Ukraine: Selenskyj kontert Rheinmetall-Chef nach „Hausfrauen“-Aussage
Wolodymyr Selenskyj: Der ukrainische Präsident reagiert auf Rheinmetall-CEOs Kritik. Foto: IMAGO/dts Nachrichtenagentur
Selenskyj kontert Rheinmetall-Chef nach Aussagen zur ukrainischen Drohnenproduktion
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat am Montagmittag mit deutlicher Kritik auf Aussagen von Rheinmetall-Vorstandsvorsitzendem Armin Papperger reagiert. „Wenn jede ukrainische Hausfrau tatsächlich Drohnen herstellen kann, dann kann jede ukrainische Hausfrau auch Vorstandsvorsitzende von Rheinmetall sein“, erklärte Selenskyj und fügte hinzu: „Ich gratuliere unserer Verteidigungsindustrie zu diesem hohen Niveau.“ Papperger hatte zuvor in einem Bericht des Magazins „The Atlantic“ die Drohnentechnologie als „Spielen mit Lego-Steinen“ bezeichnet und ukrainische Hersteller als „Hausfrauen“ beschrieben.
Die Aussagen lösten eine breite Reaktion aus. Der Berater des ukrainischen Präsidenten, Alexander Kamyshin, erklärte, ukrainische Drohnen hätten mehr als 11.000 russische Panzer zerstört und verwies auf über 200 besuchte Rüstungsfabriken in diesem Jahr.
Rheinmetall reagierte mit einer Stellungnahme und betonte „höchsten Respekt“ für die Anstrengungen der Ukraine sowie deren Effektivität trotz begrenzter Ressourcen. Die Äußerungen Pappergers waren bereits im Oktober des Vorjahres gefallen und wurden zuletzt bei der Präsentation der Jahresbilanz sowie auf Analystenkonferenzen wiederholt; erst durch die Veröffentlichung in „The Atlantic“ entstand eine breitere öffentliche Reaktion.
Selenskyj: Signale von Verbündeten für weniger Angriffe auf Ölsektor
Die Ukraine erhält von nach den Worten von Präsident Wolodymyr Selenskyj von einigen Verbündeten Signale, die weitreichenden Angriffe auf den russischen Ölsektor zurückzufahren. In einem WhatsApp-Chat mit Journalisten fügt er hinzu, falls Russland das ukrainische Energiesystem nicht mehr attackiere, sei die Ukraine sei im Gegenzug bereit, ihre Angriffe einzustellen.
Kreml-Sprecher: Keine Mobilmachung geplant
In Russland ist nach Angaben des Präsidialamts keine militärische Mobilmachung geplant. „Diese Frage steht nicht auf der Agenda“, sagt Kreml-Sprecher Dmitri Peskow. Präsident Wladimir Putin hatte im September 2022 die erste Teilmobilmachung des Landes seit dem Zweiten Weltkrieg angeordnet. Der damalige Verteidigungsminister Sergej Schoigu sprach zu dem Zeitpunkt von 300.000 Reservisten, die eingezogen werden sollten. Daraufhin mehrten sich die Anzeichen für eine Absetzbewegung von Russen im wehrfähigen Alter. Über eine weitere Mobilisierung in Russland ist seitdem wiederholt spekuliert worden.
Kreml-Sprecher Dmitri Peskow: Er widerspricht Spekulationen über eine Mobilisierung. dpa
Moskau weist erneut britischen Diplomaten aus
Russland hat erneut einen britischen Diplomaten unter dem Vorwurf angeblicher Spionage ausgewiesen. Dies teilte der Inlandsgeheimdienst FSB in Moskau mit. Der Mann im Rang eines zweiten Sekretärs müsse Russland binnen zwei Wochen verlassen.
Schon im März hatte Moskau einem britischen Diplomaten die Akkreditierung entzogen, also die offizielle Arbeitserlaubnis. Der FSB warnte russische Bürger, zu Veranstaltungen in die britische Botschaft zu gehen, weil man dort auch auf Geheimdienstler stoßen könne.
Zentrum russischer Drohnenindustrie angegriffen
Die südrussische Stadt Taganrog, wichtig für die Moskauer Drohnenkriegsführung, ist nach Behördenangaben massiv von ukrainischen Kampfdrohnen angegriffen worden. Dabei habe es einen Toten und acht Verletzte gegeben, berichtete Bürgermeisterin Swetlana Kambulowa der staatlichen Nachrichtenagentur Tass zufolge.
Sie sprach von Schäden an zahlreichen Wohnhäusern und drei nicht näher bezeichneten Unternehmen. In der Stadt am östlichen Ende des Asowschen Meeres gibt es ein Flugzeugwerk und zwei Fabriken, die Drohnen und Drohnenteile herstellen. Telegramkanäle berichteten unter Berufung auf Augenzeugen von einem stundenlangen Einsatz der Flugabwehr in Taganrog. Auch eine Schule sei beschädigt worden.
Über Taganrog und sechs anderen Landkreisen des Gebietes Rostow seien in der Nacht mehr als 60 Drohnen abgefangen worden, teilte Gouverneur Juri Sljussar mit. Dazu zählte auch der Landkreis Millerowo. Von der dortigen Luftwaffenbasis startet die russische Armee oft Kampfdrohen zu Angriffen auf die Ukraine. Das russische Verteidigungsministerium in Moskau teilte mit, insgesamt seien in der Nacht 102 ukrainische Drohnen ausgeschaltet worden.
USA lassen wohl russischen Öltanker nach Kuba passieren
Die USA lockern einem Zeitungsbericht zufolge ihre faktische Ölblockade gegen Kuba und lassen einen russischen Tanker die Karibikinsel ansteuern.
Die „New York Times“ berief sich
in ihrem Bericht am Sonntag auf einen US-Regierungsvertreter. Warum die Regierung von US-Präsident Donald Trump die Lieferung zulasse, sei unklar.
LSEG-Daten zur Schiffsverfolgung zufolge ist der mit US-Sanktionen belegte Tanker „Anatoly Kolodkin“ auf dem Weg nach Kuba. Das Schiff war im russischen Hafen Primorsk ausgelaufen. Während die LSEG-Daten die Ladung auf etwa 650.000 Barrel Rohöl beziffern, sprach die Zeitung von 730.000 Barrel.
Die Lieferung dürfte die angespannte Lage in Kuba deutlich lindern. Dem kubanischen Präsidenten Miguel Diaz-Canel zufolge hat das Land seit drei Monaten keine Ölimporte mehr erhalten. Dies führte zu einer strikten Rationierung von Benzin und verschärfte eine Energiekrise, die landesweit mehrfach Stromausfälle zur Folge hatte.
Trump: Freue mich auf Lukaschenko bei Treffen von Friedensrat
US-Präsident Donald Trump hat dem belarussischen Machthaber Alexander Lukaschenko „herzlichst“ für die jüngste Freilassung von 250 politischen Gefangenen gedankt. Er freue sich darauf, mit Lukaschenko am nächsten Treffen des Friedensrats teilzunehmen, schrieb Trump auf seiner Plattform Truth Social. Die EU hatte ihre Sanktionen gegen das autoritär regierte Belarus erst kürzlich um weitere zwölf Monate verlängert.
Der von Trump ins Leben gerufene Friedensrat hat aktuell nach eigenen Angaben 28 Mitglieder, zu denen auch Belarus gehört. Kritiker lehnen den Friedensrat als Angriff auf die Vereinten Nationen ab. Das umstrittene Gremium ist auf Trump zugeschnitten und gilt – anders als die UN – nicht als unparteiisch.
Selenskyj: Habe mit Jordanien über Sicherheitspartnerschaft beraten
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat nach eigenen Angaben bei seinem Besuch in Jordanien mit König Abdullah über eine mögliche Sicherheitspartnerschaft zur Abwehr von Drohnenangriffen gesprochen. Angesichts des Iran-Krieges biete die Ukraine Expertise in der Luftverteidigung an, teilt Selenskyj auf dem Kurznachrichtendienst Telegram mit. Im Gegenzug für ihre Expertise erhoffe sich die Ukraine Unterstützung bei ihrer eigenen Verteidigung.
Aus eigener Erfahrung wissen wir, dass es ohne ein einheitliches System schlicht unmöglich ist, einen umfassenden Schutz für Menschen und kritische Infrastruktur aufzubauen.
Ukraine: Drei Tote bei russischem Angriff auf Kramatorsk
Bei einem russischen Angriff auf die ostukrainische Stadt Kramatorsk sind nach Polizeiangaben drei Menschen getötet und 13 weitere verletzt worden. Unter den Toten sei ein 13-jähriger Junge, teilt die ukrainische Polizei mit. Die russischen Streitkräfte hätten Kramatorsk mit Gleitbomben angegriffen. Auch die nahe gelegene Stadt Oleksijewo-Druschkiwka und das weiter nördlich gelegene Slowjansk wurden angegriffen. Kramatorsk und Slowjansk gelten als stark verteidigte Städte gegen den russischen Vormarsch in der Region Donezk.
Finnland: Ukrainische Drohnen wohl zu uns abgedriftet
Finnland stellt die über seinem Gebiet aufgetauchten Drohnen in einen Zusammenhang mit ukrainischen Angriffen in der nahe Finnland gelegenen Region Russlands. „Russland verfügt über extrem starke Fähigkeiten zur elektronischen Störung, was erklären könnte, warum diese Drohnen in den finnischen Luftraum abdriften – was eine sehr ernste Angelegenheit ist“, sagt Ministerpräsident Petteri Orpo dem Sender Yle. Die finnische Luftwaffe identifizierte nach eigenen Angaben mit F/A-18-Kampfflugzeugen zumindest eines der Flugobjekte als ukrainische AN196-Drohne. „Der Pilot hat das Feuer nicht eröffnet, um Kollateralschäden zu vermeiden“, teilte die Luftwaffe mit. Zwei Drohnen stürzen im Osten Finnlands ab. Die Ukraine hatte den russischen Ostseehafen Ust-Luga mit Drohnen angegriffen.
Mehrere Tote und Verletzte nach russischem Angriff auf Ukraine
Bei einem russischen Luftangriff auf die Stadt Kramatorsk im Osten der Ukraine sind nach offiziellen Angaben drei Menschen ums Leben gekommen. Unter den Toten war ein 13-jähriger Junge, teilte der regionale Militärverwalter Wadim Filaschkin auf Telegram mit. Weitere sieben Bewohner im Alter zwischen 20 und 85 Jahren seien verletzt worden. Durch die Explosion einer Fliegerbombe seien mehrere Wohngebäude beschädigt worden. Möglicherweise gebe es unter den Trümmern weitere Opfer.
Nach einem Bericht der Agentur Unian wurden auch bei einem russischen Drohnenangriff auf einen Kinderspielplatz in der Region Mykolajiw im Süden der Ukraine mehrere Menschen verletzt, unter ihnen acht Kinder. Ein 13-jähriges Mädchen sei wenig später im Krankenhaus an ihren schweren Verletzungen gestorben, teilten die Ermittlungsbehörden mit.
Selenskyj setzt Golfstaaten-Reise in Jordanien fort
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj setzt seine Reise in der Golfregion fort. Er ist inzwischen nach eigenen Angaben in Jordanien eingetroffen. Auch hier gehe es um das Thema Sicherheit, teilt er mit. In den vergangenen Tagen hatte Selenskyj bei Besuchen in Saudi-Arabien, den Vereinigten Arabischen Emiraten und Katar Kooperationen für eine Zusammenarbeit im Bereich Verteidigung vereinbart.
Ukrainischer Präsident Selenskyj (l.) in Katar: Bei den Staatsbesuchen geht es um Sicherheit für die Ukraine. Imago
Kreml fordert Druck der USA auf die Ukraine für Kriegsende
Russland hat die USA zu Druck auf die Ukraine aufgerufen, sich auf Moskaus Bedingungen für ein Kriegsende einzulassen. Die Amerikaner hätten die Hebel, tatsächlich Druck und Einfluss auf Kiew auszuüben, sagte der außenpolitische Berater von Kremlchef Wladimir Putin, Juri Uschakow, dem russischen Staatsfernsehen. „Genau dazu rufen wir unsere amerikanischen Kollegen auf. Das ist es, was jetzt notwendig ist“, sagte Uschakow. Wie genau Washington Druck ausüben soll, sagte er nicht. Allerdings fordert Russland seit langem den Stopp westlicher Waffenlieferungen an die Ukraine.
Finnland prüft mutmaßliches Eindringen von Drohnen in Luftraum
Finnland meldet eine mutmaßliche Verletzung seines Luftraums durch Drohnen im Südosten des Landes. Es seien mehrere kleine, langsam fliegende Objekte in geringer Höhe geortet worden, teilt das Verteidigungsministerium mit. Zwei Drohnen seien abgestürzt. Die Luftwaffe habe zur Aufklärung einen Kampfjet vom Typ F/A-18 Hornet aufsteigen lassen. Auch aus Estland, Lettland und Litauen waren kürzlich Drohnenabstürze gemeldet worden. Dabei soll es sich um ukrainische Drohnen gehandelt haben, die bei Angriffen auf russische Ölexportanlagen an der Ostseeküste vom Kurs abgekommen seien.
Wieder ukrainischer Angriff auf Ölexport-Hafen an der Ostsee
Die Ukraine hat erneut den russischen Ostsee-Hafen Ust-Luga mit Drohnen angegriffen. Der für den Ölexport wichtige Hafen sei beschädigt und ein Brand ausgelöst worden, teilt der Gouverneur der nordwestrussischen Region Leningrad mit. Die Ukraine hatte zuletzt mehrfach die Ostsee-Häfen Primorsk und Ust-Luga attackiert.
Die Öl-Verladung dort musste daraufhin wiederholt gestoppt werden. Die Ukraine verstärkt seit Wochen ihre Drohnenangriffe auf die russische Ölinfrastruktur, um die Einnahmen der Führung in Moskau zur Finanzierung ihres Angriffskriegs zu schwächen.
Ukraine will auch mit Emiraten bei Verteidigung kooperieren
Nach einem Abkommen mit Saudi-Arabien hat sich die Ukraine nach eigenen Angaben auch mit den Vereinigten Arabischen Emiraten auf eine Zusammenarbeit in den Bereichen Sicherheit und Verteidigung verständigt. Dies sei das Ergebnis seines Besuchs bei dem Präsidenten der Emirate, Scheich Mohammed bin Sajid Al Nahjan, teilte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj am Samstag mit. Die Einzelheiten würden noch ausgearbeitet. Die staatliche Nachrichtenagentur der Emirate, WAM, meldete, auch über ein umfassendes Wirtschaftsabkommen sei gesprochen worden. Selenskyj reiste anschließend nach Katar weiter. Auch ein Sicherheitsabkommen mit diesem Golfstaat steht nach ukrainischen Angaben kurz vor dem Abschluss.
Die Ukraine hat im Krieg gegen Russland ihre Fähigkeiten zur Drohnenabwehr stark ausgebaut. Sie hat bereits Spezialisten als Berater in Länder der Golfregion entsandt, die als US-Verbündete seit Wochen vom Iran attackiert werden und dabei oft teure Raketen zur Drohnenabwehr nutzen. Hintergrund von Selenskyjs Reise in die Golfregion ist die Ungewissheit über künftige US-Militärhilfen für die Ukraine. Der Krieg der USA mit dem Iran schürt Befürchtungen, die Vereinigten Staaten könnten ihre Waffenlieferungen an die Ukraine wegen eigenen Bedarfs einschränken.
Gouverneur: Ukrainischer Drohnenangriff in Zentralrussland – Kind getötet
Bei einem ukrainischen Drohnenangriff in der zentralrussischen Region Jaroslawl ist den Behörden zufolge ein Kind getötet worden. Drei weitere Menschen seien verletzt worden, teilt der Gouverneur der Region nordöstlich von Moskau, Michail Jewrajew, auf dem Kurznachrichtendienst Telegram mit. Demnach wurden zudem mehrere Wohnhäuser und ein Einzelhandelsgeschäft beschädigt. Das getötete Kind habe sich zum Zeitpunkt des Angriffs in einem der Wohnhäuser befunden. Seine Eltern seien in ernstem Zustand ins Krankenhaus eingeliefert worden. Eine Bewohnerin eines Nachbarhauses sei ebenfalls verletzt worden.
Die russische Flugabwehr habe bei dem Angriff mehr als 30 ukrainische Drohnen abgewehrt. Das russische Verteidigungsministerium erklärte, in der Nacht seien landesweit 155 ukrainische Drohnen über mehreren russischen Regionen zerstört worden, darunter auch über der Region Moskau.
Rubio nennt Selenskyj-Äußerung zu US-Forderung „eine Lüge“
US-Außenminister Marco Rubio bezeichnet die jüngsten Darstellungen des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj zu mutmaßlichen US-Forderungen als Lüge. Selenskyj hatte am Donnerstag erklärt, die USA knüpften Sicherheitsgarantien an eine Abtretung der Donbass-Region.
Dies sei falsch, sagt Rubio nach dem G7-Treffen in Frankreich. Sicherheitsgarantien kämen erst nach einem Ende des Krieges. Treffen zur Beendigung des Russland-Ukraine-Konflikts seien derzeit nicht geplant.
Insider: Russische Ölkonzerne warnen nach Drohnenangriffen vor Lieferausfall
Angesichts anhaltender ukrainischer Drohnenangriffe auf die Energieinfrastruktur haben russische Ölproduzenten ihre Kunden Insidern zufolge vor Lieferausfällen gewarnt. Sie könnten für Ausfuhren aus wichtigen Häfen in der Ostsee höhere Gewalt geltend machen, sagten zwei mit der Angelegenheit vertraute Personen am Freitag der Nachrichtenagentur Reuters.
Die Ölverladungen im Hafen von Ust-Luga seien seit Mittwoch wegen der Angriffe gestoppt. Eine der Personen sagte, diese könnten frühestens Mitte April wieder aufgenommen werden.
Auch Primorsk, ein weiterer wichtiger russischer Ostseehafen, wurde bei den jüngsten Angriffen beschädigt. Dort wurden die Verladungen am Donnerstag jedoch zumindest teilweise wieder aufgenommen. Nach Reuters-Berechnungen sind wegen der Angriffe, der Beschädigung einer Pipeline und der Beschlagnahmung von Tankern mindestens 40 Prozent der russischen Ölexportkapazitäten lahmgelegt.
Putin schließt Wiederannäherung mit Europa nicht aus
Russland schließt nach Worten von Präsident Wladimir Putin eine Wiederannäherung an die europäischen Staaten nicht aus. Es sei klar, dass das Verhältnis zu Europa derzeit in einer Krise sei, sagte Putin nach Kremlangaben bei einer Sitzung des russischen Sicherheitsrates in Moskau. „Wir haben eine Entwicklung dieser Beziehungen, eine Wiederherstellung dieser Beziehungen niemals abgelehnt“, sagte er.
Als Ursache des Zerwürfnisses nannte er zum wiederholten Mal den Sturz des moskaufreundlichen ukrainischen Präsidenten Viktor Janukowitsch nach Massenprotesten 2014. Putin sprach von einem Staatsstreich, der von den USA und mehreren europäischen Staaten unterstützt worden sei. Damit beginne „die Kette tragischer Ereignisse, die sich bis heute in der Ukraine abspielen“.
Kallas reist Dienstag mit EU-Außenministern nach Kiew
Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas will am 31. März nach Kiew reisen. Sie werde dort gemeinsam mit EU-Außenministern den ukrainischen Außenminister Andrij Sybiha treffen, kündigt sie an. Bei den Gesprächen solle es um die Unterstützung der EU für die Ukraine gehen.
„Wir werden auch mit einer klaren Botschaft kommen, dass Russland für seine Kriegsverbrechen zur Verantwortung gezogen werden muss“, fügt Kallas in einem Beitrag auf der Plattform X hinzu. Sybija zufolge wird es bei den Beratungen um die Unterstützung der EU für sein Land und Möglichkeiten gehen, Druck auf Russland auszuüben.
Wadephul warnt: Ukraine-Hilfe darf wegen Iran nicht bröckeln
Außenminister Johann Wadephul warnt davor, dass die Unterstützung der Ukraine wegen des Iran-Kriegs weiter bröckelt. „Es darf keine Abstriche geben, wenn es um die Aufrechterhaltung der Verteidigungsfähigkeit der Ukraine geht“, sagte der CDU-Politiker nach Ukraine-Gesprächen der Außenminister der Gruppe wirtschaftsstarker Demokratien (G7) bei Paris. Dies würde Kremlchef Wladimir Putin nur in die Hände spielen.
Kreml: Russlands Wirtschaft will für Ukraine-Krieg spenden
Der von Kremlchef Wladimir Putin befohlene Krieg gegen die Ukraine wird immer teurer – nun sollen sich nach offizieller Darstellung Großspender aus der Industrie angeboten haben. Es sei nicht wahr, dass Putin bei einer Sitzung des Unternehmer- und Industriellenverbandes um Geld gebeten habe, sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow. Vielmehr sei die Initiative von einem Geschäftsmann ausgegangen.
Ukraine: Rolle der USA bleibt entscheidend für ein Kriegsende
Den USA kommt nach Ansicht des ukrainischen Außenministers Andrij Sybiha weiter eine entscheidende Rolle bei einer Beendigung des Krieges mit Russland zu. Er habe darüber mit seinem US-Amtskollegen Marco Rubio am Rande des Treffens der G7-Außenminister in Frankreich gesprochen, schreibt Sybiha auf der Online-Plattform X.
Druck auf Russland sei der Schlüssel, um die Führung in Moskau zur Beendigung des Krieges zu bewegen. Zudem habe man über die Entwicklungen im Nahen Osten gesprochen. Die Ukraine gehe davon aus, dass Russland und der Iran zusammenarbeiteten, um den Krieg zu verlängern.
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