberfeuer Walfisch. Dabei handelt es sich um eine Plattform, die früher als Richtfeuer diente.
Auf dieser Sandbank hat sich der Wal festgeschwommen. Halblinks darüber im Foto ist die unbewohnte Insel Walfisch zu sehen
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Polizei und Experten steuern in die Bucht
Die Meeresbiologen Helena Eicher und Dr. Joseph Schnitzler sind jetzt mit dem Polizeiboot „Uecker“ in die Wismarer Bucht aufgebrochen, um den Buckelwal zu suchen.
Die „Uecker“ mit den Meeresbiologen an Bord beim Verlassen des Hafens
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Meeresbiologen checken auf Polizeiboot ein
Irrt der Wal durch die Wismarer Bucht? Das Institut für terrestrische und aquatische Wildtierforschung versucht jetzt, Hinweise auf die Sichtungen zu verifizieren. Die Meeresbiologen Helena Eicher und Dr. Joseph Schnitzler haben gerade auf dem Polizeiboot „Uecker“ eingecheckt.
Die Meeresbiologen Dr. Joseph Schnitzler und Helena Eicher am Hafen in Boltenhagen
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Wal-Sichtung direkt neben der Insel Walfisch
Das Deutsche Meeresmuseum in Stralsund bestätigte der dpa jetzt auch die Hinweise auf Wal-Sichtungen in der Wismarer Bucht. Demnach werden auch Meldungen zu Sichtungen nahe der Insel Walfisch überprüft. Die unbewohnte Insel liegt mitten in der Wismarer Bucht. Experten des Meeresmuseums wollen an Bord des Polizeibootes „Uecker“ gehen, das den Wal seit dem Morgen sucht.
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Wal am südlichsten Punkt der Ostsee?
Die beiden Hinweise auf Walsichtungen kamen von einer Bootsbesatzung und einem Zeugen an Land. Beide wollen den Wal in der Wismaerer Bucht gesehen haben. Die Bucht ist der südlichste Teil der Ostsee überhaupt. An keiner anderen Stelle ragt das Meer weiter ins Landesinnere. Sollte der Buckelwal tatsächlich dorthin geschwommen sein, wäre er so weit von seinem erhofften Weg abgekommen wie möglich. Der Weg in die Nordsee und von dort in den Atlantik führt nach Norden. Zudem ist die Wismarer Bucht sehr flach, die Gefahr für den Wal, dort erneut auf Grund zu laufen, entsprechend groß
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Zweite Sichtung über Hotline gemeldet
Laut BILD-Informationen ist beim Deutschen Meeresmuseum in Stralsund eine zweite Sichtung gemeldet worden. Damit verdichten sich die Hinweise: Denn auch die zweite Sichtung wurde im Bereich Wismarer Bucht gemeldet. Pressesprecherin Diana Meyen zu BILD: „Unsere Meeresbiologin steigt jetzt auf ein Boot der Wasserschutzpolizei, um die Sichtungen zu überprüfen.“
Das Museum bittet, Sichtungen von Meeressäugetieren hier zu melden: 03831 2650 3333
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Polizeiboot legt am Rand der Wismarer Bucht an
Die Besatzung der „Uecker“ wartet aktuell auf die Meeresbiologin Lisa Klemens vom Deutschen Meeresmuseum. Zusammen mit der Expertin soll das Tier gefunden werden. Das Suchgebiet ist weiter die Wismarer Bucht.
Das Polizeiboot „Uecker“ wartet im Hafen Boltenhagen auf eine Meeresbiologin
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Ministerium bestätigt Hinweis zur Wal-Sichtung
Das Klimaschutz-Ministerium in Mecklenburg-Vorpommern bestätigte BILD, dass es den Hinweis auf die Sichtung eines Wals in der Wismarer Bucht gegeben hat. Sprecher Claus Tantzen sagte, dass der Hinweis momentan noch überprüft wird.
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