Iran: Spanien sperrt Luftraum für Militärflüge im Iran-Krieg
Spaniens stellvertretender Ministerpräsident Carlos Cuerpo: Spanien wolle sich an „diesem einseitig begonnenen Krieg, der gegen das Völkerrecht verstößt“ nicht beteiligen. Foto: AFP
Iran hält US-Verhandlungsvorschläge für unrealistisch
Der Iran hat nach eigenen Angaben über Vermittler Nachrichten erhalten, die eine Verhandlungsbereitschaft der USA signalisieren. Die Führung in Teheran halte die US-Vorschläge jedoch für „unrealistisch, unlogisch und übertrieben“, erklärt der Sprecher des iranischen Außenministeriums, Esmaeil Baghaei.
Opferzahlen im Iran-Krieg und der weiteren Region
Der Krieg der USA und Israels gegen den Iran hat auch in den Nachbarländern für Opfer gesorgt. Hier eine Übersicht der bisherigen Todesopfer. Die einzelnen Angaben stammen teils von unmittelbaren Kriegsparteien und lassen sich nur schwer überprüfen.
- Iran: Über 1900 Todesopfer
- Libanon: Über 1200 Todesopfer
- Irak: 80 getötete Sicherheitskräfte
- Israel: 19 Todesopfer sowie 5 getötete Soldaten
- Arabische Golfstaaten: 20 Todesopfer
- USA: 13 getötete Soldaten
- Westjordanland: 4 Todesopfer
Spanien sperrt Luftraum für Militärflüge im Iran-Krieg
Die spanische Regierung hat den Luftraum des Landes für alle Flugzeuge gesperrt, die mit dem Krieg der USA und Israels gegen den Iran in Verbindung stehen. Diese Maßnahme „ist Teil der Entscheidung der spanischen Regierung, sich an diesem einseitig begonnenen Krieg, der gegen das Völkerrecht verstößt, nicht zu beteiligen und ihn nicht zu unterstützen“, erklärte der stellvertretende Ministerpräsident und Wirtschaftsminister Carlos Cuerpo im Interview des Radiosenders „Cadena Ser“.
Das Verbot betreffe nicht nur Starts von spanischem Boden, sondern auch den Überflug militärischer Flugzeuge, die etwa von Stützpunkten in Großbritannien oder Frankreich aus operieren, hatten zuvor die Zeitung „El País“ und die Nachrichtenagentur Europa Press unter Berufung auf die linksgerichtete Regierung von Ministerpräsident Pedro Sánchez berichtet.
Iran bestätigt Tötung von Marine-Kommandeur
Der Iran hat die Tötung eines wichtigen Marinekommandeurs bestätigt. In einer von der Nachrichtenagentur Tasnim verbreiteten Erklärung berichteten die einflussreichen Revolutionsgarden vom „Märtyrertod“ ihres Marinekommandeurs, Konteradmiral Aliresa Tangsiri. Sie bezeichneten ihn als „Kämpfer auf dem Wege Gottes“ und „großen Helden“. Israel hatte Tangsiri nach eigenen Angaben bei einem Luftangriff am Mittwoch getötet.
Israel meldet Angriffe aus dem Iran und dem Jemen
Der Iran feuert nach Angaben des israelischen Militärs mehrere Raketenwellen auf Israel ab. Zudem gebe es zum zweiten Mal seit Beginn des US-israelischen Krieges einen Angriff aus dem Jemen, teilt das Militär mit. Zwei Drohnen aus dem Jemen seien am frühen Morgen abgefangen worden. Die vom Iran unterstützte jemenitische Huthi-Miliz ist am Wochenende mit Raketenangriffen auf Israel in den Krieg eingetreten.
Der Iran bestätigte am Vormittag Raketenbeschuss auf den Norden Israels. Israels Polizei sowie der Rettungsdienst Magen David Adom meldeten Schäden nach Einschlägen. Nach Medienberichten brach infolge der Angriffe in Israels größter Ölraffinerie in Haifa ein Brand aus.
Iran weist 1200 Staatsbürger der Emirate aus
Vor dem Hintergrund des Kriegs weist die iranische Regierung 1200 Staatsbürger der Vereinigten Arabischen Emirate aus. Ihre Aufenthaltstitel seien aufgehoben worden, berichtete das Onlineportal Nurnews unter Berufung auf die Justiz. Sie seien angewiesen, den Iran innerhalb von einer Woche zu verlassen. Zuvor hatten die Emirate ihrerseits Iranerinnen und Iraner zur Ausreise gezwungen.
Iran: Politiker fordert Ausstieg aus Atomwaffensperrvertrag
Ein einflussreicher Politiker im Iran hat nach der Bombardierung mehrerer Nukleareinrichtungen durch Israel und die USA einen Ausstieg aus dem Atomwaffensperrvertrag (NPT) gefordert. Dies werde im Parlament ernsthaft diskutiert, sagte der Außenpolitiker Alaeddin Borudscherdi in einem Interview mit dem Staatsfernsehen.
Als Mitglied internationaler Abkommen habe sich der Iran zur Überwachung seiner nuklearen Aktivitäten verpflichtet und versichert, nicht nach Atomwaffen zu streben. Es sei nicht vorgesehen, „die strengsten Inspektionen zu akzeptieren und gleichzeitig keinerlei Unterstützung zu erhalten“, sagte der erzkonservative Politiker. Scharfe Kritik äußerte er auch an Rafael Grossi, dem Chef der Internationalen Atomenergiebehörde. „Viele sind der Ansicht, dass diese Inspektionen der Agentur den Boden für Spionage bereiten“, sagte Borudscherdi.
Es ist nicht vorgesehen, dass wir die Spielregeln einhalten, während sie uns bombardieren. Meiner Meinung nach ist die Zeit für einen Austritt aus dem NPT gekommen.
Alaeddin Borudscherdi, iranischer Politiker
Neue Spritpreisregel soll am Mittwoch in Kraft treten
Das Verbot mehrerer Spritpreiserhöhungen im Lauf eines Tages an Tankstellen soll ab Mittwoch gelten. „Die beteiligten Akteure haben uns gebeten, für eine reibungslose Umsetzung auf ein Inkrafttreten zum 1. April hinzuwirken“, erklärte ein Sprecher des Bundeswirtschaftsministeriums der „Bild“-Zeitung zufolge. „In Absprache mit dem Bundesamt für Justiz ist dementsprechend eine Veröffentlichung für den 31. März geplant.“
Angesichts der im Zuge des Krieges deutlich gestiegenen Benzin- und Dieselpreise hatte der Bundestag am Donnerstag beschlossen, dass die Preise an Tankstellen nur noch einmal täglich um 12.00 Uhr erhöht werden dürfen. Senkungen sind jederzeit möglich. Zudem wird das Kartellrecht geschärft, um die Preisgestaltung transparenter zu machen.
Erneute Dax-Verluste erwartet – Ölpreise ziehen an
Die Sorge vor einer weiteren Eskalation des Irankriegs lastet auf der Stimmung am deutschen Aktienmarkt. Vorbörsliche Indikatoren deuten darauf hin, dass der Dax am Montag im Minus startet. Der Leitindex wird unter 22.200 Zählern erwartet.
Auch an den asiatischen Aktienmärkten ging es am Montag deutlich abwärts. Am stärksten traf es die Indizes in Japan und Südkorea. Beide Volkswirtschaften sind vollständig von Energieimporten abhängig. In den USA deutet sich nunmehr ein stabiler Handelsstart an.
Parallel dazu steigen die Ölpreise erneut an. Der Preis für ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent mit Auslieferung im Mai stieg in der Nacht auf Montag um bis zu vier Prozent. Kurz vor der Handelseröffnung lag er 2,5 Prozent höher bei 108 Dollar.
Trump meldet Zerstörung weiterer Ziele im Iran
Das US-Militär hat nach Angaben von Donald Trump im Iran mehrere wichtige Ziele angegriffen und zerstört. „Großer Tag im Iran“, schrieb Trump auf seiner Plattform Truth Social. Viele seit langem verfolgte Ziele seien vom „großartigen“ US-Militär, dem besten und tödlichsten der Welt, ausgeschaltet und zerstört worden, erklärte er. Weitere Einzelheiten dazu nannte Trump jedoch nicht.
An Bord der Air Force One sagte der US-Präsident zu Journalisten, er gehe von einer schweren Verletzung des neuen Obersten Führers im Iran, Modschtaba Chamenei, aus. Chamenei „mag zwar noch leben, aber er ist offensichtlich in sehr ernsten Schwierigkeiten. Er ist schwer verletzt“, sagte Trump.
Trump will iranisches Öl und erwägt Einnahme von Insel Charg
US-Präsident Donald Trump hat Spekulationen über eine Bodenoffensive in der Islamischen Republik verstärkt. „Vielleicht nehmen wir die Insel Charg ein, vielleicht auch nicht. Wir haben viele Optionen“,
sagte er der „Financial Times“
. Er habe eine Präferenz, „das Öl im Iran zu nehmen, aber einige dumme Menschen in den USA“ würden ihm davon abraten.
Über Charg wickelt der Iran etwa 90 Prozent seiner Erdölausfuhren ab. Die potenzielle Einnahme bezeichnete Trump als „sehr einfach“. Experten warnen jedoch, dass US-Soldaten nach einer möglichen Einnahme und Besetzung der Insel leichte Ziele für iranische Angriffe wären.
Auf diesem Satellitenfoto von Planet Labs PBC ist die iranische Insel Kharg am 26. Februar 2026 zu sehen. Planet Labs PBC/AP/dpa
Trump: Iran gestattet 20 Schiffen Fahrt durch Straße von Hormus
Der Iran hat nach Angaben von US-Präsident Donald Trump zugestimmt, 20 mit Öl beladenen Schiffen die Fahrt durch die Straße von Hormus zu ermöglichen. Starten werde dies am Montagmorgen und für einige Tage andauern, erklärte der Republikaner in der Nacht zum Montag an Bord der Regierungsmaschine Air Force One. Es handle sich um ein „Zeichen des Respekts“ von Teheran.
„Ich kann nur sagen, dass wir in dieser Verhandlung sehr gut vorankommen, aber man weiß nie, was mit dem Iran passiert. Wir verhandeln mit ihnen, und am Ende müssen wir sie doch wieder in die Luft jagen“, sagte Trump.
Außenminister appellieren gegen geplante Todesstrafe in Israel
Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) und die Ressortchefs aus Frankreich, Italien und dem Vereinigten Königreich äußerten in einer gemeinsamen Erklärung ihre „tiefe Besorgnis“ über die mögliche Einführung der Todesstrafe für Terroristen in Israel. Über einen entsprechenden Gesetzesentwurf will das israelische Parlament voraussichtlich am Montag abschließend entscheiden. Demnach müssten Palästinenser, die wegen eines terroristisch motivierten Mordes verurteilt werden, mit einer obligatorischen Todesstrafe rechnen.
Im Iran sind unterdessen zwei Mitglieder einer dort verbotenen Oppositionsgruppe hingerichtet worden. Nach Angaben der Justiz wurden die Männer am Montagmorgen durch Erhängen exekutiert, wie der staatliche Rundfunk berichtete. Es war die Rede von „Elementen der terroristischen Gruppe der Heuchler“, eine Anspielung auf die Volksmudschahedin.
Die Todesstrafe ist eine unmenschliche und erniedrigende Form der Bestrafung ohne jegliche abschreckende Wirkung. Deshalb lehnen wir die Todesstrafe weltweit unter allen Umständen ab.
Israels Armee setzt Angriffe fort – Golfstaaten melden Beschuss
Die israelische Luftwaffe setzt ihre Angriffe im Iran fort. Es werde „militärische Infrastruktur“ in der iranischen Hauptstadt Teheran attackiert, teilte die Armee am frühen Morgen ohne nähere Angaben mit.
Derweil melden mehrere Golfstaaten erneuten Beschuss durch den Iran. Das Energieministerium in Kuwait meldete in der Nacht auf der Plattform X Schäden an einem Nebengebäude eines Stromkraftwerks und einer Entsalzungsanlage. Ein indischer Arbeiter sei ums Leben gekommen. Die Luftabwehr in Saudi-Arabien fing unterdessen erneut fünf ballistische Raketen ab, wie das Verteidigungsministerium in der Nacht auf X mitteilte. Auch Bahrain, Jordanien, Katar und die Vereinigten Arabischen Emirate seien wieder unter Beschuss durch Drohnen und Raketen geraten, berichtete der arabische Fernsehsender Al Jazeera. Die Geschosse seien abgefangen worden.
Israelisches Parlament billigt Haushalt 2026 – Neuwahlen abgewendet
Das israelische Parlament hat den Staatshaushalt für das Jahr 2026 verabschiedet und damit vorgezogene Neuwahlen abgewendet. Dies teilte die Knesset am frühen Montagmorgen mit. Die Verabschiedung des 699 Milliarden Schekel (etwa 192 Milliarden Euro) schweren Budgets erfolgt einen Monat nach Beginn des gemeinsamen Krieges mit den USA gegen den Iran.
Ein Scheitern des Haushalts hätte voraussichtlich innerhalb von 90 Tagen zu einem vorgezogenen Urnengang geführt, den Ministerpräsident Benjamin Netanjahu Umfragen zufolge verloren hätte. Regulär stehen in Israel Ende Oktober Wahlen an. Netanjahu zufolge könnten diese auch im September stattfinden.
Israels Premier Benjamin Netanjahu. dpa
Israels Armee: Erneut Drohnen der Huthi-Miliz abgefangen
Die vom Iran unterstützte Huthi-Miliz im Jemen hat Israel erneut mit Drohnen angegriffen. Es seien zwei Drohnen aus dem Jemen abgefangen worden, teilte die israelische Armee in der Nacht mit. Zuvor hatten im Raum der Hafenstadt Eilat am Roten Meer im Süden Israels die Sirenen geheult.
Die islamistische Huthi-Miliz war am Samstag an der Seite Teherans in den vor einem Monat von Israel und den USA gegen den Iran begonnenen Krieg eingetreten. Innerhalb von kurzen Abständen feuerten die Huthi Raketen und Drohnen auf Israel ab, die jedoch nach israelischen Armeeangaben allesamt abgefangen wurden.
IAEA: Schwerwasserreaktor im Iran getroffen
Irans Forschungsreaktor Chondab ist nach Erkenntnissen der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) durch Beschuss stark beschädigt worden. Der früher Arak genannte Schwerwasserreaktor sei nicht mehr betriebsfähig, erklärte die Behörde mit Sitz in Wien auf der Plattform X. Sie berief sich dabei unter anderem auf Satellitenbilder und eigene Kenntnisse der Einrichtung. Die Anlage enthalte kein deklariertes Nuklearmaterial. Der Iran habe den Beschuss des Reaktors am 27. März gemeldet, hieß es.
Iran: Stromversorgung in Teheran wurde angegriffen
Aus dem Iran wurden am Abend (Ortszeit) erneut schwere Angriffe der USA und Israels gemeldet. Nach Angaben des iranischen Energieministeriums zielten die jüngsten Attacken auf Anlagen der Stromversorgung in der Hauptstadt Teheran. Infolgedessen kam es am Abend (Ortszeit) in verschiedenen Stadtteilen zu Stromausfällen. Einsatzteams seien in die betroffenen Gebiete entsandt worden, um die Versorgung so schnell wie möglich wiederherzustellen, berichtete der Staatssender Irib unter Berufung auf das Ministerium.
Die israelische Armee meldete unterdessen neue Angriffe auf Ziele der iranischen Führung in Teheran. Das Militär machte zunächst allerdings keine Angaben zu den genauen Zielen der abermaligen Angriffswelle.
Roter Halbmond: Über 100.000 zivile Einrichtungen im Iran beschädigt
Bei den israelisch-amerikanischen Angriffen im Iran sind nach jüngsten Angaben des Roten Halbmonds mehr als 100.000 zivile Einrichtungen beschädigt oder zerstört worden. Allein in der Hauptstadt Teheran wurden demnach fast 40.000 Wohngebäude und Geschäftseinheiten getroffen. Zudem seien in den vergangenen vier Wochen rund 600 Schulen und fast 300 Gesundheitszentren angegriffen worden, teilte der Rote Halbmond auf der Plattform X mit. Die Angaben lassen sich unabhängig nicht verifizieren.
Zur Zahl der Todesopfer gibt es keine aktuellen Angaben. Das iranische Gesundheitsministerium teilte Anfang der Woche mit, dass seit Kriegsbeginn am 28. Februar dieses Jahres mehr als 1.900 Menschen getötet worden seien, darunter 240 Frauen und über 200 Kinder. In derselben Zeitspanne seien zudem mehr als 24.800 Menschen verletzt worden.
Pakistanischer Außenminister kündigt US-iranische Gespräche an
pakistanische Außenminister Ishaq Dar hat baldige Gespräche zwischen dem Iran und den USA über den Krieg im Nahen Osten angekündigt. Pakistan werde Gastgeber der Gespräche sein, erklärte Außenminister Ishaq Dar am Sonntag.
Laschet kritisiert Vorgehen israelischer Behörden
Der Unions-Außenpolitiker Armin Laschet kritisiert die Weigerung israelischer Behörden, dem höchsten Vertreter der katholischen Kirche im Heiligen Land den Zugang zur Grabeskirche in Jerusalem zu gewähren, als inakzeptabel. „Dem Vertreter des Papstes zu untersagen, in der Karwoche die heiligste Stätte der Christenheit zu besuchen, bricht mit einer jahrhundertealten Tradition des freien Zugangs zur Grabeskirche“, sagte der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses des Bundestags der Deutschen Presse-Agentur in Berlin.
„Die israelische Regierung muss diese ohne jedes Gespür und ohne jeden Verstand verfügte Maßnahme unverzüglich korrigieren und für die bevorstehenden Ostertage freien Zugang ermöglichen“, forderte Laschet. Es sei gut, dass Israels Staatspräsident Izchak Herzog mit Kardinal Pizzaballa gesprochen habe. Dem müssten jetzt Taten folgen. „Für alle, die Israel in seiner Existenzbedrohung engagiert zur Seite stehen, ist die Attacke auf das Christentum ein Schlag ins Gesicht“, kritisierte Laschet.
Verletzte bei iranischen Raketenangriffen auf Südisrael
Bei neuen iranischen Raketenangriffen auf Israel sind rund um die Wüstenstadt Beerscheva im Süden des Landes mehrere Menschen verletzt worden. Der israelische Rettungsdienst Magen David Adom meldete am Nachmittag (Ortszeit) elf Verletzte durch von Druckwellen umhergeschleuderte Gegenstände. Im Süden Israels gab es mehrfach Raketenalarm, in vielen Gegenden heulten Sirenen.
Nach einem Raketenangriff ebenfalls am Nachmittag (Ortszeit) brach außerhalb von Beerscheva zudem ein großer Brand in einer Chemiefabrik aus. Auf Fernsehbildern war eine riesige Rauchwolke zu sehen. Kurzzeitig bestand die Sorge, dass bei dem Brand gefährliche Stoffe austreten und eine Gefahr für die Bevölkerung ausgeht. Das israelische Umweltministerium gab jedoch nach Untersuchungen Entwarnung.
Expertin: Ölkrise erreicht nach Huthi-Angriffen beispielloses Ausmaß
Das Eingreifen der jemenitischen Huthi-Miliz in den Iran-Krieg hat die Weltwirtschaft nach Einschätzung einer Expertin an einen Krisenpunkt gebracht. Nomi Bar-Yaacov vom Genfer Zentrum für Sicherheitspolitik (GCSP) sagte der Nachrichtenagentur AP, Raketenangriffe der Huthi auf Israel am Wochenende nährten die Befürchtung, dass die Miliz auch ihre Attacken auf Schiffe im Roten Meer wieder aufnehmen und damit einen noch deutlich stärkeren Anstieg der Ölpreise bewirken könnte.
Das Potenzial der Huthi, die Ölexporte aus der Region zu unterbrechen, könne zur Folge haben, dass man einen Punkt erreiche, „an dem wir uns noch nie befunden haben“, sagte Bar-Yaacov. Denn dies würde bedeuten, dass neben der vom Iran blockierten Straße von Hormus auch die Meerenge Bab al-Mandab geschlossen werde. Deshalb richteten sich alle Augen auf die Vermittlungsbemühungen. „Aber die Ölkrise hat meiner Meinung nach ein beispielloses Ausmaß erreicht.“
Pakistans Premier Sharif sagt Saudi-Arabien Unterstützung zu
Der pakistanische Premierminister Shehbaz Sharif hat Saudi-Arabien bei einem Gipfel zum Iran-Krieg in Islamabad Unterstützung zugesichert. Wie Sharifs Büro mitteilte, versicherte der Regierungschef dem saudischen Außenminister Faisal bin Farhan am Sonntag, dass Pakistan stets an der Seite seines Landes stehen werde.
Laut Mitteilung lobte Sharif die „bemerkenswerte Zurückhaltung Saudi-Arabiens in der aktuellen Krise“ und informierte seinen Gast über die pakistanischen Bemühungen, ein Ende des US-israelischen Krieges gegen den Iran zu vermitteln.
Teheran: Werden Straße von Hormus grundlegend neu regeln
Das System zur Regelung der Straße von Hormus am Persischen Golf soll nach Angaben des iranischen Vizepräsidenten Mohammed-Resa Aref grundlegend verändert werden. „Das Regime der Straße von Hormus wird nicht mehr so sein wie früher“, schrieb Aref auf der Plattform X. Der Iran wolle die „kriegerischen Errungenschaften“ in der Region in einen „dauerhaften wirtschaftlichen Vorteil“ für das Land umwandeln. Er fügte hinzu, das ursprüngliche Ziel der Gegner – einen politischen Wechsel im Iran herbeizuführen – habe lediglich zu einem „Regimewechsel in Hormus“ geführt.
Nach iranischen Angaben dürfen künftig nur noch jene Schiffe die Straße von Hormus passieren, deren Eigentümer nicht am Krieg gegen den Iran beteiligt sind. Schiffe, die Staaten oder Akteuren zugerechnet werden, die Teheran als Unterstützer des Krieges betrachtet, werden von der Durchfahrt ausgeschlossen. Zudem plant das iranische Parlament ein Gesetz, das ein Mautsystem für die Meerenge einführen soll. Demnach müssten Schiffe künftig Gebühren für die Passage entrichten.
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