Pavlos von Griechenland meldet sich mit Appell aus Exil
Prinz Pavlos von Griechenland wendet sich mit eindringlichen Worten an Griechenland, nachdem sich dort jüngst schreckliche Todesfälle ereigneten.
Fü Pavlos von Griechenland sollte der heutige Mittwoch (20. Mai) ein Tag zum Feiern sein. Schließlich wird er heute 59 Jahre alt. Doch der Geburtstag findet nicht nur für den ältesten Sohn des verstorbenen Königs Konstantin II. (†82) vor einem tragischen Hintergrund statt. Wie „thenationalherald.com” berichtet, ereigneten sich zwei tragische Todesfälle in Athen. Zwei befreundete 17-Jährige, offenbar Klassenkameradinnen, sprangen dabei gemeinsam in den Tod. Unter anderem, weil der akademische Druck für sie zu hoch gewesen war. Das schrieb eines der Mädchen in einem Abschiedsbrief, den die Polizei später in ihrem Rucksack gefunden haben soll. Eine Meldung, die nicht nur das Land, sondern auch dessen letzten Kronprinzen, Pavlos, betroffen macht. So sehr, dass er sich aus dem Exil mit einem Appel an seine Heimat gewendet hat.
Pavlos von Griechenland appelliert an griechisches Bildungssystem
Kinder sollen nicht „aufwachsen in dem Glauben, dass ihr Wert innerhalb weniger Stunden von Prüfungen bestimmt” werde, mahnt Pavlos in seinem Statement. Jenes teilte die ehemalige griechische Königsfamilie jüngst auf ihrer offiziellen Website. Mit eingängiger Überschrift: „Unter dem psychischen Druck von Prüfungen.” Darin fordert der Prinz daher grundlegende Reformen des griechischen Bildungssystems. Dahinter steckt, dass Jugendliche in Griechenland sogenannte Panhellenische Prüfungen absolvieren müssen. Deren Ergebnisse entscheiden darüber, ob sie einen Platz im gewünschten Studiengang bekommen.
Dass sie das unter großen Druck setzt, versteht auch Prinz Pavlos, der selbst fünffacher Vater ist. Zusammen mit seiner Ehefrau Marie-Chantal von Griechenland (57) hat er die Kinder Maria-Olympia (29), Konstantinos-Alexios (27), Achileas-Andreas (25), Odysseas-Kimon (21) und Aristides-Stavros (17). Er schreibt: „Viele Kinder wachsen mit dem Glauben auf, dass ein enttäuschendes Ergebnis bei den Panhellenischen Prüfungen ihr ganzes Leben bestimmen wird.” Doch das sei ein „schwerwiegender Irrtum”. Denn keine Prüfung könne den Wert, die Zukunft oder den Charakter eines jungen Menschen bestimmen.
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Fünffach-Vater Pavlos wünscht sich „humanere Lebensweise”
Als Familienvater mahnt er: „Das unerbittliche Streben nach einer einzigen Note – ein Streben, das in den ersten Schuljahren beginnt und sich während der gesamten Adoleszenz verstärkt – erschöpft nicht nur die Schüler, sondern ganze Familien.” Es werde sich zu sehr aufs Auswendiglernen konzentrieren und die Noten, anstelle darauf zu achten: „echte(s) Lernen, kritische(s) Denken, Kreativität, der Entwicklung von Fähigkeiten und der Charakterbildung.”
Der 59-Jährige äußert daher einen dringliches Wunsch: „Vielleicht könnten, wenn wir uns nach und nach von einem solchen System befreien würden, zuerst unsere Kinder, dann unsere Familien und schließlich die Gesellschaft selbst freier atmen und damit beginnen, eine gesündere, humanere Lebensweise zu gestalten.” Sein Schreiben beendet er mit emotionalen Worten: „Letztendlich zählt nicht nur der Erfolg in Prüfungen. Was zählt, ist das Leben selbst.” Beinahe persönliche Worte eines Mannes, der auf ein turbulentes Leben zurückblickt.
Psychische Erkrankungen und Suizidgedanken können jeden treffen. Wenn du selbst oder jemand in deinem Umfeld von Suizidgedanken betroffen ist, scheue dich nicht davor, Hilfe zu suchen!
Du erhältst kostenlos und anonym Hilfe von erfahrenen Beratern bei der Telefonseelsorge unter den Telefonnummern 0 800-111 0 111 oder 0 800-111 0 222 und bei der Deutschen Depressionshilfe unter 0800 – 33 44 533. In unmittelbaren Krisensituationen hilft dir die 112. Weitere Hilfsangebote bietet auch die Deutsche Gesellschaft für Suizidprävention.
Darüber hinaus kannst du dir bei deinem Hausarzt des Vertrauens Rat holen. Er kann dir helfen, geeignete Psychiater und Psychotherapieplätze zu finden.

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