Werder: Chuki kommt, Karbownik nicht – „Sehr vielversprechende“ Planung laut Thioune

Werder: Chuki kommt, Karbownik nicht – „Sehr vielversprechende“ Planung laut Thioune

Saisonanalyse vor Abschluss 

Werder Bremen: Chuki kommt, Karbownik nicht – Was Thioune plant

©IMAGO

Nachdem am Wochenende trotz 0:1-Niederlage bei der TSG Hoffenheim der Klassenerhalt gefeiert werden konnte, laufen die Planung bei Werder Bremen für die kommende Saison auf Hochtouren. Laut der „Deichstube“ wird Real Valladolids Spielmacher Chuki am Montag zum Medizincheck an der Weser erwartet. Der 22-Jährige ist nach Kenny Quetant bereits der zweite Neuzugang für die neue Spielzeit.

Genau wie bei Quetant endet das Arbeitspapier von Chuki im Sommer, sodass er ablösefrei an die Weser wechselt. Bei Werder unterschreibt der Spanier demnach einen langfristigen Vertrag bis 2030. Bereits in der vergangenen Woche berichtete die „Deichstube“, dass Chuki schon vor Ort war, um sich einen Eindruck zu machen. Nachdem sowohl der VfL Wolfsburg als auch der FC St. Pauli ihre Partien am Samstag verloren haben, steht der Bremer Klassenerhalt endgültig fest, sodass nun Vollzug in Sachen Chuki naht.

Chuki wurde in der Jugend von Real Valladolid ausgebildet und gehört seit der vergangenen Saison, als der Klub aus LaLiga abgestiegen ist, zum Profikader. Nachdem er in der ersten Liga seine ersten Einsätze sammelte, wurde er in der laufenden Spielzeit zum Leistungsträger. Mit sieben Toren und acht Vorlagen in 34 Einsätzen ist er Top-Scorer seiner Mannschaft, die in 38 Partien nur 41 Treffer erzielte und auf Platz 15 liegt. Chuki steigerte seinen Marktwert seit Sommer von 1,5 Millionen auf 5 Millionen Euro und ist damit wertvollster Spieler im Kader von Real Valladolid.

Chukis guten Leistungen in der zweiten spanischen Liga und seine Vertragssituation hatte im Verlaufe des Frühjahrs weitere Interessenten auf den Plan gerufen. Auch der VfB Stuttgart und RB Leipzig bemühten sich um den offensiven Mittelfeldspieler, Cesc Fàbregas wollte seinen Landsmann zu Como lotsen. Einem „Marca“-Bericht zufolge haben die Bremer mit dem Hamburger SV und Schalke 04 weitere Bundesliga-Konkurrenten ausgestochen.

Karbownik kommt nicht zu Werder

Der ebenfalls lange bei Werder gehandelte Michal Karbownik von Hertha BSC wird hingegen nicht an die Weser wechseln. Der flexibel einsetzbare Linksverteidiger wurde im Frühjahr mehrfach mit den Grün-Weißen in Verbindung gebracht, doch zögerte aufgrund der unklaren Ligazugehörigkeit mit seiner Zusage. Übereinstimmenden Medienberichten zufolge hat Werder mittlerweile Abstand von seiner Verpflichtung genommen.

Große Freude an der Kaderplanung hat Trainer Daniel Thioune. „Das, was ich bisher bis begleiten durfte, sieht schon sehr vielversprechend aus“, sagte der 51-Jährige. Der ehemalige Düsseldorfer folgte auf den im Februar entlassenen Horst Steffen und führte die Mannschaft mit 13 Zählern in 13 Spielen zum Klassenerhalt. Nach seinem Vorgänger ist er damit der erfolgloseste Trainer mit mindestens zehn Spielen in der Vereinshistorie. Zuletzt betonte er immer wieder, dass sich die unter ihm bisher eher defensiv ausgerichtete Spielanlage ändern soll. „Ich habe da einige Ideen“, meinte der Fußball-Lehrer.

Derweil möchte Werder Bremen nach der Partie am Samstag gegen Vizemeister Borussia Dortmund die Analyse der schwachen Saison abschließen. Bei einer Niederlage ist es die drittschlechteste Spielzeit der Klubhistorie – nur 2019/20 und 2020/21 waren mit 31 Punkten schwächer. Geschäftsführer Sport Clemens Fritz: „Wir haben schon während der Saison begonnen und werden jetzt diese intensive Spielzeit abschließend aufarbeiten. Hierbei werden wir alle relevanten Bereiche in unserer Lizenzspielerabteilung analysieren.“

Besonders im Fokus steht die Arbeit auf dem Transfermarkt, denn vor allem diese wurde über die Saison oftmals stark kritisiert. Nachdem mit Quetant und Chuki zwei ablösefreie Neuzugänge eingetütet wurden, bestätigte Fritz, dass man sich auch mit Spielern, die eine Ablöse kosten, befassen würde. „Wir sind handlungsfähig. Aber wir benötigen Transfereinnahmen, das ist kein Geheimnis. Es ist trotzdem das Ziel, die Anzahl der Leihspieler zu verringern.“ Einem „Kicker“-Bericht zufolge braucht Werder Einnahmen von etwa 12 Mio. Euro. Als Verkaufskandidaten gelten unter anderem Karim Coulibaly und Romano Schmid.

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