2. Liga: Dresden – Hertha: Das Skandal-Spiel! Jagd-Szenen ++ Polizei-Einsatz ++ Brutalo-Rot

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Dresden – So ein aufgeladenes Fußballspiel hat es lange nicht gegeben. Hertha gewinnt den Flutlicht-Kracher in der 2. Bundesliga am Samstagabend 1:0 bei Dynamo Dresden. Doch die Partie wird überschattet von hässlichen Jagd-Szenen zwischen den beiden Fan-Lagern.

Was ist passiert? Auslöser der Eskalation: Im K-Block der Dynamo-Ultras wird eine Hertha-Fahne hochgehalten. Dazu stimmen die Dresdner einen hämischen Fan-Gesang an. Die Fahne muss offenbar vor dem Spiel geklaut worden sein. Nach dieser Aktion brennen den Hertha-Chaoten die Sicherungen durch. Sie springen in den Innenraum und werfen Pyro-Fackeln in die benachbarten Fan-Blöcke mit Dresden-Fans.

Die Polizei musste eine Hundertschaft auf den Rasen schicken

Die Polizei musste eine Hundertschaft auf den Rasen schicken

Partie 20 Minuten unterbrochen

Zeitgleich springen auch Dynamo-Chaoten aus dem K-Block in den Innenraum, rennen in Richtung des Gästeblocks. Dort kommt es zur Konfrontation. Rund eine Minute lang stehen sich ca. 100 Dresdner und ca. 30 Berliner gegenüber. Dann kann die Polizei mit einer Hundertschaft die Situation beruhigen. Die Chaoten flüchten wieder in ihre Blöcke. Kurz darauf zünden die Dresdner die geklaute Hertha-Fahne an.

Die brennende Hertha-Fahne am Zaun des K-Blocks der Dresden-Ultras

Die Dresden-Chaoten rennen über den Rasen zurück in ihren Block

Nach rund 20-minütiger Unterbrechung pfeift Schiri Sven Jablonski das Skandal-Spiel von Dresden wieder an. Die Spieler waren zuvor in die Kabine geflüchtet. Nach den Tumulten verlassen Teile der Hertha-Ultras den Gästeblock des Rudolf-Harbig-Stadions. Im Laufe der zweiten Hälfte reist dann die komplette aktive Fanszene der Berliner ab.

Beide Geschäftsführer verurteilen die Ausschreitungen

Dynamo-Geschäftsführer Stephan Zimmermann (38) in der Halbzeit bei Sky: „Das ist nicht das, was wir sehen wollten. Das war ein ganz großer Schuss in den Ofen. Das ist nicht das, was wofür wir kämpfen.“

Auch Hertha-Geschäftsführer Dr. Peter Görlich (58) verurteilt die Ausschreitungen: „Das sind Szenen, die nichts mit Fußball zu tun haben. Ich kann mich an der Stelle nur bei allen Beteiligten hier im Stadion entschuldigen. Das entspricht nicht meinem Wertegerüst.“

Erste Unterbrechung schon nach 3 Minuten

Dabei musste das Zweitliga-Topspiel schon erstmals nach 3 Minuten unterbrochen werden. Die mitgereisten Herthaner zündeten Pyro mit blau-weißem Rauch im Gästeblock und die Dynamo-Anhänger ein Feuerwerk außerhalb des Stadions.

Und sportlich? Das Duell ist lange kein Topspiel, nimmt dafür in der 2. Hälfte so richtig Fahrt auf. Und dann überschlagen sich plötzlich die Ereignisse: Erst fliegt Herthas Josip Brekalo nach einem Brutalo-Foul gegen Dresdens Wagner mit glatt Rot vom Platz (66.).

Für dieses Brutalo-Foul an Dresdens Robert Wagner (22) fliegt Herthas Josip Brekalo (27) mit Rot vom Platz

Für dieses Brutalo-Foul an Dresdens Robert Wagner (22) fliegt Herthas Josip Brekalo (27) mit Rot vom Platz

Elf Minuten später hält Hertha-Keeper Tjark Ernst einen Hand-Elfer von Vincent Vermeij. Und dann fälscht Dresdens Alexander Rossipal einen Winkler-Kopfball unglücklich ab, trifft so in den eigenen Kasten (80.) – und damit zum Hertha-Sieg.

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