Versorgungssicherheit: Wie Nordsee-Gas die Versorgungslage entspannen kann
Bohrinsel von ONE-Dyas: Folgen weitere Projekte? Foto: Lars Penning/dpa
Berlin. Weltweit sind die Gaspreise rasant gestiegen. Nun schaut Deutschland wieder auf die Vorkommen in der Nordsee. Niedersachsens Ministerpräsident Olaf Lies (SPD) sagte dem Handelsblatt: „Wir brauchen weiter Gas, und wir müssen dringend dafür sorgen, dass es verlässlich verfügbar ist. Die Förderung in der Nordsee stellt dabei einen Baustein dar.“
Niedersachsen spielt bei der Erdgasförderung eine entscheidende Rolle. In dem Bundesland befindet sich der größte Teil der deutschen Erdgasvorräte. Außerdem ist das dortige Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie die zuständige Genehmigungs- und Aufsichtsbehörde für die Gasförderung im deutschen Teil der Nordsee.
„Wir brauchen eine diversifizierte Energieversorgung – aus heimischer Förderung, aus LNG-Terminals und aus verlässlichen Partnerländern wie Norwegen und den Niederlanden“, sagte Lies. „Nur so können wir mit Gas als Brücke Versorgungssicherheit und Preisstabilität auf dem Weg hin zu einer klimafreundlichen Energieversorgung gleichermaßen gewährleisten.“
Die Risiken auf den Gasmärkten geben der Debatte Gewicht. Nach dem Angriff der USA und Israels auf den Iran und der Blockade der Seestraße von Hormus ist das Preisniveau für Gas und Öl gestiegen. Die hohen Preise belasten Unternehmen und Verbraucher in Deutschland. Gas aus der Nordsee könnte helfen, die Versorgung abzusichern. Die Potenziale sind relevant – aber nicht riesig.



