Inside America: Was macht Kid Rock im Pentagon?
Die Autorin: Antonia Mannweiler ist US-Korrespondentin New York. Foto: Handelsblatt Fotomontage
Dieser Tage gibt es in den USA Nachrichten, die auch von einer KI hätten halluziniert werden können. Das Pentagon meldet, man habe in nur zwei Monaten 25 Milliarden Dollar für den Irankrieg ausgegeben. Die USA unterhalten den größten militärischen Aufmarsch im Nahen Osten seit der Invasion im Irak 2003, und die Verhandlungen mit Teheran scheinen in der Sackgasse zu sein.
Umso bemerkenswerter ist, wofür US-Verteidigungsminister Pete Hegseth offenbar noch Zeit findet: einen Auftritt mit Kid Rock.
Tatsächlich lud Hegseth den Musiker und Trump-Fan diese Woche ins Pentagon ein. Es folgte ein gemeinsamer Flug mit einem Kampfhubschrauber der Armee. Aber wozu das Ganze?
Kid Rock, Haupt-Act einer „alternativen“, „anti-woken“ Super-Bowl-Halbzeitshow, hatte im März auf X ein Video gepostet, in dem zwei Apache-Hubschrauber der US-Armee dicht über dem Pool seiner Nashville-Villa schwebten. Sein Anwesen nennt der Musiker das „Weiße Haus des Südens“. Dort salutierte er, neben einer Kopie der Freiheitsstatue stehend, den Helikoptern.



