Marktwerte Schottland: Celtic und Rangers dominieren

Marktwerte Schottland: Celtic und Rangers dominieren

Fernandez größter Gewinner 

Marktwerte Schottland: Celtic und Rangers dominieren

©TM/IMAGO

Es war wohl die spannendste Saison in der Geschichte der schottischen Premiership mit einem packenden Titelkampf, der sich erst am letzten Spieltag entschied. Heart of Midlothian stand kurz vor einer historischen Leistung und dem ersten Titel seit 66 Jahren, doch nachdem sie 266 Tage lang an der Tabellenspitze gestanden hatten, entthronte Celtic sie im entscheidenden Spiel. Die zwei größten Gewinner im Marktwert-Update stellen jedoch die Glasgow Rangers. Nach Abschluss der Saison hat Transfermarkt 156 Spielern neu taxiert.

Emmanuel Fernandez verzeichnet das größte Plus. Der Marktwert des Rangers-Verteidigers verdoppelt sich auf 18 Millionen Euro. Der 24-Jährige legte im Verlauf der Spielzeit einen kometenhaften Aufstieg hin: Noch zu Saisonbeginn war er auf 350.000 Euro taxiert worden, jetzt ist er der wertvollste Spieler der Light Blues. Es gibt großes Interesse an Fernandez aus den Top-Ligen.

Teamkollege Youssef Chermiti folgt im Ranking der größten Gewinner mit einer Steigerung um 6 Mio. auf 15 Mio. Euro. Der portugiesische U21-Nationalspieler, der 15 Ligatore erzielte, gilt mit seinen Anlagen als umworbenes Profil auf dem Transfermarkt. Das gilt auch für Benjamin Nygren, der sich seit seinem Wechsel zu Celtic als echte Entdeckung erwies und 29 Scorer verbuchte. Sein Marktwert steigt um 4 Mio. auf 14 Mio. Euro, da das Interesse am schwedischen Nationalspieler wächst. Für das ebenfalls begehrte Hibernian-Duo Miguel Chaiwa (+1,8 auf 3 Mio. Euro) und Josh Mulligan (+1,5 auf 3 Mio. Euro) geht es ebenso nach oben wie für Motherwells Tawanda Maswanhise (+1,5 auf 5 Mio. Euro), der mit 17 Treffern Torschützenkönig der Liga wurde.

Während die Profis von Celtic sowie den Rangers die Liste der Spieler mit den größten Aufwertungen dominieren und The Hoops mit dem Belgier Arne Engels (+2 auf 20 Mio. Euro) ebenfalls den wertvollsten Akteur stellen, finden sich in den Reihen der beiden Klubs aus Glasgow auch die größten Verlierer des Updates. Dazu zählen Julián Araujo, Wolfsburg-Leihgabe Andreas Skov Olsen (jeweils -2 Mio. Euro), Max Aarons (-1,5 Mio. Euro) sowie Cameron Carter-Vickers (-1 Mio. Euro).

Die Marktwerte der deutschen Spieler Ryan Naderi (Rangers), Felix Passlack (Hibernian), Alexander Schwolow (Hearts), Emmanuel Gyamfi (Aberdeen) und Jannik Wanner (Livingston) bleiben im Zuge des Updates unangetastet. Einzig der von Hoffenheim an Aberdeen ausgeliehene Dennis Geiger erfährt ein Minus um 500.000 auf 1 Mio. Euro. Auch für den von Freiburg an Celtic verliehenen Österreicher Junior Adamu geht es erneut um 1 Mio. auf 3 Mio. nach unten.

Celtic hat weiter wertvollsten Kader der Scottish Premiership

Celtic hat nach wie vor den wertvollsten Kader in Schottland, aber die Rangers haben den Abstand zur Spitze verkürzt. Während die Hoops nach dem Meistertitel weiterhin bei rund 145 Mio. Euro stehen, liegen die Rangers nur noch 11 Mio. Euro dahinter. Celtic hat in den letzten Jahren große Gewinne beim Verkauf von Spielern erzielt, aber der Kader ist nicht gerade mit Talenten gespickt. Es herrscht zudem rund um den Klub weitgehend Einigkeit darüber, dass in diesem Sommer erhebliche Investitionen nötig sein werden.

Auch dank der Aufwertungen von Fernandez und Chermiti schrauben die Rangers ihren Kaderwert um 10,3 Mio. auf 134 Mio. Euro nach oben. Die Hearts legen um gut 15 Prozent auf 32 Mio. Euro zu, liegen damit aber weiterhin mehr als 100 Mio. Euro hinter den Rivalen aus Glasgow. Die Nutzung des berühmtem Datensystem Jamestown Analytics von Mitbesitzer Tony Bloom wird entscheidend für den langfristigen Erfolg des Vizemeisters sein. Auf dem Transfermarkt dürften verstärkt Aktivitäten zu erwarten sein.

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So funktionieren die Transfermarkt-Marktwerte

Die Transfermarkt-Marktwerte entstehen unter Berücksichtigung verschiedener Preisfindungsmodelle sowie einem starken Einbezug der Transfermarkt-Community, die sich in detaillierten Diskussionen mit den Werten auseinandersetzt. Die Transfermarkt-Marktwerte sind nicht pauschal mit den tatsächlich gezahlten Ablösesummen gleichzusetzen.

Das Ziel ist nicht, einen Preis vorherzusagen, sondern einen Erwartungswert. Bei der Erhebung des Marktwertes sind in einem gewissen Maß sowohl individuelle Transfermodalitäten als auch situative Rahmenbedingungen relevant. Beispiele dazu werden hier aufgeführt. Transfermarkt verwendet keinen Algorithmus (zur ausführlichen Marktwertdefinition).

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