Interview: „Das hat Kohl auch gemacht, bei Merz ist es problematischer“
Friedrich Merz: Anecken, dann zurückrudern. Foto: picture alliance / SZ Photo
Berlin. Ein Jahr nach Amtsantritt kämpft Friedrich Merz (CDU) nicht nur mit schlechten Umfragewerten, sondern auch mit Kritik an seinem Kommunikationsstil. Immer wieder erregen markige Aussagen des Kanzlers helle Aufregung – nur um später wieder von ihm relativiert zu werden.
Für den Tübinger Rhetorik-Seniorprofessor Jochen Knape ist genau das Merz’ zentrales Problem: fehlende Stringenz. Im Interview erklärt Knape, warum Merz rhetorisch oft noch wie ein Oppositionspolitiker wirke, weshalb seine Kommunikation Unsicherheit schaffe – und welche Risiken das für die schwarz-rote Koalition birgt.



