Asia Techonomics: In Toyotas Smart City residiert der Ex-Chef als KI
„Akio Toyoda AI“: Virtuelle Version des Verwaltungsratsvorsitzenden. Foto: Martin Kölling
Woven City. Beim japanischen Autobauer Toyota
Die „Akio Toyoda AI“ wurde mit tausenden Reden, Referaten und Artikeln Toyodas aus mehr als einem Jahrzehnt trainiert. Die KI-Kopie des Chefs ist jedoch mehr als eine Spielerei – sie ist ein strategisches Signal.
Woven by Toyota (WbyT), die konzerneigene Innovationssparte für Softwareplattformen, Robotik und neue Geschäftsideen, soll zu einem globalen KI-Anbieter werden. Und Woven City – das auf einem ehemaligen Fabrikgelände am Fuji wachsende Reallabor des Konzerns – ist der Ort, an dem der Umbau des Autobauers getestet, vorgemacht und vermarktet werden soll.
Der digitale Chef als Führungsinstrument
Die Idee zur digitalen Version des legendären Konzernchefs stammte von Toyoda selbst, erzählt Daisuke Hashimoto, der Entwickler des Systems. Eitelkeit sei nicht der Antrieb gewesen, sondern ein pragmatisches Ziel: Die KI soll die Toyota-Philosophie breiter im Unternehmen verankern und die Führungskräfteentwicklung skalieren.



