Seltener TV-Auftritt: Robert Habeck über Zeit nach „goldenem Käfig“

Seltener TV-Auftritt: Robert Habeck über Zeit nach „goldenem Käfig“
Gespräch bei „3nach9“

Seltener TV-Auftritt: Robert Habeck über Zeit nach „goldenem Käfig“

von spot on news

23.05.2026, 19:08 Uhr

23. Mai 2026 um 19:08 Uhr

Der ehemalige Bundesminister Robert Habeck hielt sich zuletzt aus den Medien raus. In der Talkshow „3nach9“ sprach er am Freitagabend trotzdem über seine Zeit nach dem „goldenen Käfig“ Politik und seine ganz persönlichen Sehnsuchtsorte.

Nach seinem Abschied aus der Bundespolitik hat der Ex-Wirtschaftsminister, Ex-Grünen-Chef und ehemalige Vizekanzler Robert Habeck (56) „3nach9“ einen seltenen Besuch abgestattet. Gastgeber Giovanni di Lorenzo (67) befragte Habeck nach seinen persönlichen Erfahrungen als Ex-Politiker. Mit einem Lächeln auf den Lippen sagte der liebste Feind von Markus Söder (59) auf seine Familie angesprochen: „Ich würde sagen, die freuen sich, dass ich die Wahl verloren habe.“

Robert Habeck muss nicht mehr alles entscheiden

Im gleichen Atemzug schränkte Robert Habeck, der ein düsteres Familiengeheimnis hat, ein: „nicht politisch“. Doch freue sich seine Familie, „dass ich nicht nur da bin am Tisch, sondern am Tisch wieder lerne, nicht immer alles gleich zu entscheiden“. Das, vermutet er, sei eine „Wohltat für alle Menschen, die mit mir zusammenleben“.

In seiner Rolle als Politiker sei ihm hingegen die Fähigkeit ein wenig abhanden gekommen, ein simples, weniger zielgerichtetes Gespräch zu führen. Im Politikbetrieb habe er die ganze Zeit an Tischen gesessen, „wo alle von dir erwarten, dass du quasi nach zehn Minuten sagst, wohin es geht“.

Robert Habeck bei „3nach9”.

Robert Habeck spricht über sein Leben nach der Spitzenpolitik. IMAGO / Future Image

Robert Habeck ist glücklich: Einfach unbeobachtet an der Alster sitzen

Robert Habeck, der sich schon Wortgefechte mit Markus Lanz lieferte, habe selbst bei der Politik „eigentlich auch immer den Verlust gesehen, dass man das private Leben immer weniger selbst bestimmen kann, dass man in diesem goldenen Käfig lebt“. Man zahle einen Preis für das politische Leben in Spitzenämtern. „An der Alster sitzen und mit dem besten Freund ein Kaltgetränk trinken, für sich zu sein, das ist eigentlich das, was meine Sehnsuchtsorte waren.“

Was ihn hingegen „immer eher genervt“ habe, sei „im Dienstwagen zu fahren und dauernd beobachtet zu werden“. Jetzt lebt Habeck mit seiner Familie – er ist verheiratet und Vater von vier Söhnen – in Kopenhagen. Dort könne er frei leben, Rad fahren, ohne dass Leute ein Foto mit ihm schießen wollen, dass anschließend seinen Weg in die Medien findet.

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