+++ Iran-Krieg +++: US-Vizepräsident Vance: Keine Einigung mit Iran erzielt – US-Delegation bereitet Abreise vor

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Iran-Krieg: Israel rückt vor – Gefechte in Hisbollah-Hochburg im Südlibanon

Live-BlogTrump: USA werden Schiffe von Hormus-Passage abhalten +++ Libanesische Medien melden sechs Tote nach israelischem Angriff +++ Keine Einigung zwischen Iran und USA erzielt +++ Der Newsblog. 12.04.2026 – 21:43 Uhr aktualisiert
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Rauch steigt nach israelischem Bombardement im Südlibanon auf: Israel rückt im Libanon vor. Foto: Ariel Schalit/AP/dpa

Revolutionsgarden warnen: Kein Militär in der Straße von Hormus

Die iranischen Revolutionsgarden haben erneut davor gewarnt, dass sich Militärschiffe der Straße von Hormus nähern. Dies würde als „klarer Verstoß gegen die bestehende Waffenruhe betrachtet“, hieß es in einer Mitteilung am Abend (Ortszeit). Die Meeresenge sei ausschließlich für die friedliche Durchfahrt ziviler Schiffe geöffnet, nicht jedoch für Militärschiffe. Jegliche Annäherung, „unter welchem Vorwand auch immer“, werde von den Garden als Bruch der Waffenruhe gewertet und daher auch entschlossen und konsequent beantwortet.

Trump: Ölpreise könnten bis November hoch bleiben

US-Präsident Donald Trump geht nach eigenen Worten davon aus, dass die Öl- und Benzinpreise bis zu den Zwischenwahlen in den USA im November hoch bleiben werden. Das ist ein seltenes Eingeständnis der möglichen politischen Folgen seiner Entscheidung von Ende Februar, den Iran anzugreifen.

„Es könnte so sein, oder gleich bleiben, oder vielleicht ein bisschen höher, aber es dürfte in etwa gleich bleiben“, sagte Trump am Sonntag dem Sender Fox auf die Frage, ob die Kosten für Öl und Benzin bis zum Herbst sinken würden. Seine Äußerungen folgen auf wochenlange Behauptungen, der Preisanstieg werde nur ein kurzfristiges Phänomen sein. Trump hatte kurz nach Beginn der Angriffe der USA und Israels auf den Iran Ende Februar auch gesagt, der Krieg werde vier Wochen „oder kürzer“ dauern.

Der Durchschnittspreis für Benzin an US-Tankstellen lag laut Daten des Dienstes GasBuddy den größten Teil des Aprils bei über vier Dollar pro Gallone (knapp 3,8 Liter). Das sind fast 30 Prozent mehr als üblich. Am Ölmarkt ist der Preis für ein Fass (159 Liter) Rohöl von knapp 73 Dollar von vor Beginn der Angriffe auf bis zu 114 Dollar gestiegen. Aktuell liegt er bei rund 96 Dollar, nachdem Trump eine Deeskalation im Iran-Krieg in Aussicht gestellt hatte. Gespräche darüber haben am Wochenende aber zu keiner Einigung geführt. In zahlreichen Ländern weltweit ist in Folge der Entwicklung der Benzinpreis gestiegen, was zu politischen Turbulenzen führt.

Parlamentspräsident: US-Drohungen gegen Iran wirkungslos

Die Drohungen der USA haben nach Angaben des iranischen Parlamentspräsidenten Mohammed Bagher Ghalibaf ihren Einfluss verloren. „Der Iran hat in den vergangenen Wochen bewiesen, dass er sich Drohungen nicht beugen wird und dass sie keinerlei Wirkung mehr haben“, sagte Ghalibaf, wie die Nachrichtenagentur Tasnim am Abend (Ortszeit) berichtete. Ohne US-Präsident Donald Trump namentlich zu nennen, deutete er die amerikanischen Drohungen als Ausdruck von Ratlosigkeit, in die Washington seit dem Ausbruch des Krieges geraten sei.

Der Iran werde Logik mit Logik und Kampf mit Kampf erwidern und den USA erneut eine Lektion erteilen. „Die USA aber sollten lieber das Vertrauen des Irans zurückgewinnen und das Versäumte wiedergutmachen“, so der einflussreiche Politiker.

Als Leiter der iranischen Delegation bei den Friedensgesprächen war Ghalibaf der erste iranische Politiker seit fast 50 Jahren, der direkt mit einem US-Vizepräsidenten – JD Vance – gesprochen hat. Die Gespräche ab Samstag fanden zudem erstmals seit den Wiener Atomverhandlungen von 2015 wieder auf direktem Wege statt, endeten aber ohne Ergebnis. Trump kündigte wenige Stunden später eine Seeblockade der für die Öl- und Gastransporte entscheidenden Straße von Hormus an. Er begründete den Schritt mit Drohungen aus Teheran und sprach von einer „Welterpressung“. Die Straße von Hormus ist auch für den Export iranischen Öls wichtig.

Iran bekräftigt: Werden auf Hormus-Verstöße entschlossen reagieren

Die iranischen Revolutionsgarden erklären, jeder Versuch von Militärschiffen, sich der Straße von Hormus zu nähern, werde als Verstoß gegen den von den USA ausgerufenen Waffenstillstand gewertet. Der Iran werde darauf „hart und entschlossen“ reagieren. Die Meerenge stehe unter der Kontrolle und dem „intelligenten Management“ der iranischen Marine. Sie sei für die „sichere Durchfahrt nichtmilitärischer Schiffe gemäß spezifischer Vorschriften“ offen. Fast wortgleich hatte sich der Iran bereits am Samstag geäußert.

Irans Präsident sieht US-„Doppelstandards“ als größtes Hindernis für Einigung

Der iranische Präsident Massud Peseschkian bezeichnete die angeblichen Doppelstandards der USA als das größte Hindernis für eine Einigung im derzeitigen Konflikt. „Bei den Verhandlungen in Islamabad waren das anhaltende Festhalten der USA an Doppelstandards sowie ihr machtpolitischer Anspruch das größte Hindernis“, sagte Peseschkian in einem Telefonat mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin, wie das iranische Präsidialamt mitteilte.

Nähere Erläuterungen machte er dazu demnach nicht. Der Iran ist Peseschkian zufolge auch grundsätzlich zu einem fairen Abkommen bereit. „Eine Einigung ist auch durchaus machbar, nur müssen sich die USA an die international anerkannten Vorschriften und das Völkerrecht halten“, so der Präsident laut der Mitteilung.

Trump verteidigt seine Auslöschungs-Drohung gegen Iran

US-Präsident Donald Trump hat seine drastische Drohung gegen den Iran, „eine ganze Zivilisation“ auszulöschen, verteidigt. In einem Interview des US-Senders Fox News sagte Trump: „Ich bin einverstanden mit dieser Aussage.“ Sie habe die Führung in Teheran schließlich an den Verhandlungstisch gebracht.

Iran habe „keine Karten mehr“, behauptete der US-Präsident weiter, Marine und Luftwaffe des Landes seien „komplett zerstört“. Teheran werde auch nach dem vorläufigen Scheitern der Verhandlungen letztlich zurückkommen und „alles geben müssen, was wir wollen“. Und das sei, so Trump, nicht 90 oder 95 Prozent – „Ich habe ihnen gesagt, ich will alles.“

Iran: Einigung mit USA unter Bedingungen greifbar nah

Der Iran ist iranischen Staatsmedien zufolge zu einem „ausgewogenen und fairen“ Abkommen bereit, das dauerhaften Frieden und Sicherheit gewährleistet. Eine Einigung sei nicht in weiter Ferne, sollten die USA „in den Rahmen des Völkerrechts zurückkehren“, sagt der iranische Präsident Massud Peseschkian nach dem Bericht in einem Telefonat mit seinem russischen Amtskollegen Wladimir Putin.

Oman: „Schmerzhafte Zugeständnisse“ im Iran-Krieg nötig

Für einen Frieden im Iran-Krieg müssen sich die Konfliktparteien nach Ansicht von Omans Außenminister Badr al-Busaidi womöglich zu großen Zusagen durchringen. „Der Erfolg erfordert möglicherweise, dass alle schmerzhafte Zugeständnisse machen, aber das ist gar nichts im Vergleich zum Schmerz und Versagen des Krieges“, teilte al-Busaidi bei X mit. Er drängte darauf, dass die zuvor geltende Waffenruhe verlängert und die Gespräche fortgesetzt werden.

Omans Außenminister Badr bin Hamad Al Busaidi in Genf (Archivbild). Fabrice COFFRINI / AFP

Röttgen hält Blockade der Straße von Hormus für „überfällig“

Der CDU-Außenpolitiker Norbert Röttgen hält die von US-Präsident Donald Trump angekündigte Seeblockade der Straße von Hormus durch die US-Marine für überfällig. „Für die USA und fast den ganzen Rest der Welt ist es unabdingbar, dass das iranische Regime nicht die Kontrolle über die Straße von Hormus behält“, sagte Röttgen der „Rheinischen Post“. „Dass die USA dem Regime nun selber die Nutzung und die für das Regime unerlässlichen Einnahmen daraus abschneiden, ist überfällig“, betonte er.

Röttgen sieht nun auch China gefragt. Dorthin gehe im Wesentlichen das iranische Öl. „Für China besteht nun ein starkes Motiv, sich ebenfalls für eine freie Passage durch die Straße von Hormus einzusetzen“, sagte der CDU-Politiker.

Trump erwartet Rückkehr des Irans an den Verhandlungstisch

US-Präsident Donald Trump geht davon aus, dass der Iran an den Verhandlungstisch zurückkehren und den USA alle Forderungen erfüllen wird. Die Führung in Teheran habe die Gespräche nicht abgebrochen, sagte Trump am Sonntag dem Sender Fox News. Gegen Ende seien die Verhandlungen mit den Iranern „sehr freundschaftlich“ gewesen. Er sage voraus, dass die Iraner den USA alles zugestehen werden, was verlangt werde.

Zur geplanten Blockade der Straße von Hormus kündigte Trump an, es werde nicht lange dauern, die Meerenge von Minen zu räumen. Dafür verlegten die USA weitere Minensuchboote in die Region. Zudem wollten sich die Nato, Großbritannien und zahlreiche andere Länder an dem Einsatz beteiligen. Verbündete am Golf leisteten bereits Hilfe. Er kritisierte die Nato erneut: Man müsse das Verhältnis zur Nato überprüfen, denn sie sei nicht für die USA da gewesen.

Heftige Gefechte in Hisbollah-Hochburg in Südlibanon

In einer Hochburg der proiranischen Hisbollah-Miliz im Süden des Libanons kommt es nach israelischen und libanesischen Berichten weiter zu heftigen Kämpfen. Aus libanesischen Sicherheitskreisen hieß es, israelische Truppen seien noch weiter nach Bint Dschubail vorgedrungen. In dem Ort, der wenige Kilometer von der israelischen Grenze entfernt liegt, sind den Berichten zufolge seit Tagen Dutzende von Hisbollah-Kämpfern eingeschlossen.

Die Hisbollah teilte mit, sie habe in dem Gebiet mehrere israelische Soldaten mit Raketen angegriffen. Der Hisbollah-Sender Al-Manar berichtete, israelische Truppen würden versuchen, Bint Dschubail komplett einzukreisen und Straßen in die Umgebung abzuschneiden. Die Hisbollah würde neben Raketen auch mit Artillerie und Drohnen angreifen und habe Versuche der israelischen Seite, in den Ort einzurücken, abgewehrt.

Trump: Nato unterstützt Blockade der Straße von Hormus

Die USA werden nach den Worten von Präsident Donald Trump bei der Blockade der Straße von Hormus von der Nato und zahlreichen anderen Ländern unterstützt. Unter anderem Großbritannien entsende Minensuchboote, sagt Trump dem Sender Fox News. Die USA selbst würden ebenfalls weitere Minensuchboote dorthin verlegen. Die Räumung der Meerenge werde nicht lange dauern. Zwei US-Schiffe hätten die Meerenge zuletzt unbehelligt passiert.

Iranischer Präsident telefoniert mit Putin

Der iranische Präsident Massud Peseschkian hat Kremlangaben zufolge nach den gescheiterten Friedensgesprächen mit den USA mit seinem russischen Kollegen Wladimir Putin telefoniert. Peseschkian habe Einzelheiten der Verhandlungen in Pakistan geschildert und Putin für seine Position gedankt, „die auf eine Deeskalation der Situation abziele“, teilte der Kreml am Sonntag mit. Putin habe seine Bereitschaft betont, zu einer diplomatischen Beilegung der Feindseligkeiten beizutragen und „einen gerechten und dauerhaften Frieden im Nahen Osten zu schaffen“.

Krieg mit Iran kostet Israel knapp zehn Milliarden Euro

Der Krieg Israels gegen den Iran verursacht nach einer ersten Schätzung Haushaltskosten von 35 Milliarden Schekel (knapp zehn Milliarden Euro). Davon entfallen 22 Milliarden Schekel auf die Verteidigung, teilt das Finanzministerium mit. Der Betrag sei bereits in den Haushalt für 2026 eingestellt worden.

Trump: USA bereit, Iran zu zerstören

US-Präsident Donald Trump zufolge sind die USA „zum gegebenen Zeitpunkt vollkommen kampfbereit“, um „das, was noch vom Iran übrig ist“, zu zerstören. Das schreibt Trump in einem Post auf seiner Online-Plattform Truth Social. Zudem sei der Iran militärisch stark geschädigt. „Ihre Marine ist zerschlagen, ihre Luftwaffe ist zerschlagen, ihre Flugabwehr und ihr Radar sind nutzlos“, heißt es in dem Post.

Trump bestätigt Probleme in Verhandlungen mit Iran beim Thema Atomwaffen

US-Präsident Donald Trump wirft dem Iran nach den Verhandlungen in Islamabad vor, sein Atomprogramm nicht aufgeben zu wollen. „Ich könnte Ihnen viele Details schildern und über die erzielten Ergebnisse berichten, aber nur eines zählt: Der Iran ist nicht bereit, seine nuklearen Ambitionen aufzugeben“, schreibt Trump in einem Post auf Truth Social. Die iranischen Unterhändler seien in dieser Sache „sehr unnachgiebig“ gewesen. „Der Iran wird niemals Atomwaffen besitzen“, schreibt Trump in Großbuchstaben in dem Beitrag.

Trump: USA werden Schiffe von Hormus-Passage abhalten

Die USA werden nach Worten von US-Präsident Donald Trump nach den gescheiterten Verhandlungen mit dem Iran nun ihrerseits Schiffe an der Durchfahrt der Straße von Hormus hindern. Das schrieb Trump auf Truth Social. Die Blockade werde bald beginnen und andere Länder seien daran beteiligt. Mehr Details nannte er zunächst nicht.

Die Passage der Meerenge sei unmöglich, weil der Iran behauptet, dort Seeminen platziert zu haben, über deren genaue Position nur Teheran Bescheid wisse. Das sei Erpressung, schreibt Trump weiter. Die USA würden deshalb nun damit beginnen, etwaige Minen zu entfernen. Sollte die Marine dabei vom Iran attackiert werden, werde man die Angreifer „in die Hölle bomben“.

Es ist derzeit nicht abzusehen, was diese Entwicklung für den Iran-Krieg bedeutet. Der Iran könnte die Ankündigung als endgültigen Bruch des Waffenstillstands betrachten und neue Angriffe beginnen. Zudem dürfte sich die Lage an den Energiemärkten erneut zuspitzen. Die ersten Börsenreaktionen kommen in der Nacht von den asiatischen Märkten, auch die ersten Ölpreisreaktionen stehen erst dann fest.

Israel stellt sich auf Wiederaufnahme des Iran-Kriegs ein

Nach dem vorläufigen Scheitern der Gespräche zwischen den USA und dem Iran über ein Kriegsende stellt sich Israel nach Medienberichten auf eine Wiederaufnahme der Kämpfe ein. Das israelische Nachrichtenportal „ynet“ berichtete, Generalstabschef Ejal Zamir habe die israelischen Streitkräfte angewiesen, unverzüglich in einen Zustand erhöhter Alarmbereitschaft überzugehen.

Das Militär solle sich „auf die Möglichkeit einer kurzfristigen Rückkehr zu militärischen Auseinandersetzungen vorbereiten“, hieß es. Eine Entscheidung für einen militärischen Einsatz sei jedoch noch nicht getroffen. Ein israelischer Militärsprecher sagte auf Anfrage, man prüfe den Bericht. Auch der israelische Kan-Sender berichtete unter Berufung auf einen ranghohen israelischen Regierungsvertreter, Israel sei gemeinsam mit den USA bereit für eine Wiederaufnahme des Kriegs gegen den Iran.

Teheran und Moskau beraten über Verhandlungen in Islamabad

Der russische Präsident Wladimir Putin und sein iranischer Amtskollege Massud Peseschkian erörtern in einem Telefonat die Gespräche zwischen dem Iran und den USA in Islamabad. Dies meldet die russische Nachrichtenagentur Interfax. Russland sei bereit, bei einer Lösung des Konflikts im Nahen Osten zu vermitteln, erklärt Putin dem Bericht zufolge.

„Bei der Erörterung aktueller Fragen der bilateralen Zusammenarbeit wurde die beiderseitige Bereitschaft zur weiteren umfassenden Stärkung der gutnachbarlichen russisch-iranischen Beziehungen bekräftigt“, zitiert Interfax aus einer Mitteilung des Kreml.

Libanesische Medien melden sechs Tote nach israelischem Angriff

Bei einem israelischen Angriff im Südlibanon sind Staatsmedien zufolge sechs Menschen getötet worden. Die Attacke habe Sonntagmorgen ohne Vorwarnung ein Haus in Maarub getroffen, in dem sieben Menschen lebten, meldete die staatliche Nachrichtenagentur NNA. Das israelische Militär äußerte sich zunächst nicht. Israel hatte nach Beginn der Waffenruhe im Iran-Krieg seine Angriffe auf die mit Teheran verbündete Hisbollah-Miliz im Libanon noch verstärkt.

Iran verlangt weiter Kontrolle über die Straße von Hormus

Der Iran besteht nach Angaben von Vizepräsident Mohammed Resa Aref auf Kriegsreparationen und der Kontrolle der Straße von Hormus. Die iranische Delegation habe bei den gescheiterten Gesprächen in Islamabad von den USA die Anerkennung einer iranischen Kontrolle über die Meerenge gefordert, durch die Schiffe normalerweise ein Fünftel des weltweit geförderten Erdöls transportieren, schrieb Aref am Sonntag in sozialen Medien.

Außerdem verlange Teheran eine Entschädigung für die durch die US-amerikanischen und israelischen Angriffe verursachten Schäden. „Das sind die Rechte des (iranischen) Volkes“, erklärte Aref. „Dies ist unser festes Bekenntnis zu einem starken Iran.“

Papst fordert Waffenruhe im Libanon

Papst Leo XIV. hat eine Waffenruhe auch im Libanon gefordert. Er fühle sich den Menschen dort so nahe wie nie zuvor, sagte der Papst am Sonntag. Er rief alle Seiten auf, die Kämpfe zu beenden und sich um Frieden zu bemühen. Die schiitische Hisbollah-Miliz steht an der Seite ihrer Schutzmacht Teheran und beschießt Israel seit Anfang März mit Raketen. Israel reagierte mit heftigen Gegenschlägen, bei denen nach libanesischen Regierungsangaben Hunderte Menschen getötet wurden.

Der Papst mahnte zur Einhaltung des Völkerrechts. „Der Grundsatz der Menschlichkeit, der im Gewissen eines jeden Menschen verankert und im Völkerrecht anerkannt ist, beinhaltet die moralische Verpflichtung, die Zivilbevölkerung vor den grausamen Auswirkungen des Krieges zu schützen“, sagte er und erinnerte auch an den Krieg in der Ukraine und den Bürgerkrieg im Sudan.

Flotte mit Gaza-Hilfsgütern will Israels Blockade durchbrechen

In Barcelona steht eine Flotte von etwa 30 Schiffen bereit für einen zweiten Versuch, Hilfsgüter in den von Israel abgeriegelten Gazastreifen zu bringen. Die „Global Sumud Flotilla“ soll noch am Sonntag in See stechen. Nach Angaben der Organisatoren ist geplant, dass sich während der Überfahrt zu dem Palästinensergebiet weitere Schiffe dem Verband anschließen.

Vergangenen Oktober hatte das israelische Militär circa 40 Boote derselben Organisation gestoppt, als diese versuchten, den Gazastreifen zu erreichen. Dabei wurden die schwedische Klimaaktivistin Greta Thunberg und mehr als 450 weitere Teilnehmer festgenommen.

Parlamentspräsident: Iran hat den USA „zukunftsweisende Initiativen“ unterbreitet

Der Iran hat nach den Worten von Parlamentspräsident Mohammed Bagher Ghalibaf den USA bei den Gesprächen in Islamabad „zukunftsweisende Initiativen“ unterbreitet. „Die USA haben die Logik und die Prinzipien des Irans verstanden,“ schreibt Ghalibaf auf der Online-Plattform X. „Es ist an der Zeit, dass sie entscheiden, ob sie unser Vertrauen verdienen können oder nicht.“

In dieser Runde der Verhandlungen in Pakistan hätten die USA allerdings nicht das Vertrauen der iranischen Delegation gewonnen. Ghalibaf dankte dem Nachbarland Pakistan für seine Bemühungen, den Verhandlungsprozess zu erleichtern. Er führte zusammen mit Außenminister Abbas Araghtschi die iranische Delegation an. An der Spitze der US-Delegation stand Vizepräsident JD Vance.

Mohammed Bagher Ghalibaf, Irans Parlamentspräsident, in einer Sitzung des Parlaments. Hamed Malekpour/Khane Melat/dpa

Iran: Gespräche fanden in „Atmosphäre des Mistrauens“ statt

Der Sprecher des iranischen Außenministeriums, Esmaeil Baqaei, erklärte gegenüber staatlichen Medien, Iran und die USA hätten in einigen Punkten eine Einigung erzielt, doch andere Streitpunkte, wie etwa die Straße von Hormus, hätten einen endgültigen Durchbruch verhindert. „Diese Gespräche fanden nach einem 40-tägigen Krieg und in einer Atmosphäre des Misstrauens und der Skepsis statt“, sagte Baqaei laut der iranischen Nachrichtenagentur IRNA. „Natürlich hätten wir nie erwarten können, in einer einzigen Sitzung eine Einigung zu erzielen. Wir werden weiter daran arbeiten, die Positionen der Amerikaner und der Iraner einander anzunähern.“

HB

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