Iran: USA schießen iranischen Tanker manövrierunfähig
Straße von Hormus: Das US-Militär hat nach eigenen Angaben auf einen iranischen Öltanker geschossen. Foto: -/The Visible Earth/NASA/dpa
Trump: Iran hat Verzicht auf Atomwaffen zugesagt
Der Iran hat nach Darstellung von US-Präsident Donald Trump zugesichert, keine Atomwaffen zu besitzen. „Iran darf keine Atomwaffe haben (…) und sie haben dem zugestimmt“, sagte Trump am Mittwoch bei einer Pressekonferenz im Weißen Haus. Teheran habe zudem auch bei anderen Punkten zugestimmt – welche das sein sollen, ließ der Republikaner offen.
Trump bezeichnete unterdessen die jüngsten Gespräche mit dem Iran als „sehr gut“. „Es ist sehr wahrscheinlich, dass wir einen Deal machen werden“, sagte er.
Irans Außenamtssprecher Ismail Baghai hatte zuvor Berichte als überzogen zurückgewiesen, wonach beide Kriegsparteien kurz vor einem Abschluss eines Abkommens stünden. Ein US-Verhandlungsvorschlag werde geprüft und die Antwort an den Vermittler Pakistan übermittelt, sagte er der iranischen Nachrichtenagentur Isna.
Emirate weisen Irans Kritik an US-Partnerschaft zurück
Die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) weisen iranische Kritik an ihrer Zusammenarbeit mit den USA zurück. Das Außenministerium in Abu Dhabi teilt mit, man behalte sich alle diplomatischen und militärischen Optionen vor, um auf Bedrohungen oder feindselige Akte zu reagieren. Die VAE werfen dem Iran Angriffe in den vergangenen Tagen vor. Die Regierung in Teheran weist dies zurück. Sie bezeichnet die Kooperation der VAE mit den USA als Bedrohung der nationalen Sicherheit.
Frankreich betont Unterschied von Hormus-Koalition zu US-Einsatz
Das französische Militär hat den Unterschied zwischen den Plänen einer internationalen Koalition zur Sicherung der Meerenge von Hormus und dem von US-Präsident Donald Trump verkündeten „Projekt Freiheit“ herausgestrichen. Der französisch-britische Plan sei defensiv und stehe im Einklang mit dem Völkerrecht, sagte Generalstabssprecher Guillaume Vernet der Nachrichtenagentur AP am Mittwoch.
Der französische Präsident Emmanuel Macron und der britische Premierminister Keir Starmer hatten Mitte April mit Vertretern Dutzender Staaten einen Einsatz zur Sicherung der Straße von Hormus besprochen, die der Iran nach Beginn der Angriffe der USA und Israels gesperrt hat. Trump hat dagegen einen Vorstoß zur Begleitung festsitzender Schiffe in der Straße von Hormus verkündet, den er aber bereits am Dienstagabend (Ortszeit) wieder aussetzte.
Vernet sagte, die sogenannte Hormus-Koalition werde erst tätig, wenn die Bedrohung für die Schifffahrt zurückgegangen und die Reedereien bereit seien, die Straße von Hormus zu nutzen. Außerdem müssten die Anrainerstaaten zustimmen.
Ein französischer Kriegsflottenverband um den Flugzeugträger „Charles de Gaulle“ hat den Suezkanal durchquert und das Rote Meer erreicht. „Südlich von Suez zu fahren ist neu für uns“, sagte Vernet. „Geografisch gesehen ist es näher an der Straße von Hormus und wird uns daher ermöglichen, schneller zu reagieren, sobald die Bedingungen erfüllt sind.“
Trump: USA werden angereichertes Uran aus dem Iran erhalten
Die USA werden nach den Worten von Präsident Donald Trump angereichertes Uran aus dem Iran erhalten. „Wir werden es bekommen“, sagt Trump am Rande einer Veranstaltung im Weißen Haus. Derzeit ringen beide Länder um ein Abkommen zur Beendigung des Irankriegs.
Eines der Hauptziele der US-Militärschläge gegen den Iran ist es, die Entwicklung von Atomwaffen durch die Regierung in Teheran zu verhindern. Der Iran soll nach dem Willen der USA 408 Kilogramm hochangereichertes Uran übergeben.
Israel greift erstmals seit Waffenruhe in Beiruter Vorort an
Erstmals seit Beginn einer Waffenruhe vor drei Wochen hat die israelische Luftwaffe wieder in einem Vorort der libanesischen Hauptstadt Beirut angegriffen. Ziel sei ein Kommandeur der Radwan-Einheit der libansischen Hisbollah-Miliz gewesen, hieß es in einer Mitteilung des Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu und des Verteidigungsministers Israel Katz. Man habe ihn dabei „eliminieren“ wollen.
„Die Radwan-Kämpfer unter seiner Führung waren verantwortlich für Beschuss israelischer Ortschaften und Angriffe auf israelische Soldaten“, hieß es weiter in der Mitteilung. „Kein Terrorist genießt Immunität – die lange Hand Israels wird jeden Feind und Mörder erreichen.“ Ziel sei es, die Sicherheit der Einwohner Nordisraels zu gewährleisten.
Obwohl offiziell eine Waffenruhe zwischen der Hisbollah und Israel gilt, kommt es weiterhin täglich zu gegenseitigen Angriffen.
USA schießen iranischen Tanker manövrierunfähig
US-Streitkräfte feuern nach Angaben des US-Zentralkommandos (Centcom) mehrere Schüsse auf den unbeladenen Tanker „M/T Hasna“ ab und machen das unter iranischer Flagge fahrende Schiff manövrierunfähig. Der Tanker habe versucht, die Blockade zu durchbrechen und einen iranischen Hafen anzusteuern, teilt Centcom auf der Kurznachrichtenplattform X mit.
Libanons Premier sieht Treffen mit Netanjahu als verfrüht an
Libanons Regierung sieht aktuell ein Treffen mit Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu als verfrüht an. Der libanesische Ministerpräsident Nawaf Salam sagte vor Reportern, Gespräche auf hoher Ebene mit Israel seien verfrüht und erforderten umfassende Vorbereitungen. Der Libanon strebe keine Normalisierung der Beziehungen zu Israel an, sondern Frieden.
Der Libanon und Israel hatten kürzlich zum ersten Mal seit Jahrzehnten direkte Gespräche auf politischer Ebene abgehalten. Sie sollten die Basis für weitere Verhandlungen für die eigentlich verfeindeten Nachbarstaaten bilden. US-Präsident Donald Trump strebt zudem ein Treffen zwischen Netanjahu und Libanons Präsidenten Joseph Aoun an.
Im Konflikt zwischen Israel und der Hisbollah-Miliz haben die libanesische und die israelische Regierung im Anschluss an die Gespräche eine Waffenruhe verkündet. Die libanesische Regierung ist keine Kriegspartei in dem Konflikt. Trotz der Waffenruhe geht der gegenseitige Beschuss weiter. Täglich werden im Libanon weiter Menschen getötet.
Voraussetzung für eine neue Verhandlungsrunde sei zunächst die Festigung der bestehenden Waffenruhe. Die Bedingungen für ein Treffen auf höchster Ebene seien derzeit noch nicht gegeben, sagte Salam.
Palästinenser: Hochrangiger Hamas-Polizist bei israelischem Angriff getötet
Bei einem israelischen Luftangriff im Gazastreifen wird palästinensischen Angaben zufolge ein hochrangiger Offizier der von der Hamas geführten Polizei getötet. Getroffen wurde das Fahrzeug des Leiters der Antidrogeneinheit in Chan Junis, wie Sanitäter und ein Vertreter der radikal-islamischen Gruppe mitteilen. Dabei seien mindestens 17 weitere Menschen verletzt worden. Eine israelische Stellungnahme liegt zunächst nicht vor.
Frankreich: Können mit Partnern Straße von Hormus sichern
Frankreich und seine Partner sind nach Angaben des Präsidialamtes in der Lage, die Sicherheit in der Straße von Hormus zu gewährleisten. Die Regierung in Paris wolle zudem, dass das Thema getrennt von den aktuellen Gesprächen zwischen den USA und dem Iran behandelt werde, teilt der Élysée-Palast mit. Frankreich gab zuvor die Verlegung des Kampfverbandes um den Flugzeugträger „Charles de Gaulle“ in Richtung des Golfs von Aden bekannt.
Iran prüft US-Verhandlungsvorschlag
Inmitten neuer Drohungen von US-Präsident Donald Trump prüft der Iran einen neuen US-Verhandlungsvorschlag. Außenamtssprecher Ismail Baghai sagte der iranischen Nachrichtenagentur Isna, nach Prüfung des Vorschlages werde der Iran seine Position dazu an den Vermittlerstaat Pakistan übermitteln. Über Inhalte des Vorschlages machte Baghai demnach keine Angaben.
Trump hatte zuvor dem Iran auf seiner Plattform Truth Social erneut gedroht: „Angenommen, der Iran erklärt sich bereit, das Vereinbarte zu erfüllen – was vielleicht eine gewagte Annahme ist –, dann wird die bereits legendäre „Epic Fury“ ein Ende finden, und die äußerst wirksame Blockade wird es ermöglichen, dass die Straße von Hormus FÜR ALLE OFFEN ist, einschließlich des Irans“.
Iranischer Politiker: US-Vorschlag für Abkommen ist nur Wunschzettel
Ein hochrangiger iranischer Parlamentarier bezeichnet einen Medienbericht über einen US-Vorschlag zur Beendigung des Krieges als realitätsfernen Wunschzettel. Der von dem US-Portal Axios veröffentlichte Text sei eher eine amerikanische Wunschliste als die Realität, erklärt Ebrahim Resaei, Sprecher des parlamentarischen Ausschusses für Außenpolitik und nationale Sicherheit, auf der Plattform X. Die USA würden in einem Krieg, den sie verlören, nichts erreichen, was sie nicht schon in direkten Verhandlungen erreicht hätten.
Iran: Prüfen US-Vorschlag für Kriegsende
Der Iran prüft nach eigenen Angaben einen US-Vorschlag zur Beendigung des mehr als zweimonatigen Krieges. Die Führung in Teheran werde dem Vermittler Pakistan ihre Position dazu übermitteln, meldet die iranische Nachrichtenagentur Isna unter Berufung auf das Außenministerium.
Frankreich verlegt Flugzeugträger zum Golf von Aden
Frankreich verlegt den Flugzeugträger „Charles de Gaulle“ in Richtung Golf von Aden. Der Verband rund um das Schiff habe den Suezkanal passiert und steuere den Süden des Roten Meeres an, teilt das Verteidigungsministerium in Paris mit. Damit bereiten Frankreich und Großbritannien eine künftige Mission zur Sicherung der freien Schifffahrt in der Straße von Hormus vor. Der Verband rund um die „Charles de Gaulle“ war kurz nach den Luftangriffen der USA und Israels auf den Iran ins östliche Mittelmeer entsandt worden.
Trump droht Iran mit weiteren Angriffen wegen Straße von Hormus
US-Präsident Donald Trump hat dem Iran mit weiteren Angriffen gedroht, sollte dieser die Straße von Hormus nicht wieder öffnen. Trump schrieb am Mittwoch in den sozialen Medien, der Krieg mit dem Iran könne bald enden und die Lieferungen von Öl und Erdgas wieder aufgenommen werden. Dies hänge jedoch gänzlich davon ab, ob die Regierung in Teheran einer Vereinbarung zustimme, auf deren Einzelheiten der Präsident nicht näher einging.
„Sollten sie nicht zustimmen, beginnen die Bombardements – und dies wird leider auf einem weitaus höheren Niveau und mit einer viel größeren Intensität geschehen als zuvor“, schrieb Trump. Er erklärte, es sei „vielleicht eine gewagte Annahme“, dass der Iran den von den Vereinigten Staaten angebotenen Bedingungen zustimmen werde.
Iran: Sichere Hormus-Durchfahrt bei Ende von US-Drohungen
Die Marine der iranischen Revolutionsgarden stellt eine sichere Durchfahrt durch die Straße von Hormus in Aussicht. Bei einem Ende der US-Drohungen sei dies möglich, berichten staatliche Medien unter Berufung auf die Garden. Die Elite-Truppen verweisen demnach auch auf neue Verfahrensregeln für den Transit. Worin diese neuen Abläufe bestehen, wird nicht präzisiert. Die Marine dankt jedoch den Reedern und Kapitänen dafür, dass sie bei der Passage die iranischen Vorschriften respektierten. Die Äußerungen sind die erste Reaktion des Iran auf die Entscheidung der USA, ihre Einsätze zur Unterstützung festsitzender Schiffe in der strategisch wichtigen Meerenge vorerst zu stoppen.
USA und Iran stehen wohl kurz vor Absichtserklärung zu Kriegsende
Die US-Regierung steht zwei Medienberichten zufolge kurz vor einer Einigung mit dem Iran über eine Absichtserklärung zur Beendigung des Krieges. Das eine Seite umfassende Dokument solle zudem den Rahmen für detailliertere Atomverhandlungen abstecken, berichtet das Nachrichtenportal „Axios“ unter Berufung auf zwei US‑Regierungsvertreter.
Pakistanische Vermittlerkreise bestätigten dies der Nachrichtenagentur Reuters. Eine Absichtserklärung könne sehr bald zum Abschluss gebracht werden, sagt ein pakistanischer Insider aus dem Umfeld der Vermittlungen. „Wir sind kurz davor“, heißt es weiter. Es ist demnach von einem Memorandum im Umfang von einer Seite die Rede. Stellungnahmen aus Washington oder Teheran liegen zunächst nicht vor.
Aussicht auf US-Iran-Deal treibt Aktien und Gold
Die Ölpreise fallen in Reaktion auf die Berichte über ein mögliches Ende des Iran-Krieges deutlich. Die Nordseesorte Brent zur Lieferung im Juli verbilligt sich um 10,6 Prozent auf 98,11 Dollar je Barrel (159 Liter). Auch das US‑Leichtöl WTI zur Lieferung im Juni wird günstiger und kostet 11,5 Dollar, ein Minus von 11,5 Prozent.
Der Dax und der EuroStoxx50 weiten ihre leichten Gewinne aus und steigen um jeweils rund 2,5 Prozent. Der deutsche Leitindex überwindet die Marke von 25.000 Zählern. Anleger greifen auch bei Gold zu: Das Edelmetall verteuert sich um mehr als drei Prozent.
Libanon-Einsatz der deutschen Marine wird ein letztes Mal verlängert
Das Bundeskabinett hat beschlossen, den Einsatz der Deutschen Marine vor der Küste des Libanon ein letztes Mal bis zum 30. Juni 2027 zu verlängern. In diesem Zeitraum soll der Abzug der beteiligten Fregatte „Nordrhein-Westfalen“ und von mehr als 200 Soldaten erfolgen. Nach gut 20 Jahren endet damit einer der längsten Marine-Einsätze der Bundeswehr. Er hat vor allem die Unterbindung des Waffenschmuggels an die Hisbollah-Miliz und die Ausbildung der libanesischen Streitkräfte zum Ziel.
Vorausgegangen war eine Entscheidung des UN-Sicherheitsrats, der im August 2025 die Beendigung der gesamten Unifil-Mission beschlossen hatte. Sie wurde 1978 zur Überwachung des Grenzgebiets zwischen Israel und dem Libanon gestartet. Derzeit sind noch 10.000 Soldaten beteiligt. Nach ihrem Abzug soll die libanesische Armee die Kontrolle übernehmen.
Der Abzug der Bundeswehr beginnt nach Angaben des Verteidigungsministeriums im zweiten Halbjahr und soll Anfang 2027 abgeschlossen sein. Die Fregatte wird voraussichtlich im Sommer die Region verlassen. Bei der letzten Verlängerung des Mandats hat wie immer bei Auslandseinsätzen der Bundeswehr der Bundestag das letzte Wort. Die Zustimmung gilt aber als sicher. Die Obergrenze für die Truppenstärke bleibt bis Ende des Jahres bei 300 Soldaten und wird anschließend auf 80 zurückgefahren.
Schiff französischer Reederei in Hormus-Meerenge angegriffen
Ein Schiff der französischen Reederei CMA CGM ist in der Straße von Hormus angegriffen worden. Mitglieder der Crew wurden verletzt und evakuiert, teilte das Unternehmen mit Sitz in Marseille mit.
Der unter maltesischer Flagge fahrende Frachter „San Antonio“ wurde bei dem Angriff am Dienstag demnach beschädigt. Nähere Details zu dem Angriff während der Durchfahrt der Meeresenge nannte die Reederei nicht – auch nicht zur Frage, wer dafür verantwortlich war. Auch zum Zustand der Verletzten gab das Unternehmen keine Auskunft.
Wohl weitere Tote bei israelischen Angriffen im Libanon
Trotz einer geltenden Waffenruhe greifen Israel und die Hisbollah-Miliz im Libanon sich weiterhin gegenseitig an. Israel griff mit Kampfflugzeugen und Drohnen im südlichen Libanon an, wie die staatliche libanesische Nachrichtenagentur NNA berichtete. Der Ort Maifadun sei dabei auch mit Artillerie beschossen worden. Dabei habe es zwei Tote gegeben. Auch in der Bekaa-Ebene im Osten meldete die NNA zwei Tote nach einem israelischen Luftangriff.
Israel müsse wegen Verstößen der Hisbollah gegen die Waffenruhe „energisch“ gegen die Miliz vorgehen, erklärte ein israelischer Armeesprecher am Morgen. Er forderte Bewohner weiterer Orte im Südlibanon dazu auf, ihre Häuser umgehend zu verlassen. Auf diese Aufrufe folgen meist neue Luftangriffe Israels.
Die israelische Armee teilte am Morgen mit, sie habe in den vergangenen 24 Stunden rund 25 Ziele der vom Iran unterstützten Hisbollah ins Visier genommen, darunter Waffenlager. Weiterhin hieß es, die Miliz habe unter anderem mit Sprengstoff beladene Drohnen und Raketen in Richtung israelischer Soldaten gefeuert. Die Hisbollah teilte in der Nacht mit, sie habe im Süden des Landes israelische Soldaten mit einer Drohne und eine neue Stellung der Bodentruppen mit Raketen angegriffen.
Chinas Außenminister fordert umfassenden Waffenstillstand
Der chinesische Außenminister Wang Yi hat einen umfassenden Waffenstillstand im Iran-Krieg gefordert. Wang sagte seinem iranischen Kollegen Abbas Araghtschi am Mittwoch in Peking, China sei tief bestürzt über den nun schon seit mehr als zwei Monaten andauernden Krieg.
„Wir sind der Ansicht, dass ein umfassender Waffenstillstand dringend geboten ist, dass eine Wiederaufnahme der Feindseligkeiten inakzeptabel ist und dass es besonders wichtig ist, am Dialog und an Verhandlungen festzuhalten“, sagte Wang laut einer Videoaufnahme des Treffens.
Chinas Außenminister empfängt iranischen Amtskollegen in Peking
Irans Außenminister Abbas Araghtschi hat inmitten der Spannungen mit den USA seinen chinesischen Amtskollegen Wang Yi getroffen. Wie Chinas staatliche Nachrichtenagentur Xinhua berichtete, tauschten sie sich in der Hauptstadt Peking aus. Staatliche iranische Medien bestätigten die Zusammenkunft.
Araghtschi dankte China bei dem Treffen nach Angaben der iranischen Nachrichtenagentur Isna für die Verurteilung des von den USA und Israel begonnenen Iran-Kriegs und nannte die Volksrepublik „einen engen Freund“ seines Landes. Er betonte demnach, in der gegenwärtigen Situation werde die Kooperation der Länder noch enger werden.
USA werben für neue Marinekoalition im Nahen Osten
Die USA schlagen ihren Partnern den Aufbau einer neuen multinationalen Marinekoalition für den Nahen Osten vor. Das Bündnis mit dem Namen „Maritime Freedom Construct“ (MFC) soll einen Sicherheitsrahmen für die Zeit nach Ende des Konflikts schaffen und die Durchfahrt durch die Straße von Hormus wieder ermöglichen, sobald sich die Lage stabilisiert, heißt es in einem Entwurf der US-Regierung, der der Nachrichtenagentur Reuters vorliegt.
Das MFC soll mit einer separaten französisch-britischen Marinemission zusammenarbeiten, an der rund 30 Länder beteiligt sind. Sie arbeitet mit dem Iran daran, eine sichere Durchfahrt zu ermöglichen. Einigen Staaten zufolge erfordert die Entsendung militärischer Einheiten jedoch zunächst ein Mandat der Vereinten Nationen (UN). Das MFC soll organisatorisch eigenständig bleiben, seine Einsätze aber eng mit anderen Einsatzgruppen abstimmen, heißt es in dem informellen Dokument weiter.
Regierungschefs verurteilen iranische Angriffe auf VAE
Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu und weitere Regierungschefs der Region verurteilen die iranischen Angriffe in Telefonaten mit dem Präsidenten der Vereinigten Arabischen Emirate (VAE), Scheich Mohamed bin Zayed Al Nahyan. Das meldet die staatliche Nachrichtenagentur WAM. Die Politiker bekunden demnach ihre Solidarität mit den VAE angesichts der Attacken auf die Zivilbevölkerung und zivile Einrichtungen. Zudem unterstützen sie die Maßnahmen der VAE zur Wahrung ihrer Sicherheit.



