Collien Fernandes hat nur Zuspruch von Politikerinnen erhalten
von spot on news
26.05.2026, 20:49 Uhr
26. Mai 2026 um 20:49 Uhr
Nach Bekanntwerden ihrer Vorwürfe gegen Christian Ulmen hat sich bei Collien Fernandes kein männlicher Politiker gemeldet. Wie sie nun verriet waren es nur Politikerinnen.
Collien Fernandes (44) hat nach der öffentlichen Debatte um ihre Anzeige gegen ihren Ex-Mann Christian Ulmen (50) eine bemerkenswerte Beobachtung gemacht. Sie erhielt viel Zuspruch für ihre Enthüllungen, doch männliche Politiker meldeten sich im Anschluss nicht bei ihr. „Ich wurde von Politikerinnen kontaktiert. Es gab tatsächlich keinen einzigen männlichen Politiker, der mich kontaktiert hat“, sagte Fernandes in der RTL-Sendung „Nachtjournal Spezial“.
Moderatorin Pinar Atalay (48) hatte Fernandes zuvor gefragt, ob sich Bundeskanzler Friedrich Merz (70) oder Vizekanzler Lars Klingbeil (48) seit dem Bekanntwerden der Vorwürfe gegen Ulmen bei ihr gemeldet hätten. Fernandes antwortete ehrlich: „Ich habe bis zu dieser Frage gar nicht groß darüber nachgedacht, aber wenn ich jetzt so überlege, wer sich recht schnell gemeldet hat, wer gesagt hat, wir können uns ja mal austauschen zu dieser Thematik – das waren tatsächlich ausschließlich Politikerinnen.”
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Collien Fernandes: „Die negative Kritik kommt überwiegend von Männern”
Dass das für Fernandes mehr als eine Randnotiz ist, zeigte sie im weiteren Gespräch deutlich. Die Schauspielerin betonte, dass Veränderungen im Kampf für Gleichberechtigung nur gemeinsam möglich seien. „Emanzipation kann nur mit den Männern funktionieren“, so Fernandes wörtlich.
Gerade deshalb trifft es sie, wenn die Reaktion so einseitig ausfällt. Erschreckend finde Fernandes, die sich nach der Anzeige gegen Ulmen nicht sicher fühlt, „wenn ich Zuspruch in erster Linie von Frauen bekomme und die negative Kritik überwiegend von Männern kommt“. Gleichberechtigung lasse sich schlicht nicht erreichen, „wenn nur die Frauen daran Interesse haben“.
Das gesamte Interview wird in „Nachtjournal Spezial“ am 26. Mai um 00:25 Uhr bei RTL ausgestrahlt, ist daneben auch auf YouTube und RTL+ zum Abruf verfügbar.
Von (lau/spot)
Das Magazin „Spiegel“ gab Ulmen eine Möglichkeit zur Stellungnahme. Dessen Anwälte boten den Journalisten ein Hintergrundgespräch an. Auf einen Teil der Vorwürfe gingen sie demnach ein. Aus dem Gespräch dürfte aber nicht berichtet werden.
Auf eine BUNTE.de-Anfrage ließ Christian Ulmens Anwalt am 19. März verlauten, dass „unwahre Tatsachen aufgrund einer einseitigen Schilderung verbreitet“ werden. Rechtliche Schritte sollen eingeleitet werden. Am 27. März folgte dann die Veröffentlichung eines Informationsschreibens, in dem Deepfake- und einseitige Gewaltvorwürfe dementiert wurden.
Nach der Anzeige von Fernandes wurden Vorermittlungen eingeleitet. Bisher ist unklar, wie das Verfahren weitergeht. Für Christian Ulmen gilt die Unschuldsvermutung.



